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Die Grundzüge der Finanzpolitik in Deutschland 1914-1945

Die finanziellen Aktionen und Transaktionen  in der Weimarer Republik und im Dritten Reich

Ruhrgebietsbesetzung, französischer
                            Einmarsch Essen Hauptbahnhof 1923   Hyperinflation 1923: Kinder
                                        bauen eine Geldpyramide  Papiergeldverbrennung 1923 / 1924:
                                Mit der alten Reichsmark wird geheizt  Wallstreet,
                          Strassenschild 1929    Karte: Morgenthau-Plan zur Aufteilung
                            Deutschlands 1944  Zerbombtes Berlin, Hissung der
                            sowjetischen Fahne auf dem Reichstag 1945

von Michael Palomino (1999 / 2007 / 2009)

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aus:
-- Fritz Federau;  Von Versailles bis Moskau. Politik und Wirtschaft in Deutschland 1919 bis 1970; Haude & Spenersche Verlagsbuchhandlung Berlin.
-- Webseiten (jeweils angegeben)

Bücher:
über die alliierte Fehleinschätzung des Bombenkriegs:
-- Anne Armstrong: "Unconditional Surrender" (S.83)
-- C.P. Snow: "Politik hinter verschlossenen Türen" (S.83)


Juden kommen in den Bombardements um, und ehemals jüdisches Hauseigentum und zivile Betriebe  werden mit zerstört. Die Bombenpolitik der West-Alliierten war ein totales Fiasko.

Chronologie

4.8.1914
Deutsche Kriegsfinanzierung: Die Golddeckung wird aufgehoben
->> hier liegt der Beginn der Inflation (S.86)
->> durch Anleihen für den Krieg wird aus der Bevölkerung Geld abgeschöpft und Inflation verhindert
->> die Finanzierung reicht aber nicht aus (S.87).

Werbung zur Zeichnung von Kriegsanleihen im Ersten Weltkrieg
Plakat "Zeichne!" 5.
                          Reichskriegsanleihe
vergrössernPlakat "Zeichne!" 5. Reichskriegsanleihe
Plakat "Helft uns siegen, zeichnet
                          Kriegsanleihe"
vergrössernPlakat "Helft uns siegen, zeichnet Kriegsanleihe" 1917

[Die Kriegsgegner Deutschlands und Österreich-Ungarns machen genau gleich Propaganda und geben Kriegsanleihen gegen die "Mittelmächte" heraus].

ab Ende 1917 ca.
Die Reichsbank bedient die Notenpresse
und nimmt die Inflation bewusst in Kauf (S.87)

[weil die deutsche "Politik" im Frühjahr 1918 einen Sieg erwartet, der dann durch einen kommunistischen Munitionsarbeiterstreik verhindert wird].

1919
Einführung des Reichssiedlungsgesetzes von Max Sering
(S.34)

Siedlungsverfahren werden steuerfrei.

(aus: http://www.hessenrecht.hessen.de/gesetze/362_Wohnungs_und_Siedlungswesen/ 362-14-ReichssiedlungsG/ReichssiedlungsG.htm)


ab 1919
Frankreich lässt seine Rüstung auf dem Stand und rüstet kaum nach
Frankreich  verlässt sich auf die "Maginot-Linie" (S.80).

1921-1923
Die Reparationszahlungen müssen in ausländischen Devisen erfolgen
Dies verursacht Inflation, wegen Überangebot in RM in Deutschland (S.18-19).

Banknote 1922 von 1000 Mark,
              überstempelt mit 1 Mio. Mark
Banknote 1922 von 1000 Mark, überstempelt mit 1 Mio. Mark


1922
D-SU: Rapallo-Vertrag
zwischen Rathenau und Tschitscherin (SU), am Rande der Weltwirtschaftskonferenz von Genua
-- gegenseitiger Verzicht auf Reparationen zwischen Deutschland und der SU
-- Aufnahme diplomatischer Beziehungen (S.23).

Rathenau und Tschitscherin

Rathenau, Portrait
Rathenau, Portrait
Tschitscherin Portrait
Tschitscherin Portrait

1923
Ruhrgebietsbesetzung - die Zustände in Deutschland während der Hyperinflation: Landwirtschaft bankrott


Reparationen: Zug mit Traktoren für
                      Frankreich 1923
Reparationen: Zug mit Traktoren für Frankreich 1923
Ruhrgebietsbesetzung,
                      französischer Einmarsch 1923
Ruhrgebietsbesetzung, französischer Einmarsch 1923
Ruhrgebietsbesetzung, französischer
                        Einmarsch Essen Hauptbahnhof 1923
vergrössernRuhrgebietsbesetzung, französischer Aufmarsch in Essen am Hauptbahnhof 1923

[Die französischen Truppen besetzen das Ruhrgebiet mit der Begründung, Deutschland würde zu wenig Reparationen bezahlen. Die ehrgeizigen französischen Generäle haben eigentlich die Besetzung Berlins im Sinn, können ihre Vorstellungen aber nicht verwirklichen, das Ruhrgebiet muss reichen. Die Ruhrgebietsbesetzung wird von England nicht unterstützt, und die Besetzung ist für Frankreich kein Erfolg, denn der Franc sinkt. Dafür haben rechtsnationale Parteien in Deutschland Zulauf, um gegen Frankreich zu hetzen].

Die Vorgänge während der Ruhrgebietsbesetzung entwickeln sich nun katastrophal [weil Bundeskanzler Kuno im Ruhrgebiet zum Generalstreik aufruft und gleichzeitig die Notenpresse läuft]:

-- viele Unternehmungen wickeln ihre Geschäfte in Dollar oder Goldmark ab, da in Mark keine Kalkulationen und Prognosen mehr möglich sind
-- die Landwirtschaft in Deutschland muss zu Goldmarkpreisen einkaufen
-- die Landwirtschaft bekommt für eigene Produkte aber nur deutsche Papiermark
->> Ende 1923 ist die deutsche Landwirtschaft fast Pleite (S.24).

Hyperinflation in Deutschland 1923
Pfandbrief auf Roggen 1923
vergrössernPfandbrief auf Roggen 1923
vergrössernHyperinflation 1923: Kinder bauen eine Geldpyramide

[Beispiel der Hyperinflation in Deutschland 1923: Kinder bauen Geldpyramiden mit wertlosen Geldbündeln. Die Wirtschaftsbonzen schürten die Inflation zusätzlich, um sich zu entschulden...]

23.12.1923
Hjalmar Schacht übernimmt die Reichsbank (S.25)
(S.24) [Einführung der "Rentenmark"].
-- Ziel: die Hyperinflation zum Stoppen bringen (S.24)
-- Schacht bleibt Reichsbankpräsident bis 31.3.1930 (S.25).

Hjalmar Schacht schreibend
Hjalmar Schacht schreibend

Hjalmar Schacht, Portrait mit Hut
Hjalmar Schacht, Portrait mit Hut

1924
Der Dawes-Plan - "Rentenmark"
Eine "Dawes-Kommission" legt einen Dawes-Plan vor: Hjalmar Schacht führt die Rentenmark ein (S.20), mit deflatorischen Massnahmen (S.27).



Charles Gates Dawes, Portrait
Charles Gates Dawes, Portrait
Banknote 2
                        Rentenmark 1923
Banknote 2 Rentenmark 1923
Das wertlose
                      Reichsmark-Papiergeld von vorher wird Ende 1923 /
                      Anfang 1924 verbrannt [Die deutsche Bevölkerung musste alle alten Markscheine in Rentenmark umtauschen, und der Kurs dieses Umtauschs war entsprechend miserabel, so dass mehr oder weniger der gesamte Mittelstand Pleite ging, v.a. aber die Bauern.

Das wertlose Reichsmark-Papiergeld von vorher wird verbrannt.

Damit wird nun im Winter 1923 / 1924 geheizt!].


1924-1928
Auslandskapital macht steigenden Export möglich
Nach der Stabilisierung der deutschen Währung [durch eine "Rentenmark"] fliessen wieder ausländische Investitionen nach Deutschland. Es kommt zu einer "erfreulichen" Entwicklung der Industriebetriebe (S.48).

[Dabei wird von der Regierung der "Weimarer Republik" bereits eine heimliche Aufrüstung realisiert mit Industriebetrieben, die ganz leicht auf Rüstung umgestellt werden können].

1924-1926 / nach der Währungsstabilisierung
Der Bankrott der deutschen Landwirtschaft

Die Landwirtschaft bekommt bei Einführung der Rentenmark aus den Währungskrediten der deutschen Rentenbank ein Betriebskapital von 870 Mio. Rentenmark zur Verfügung gestellt (S.24), das aber in drei Jahren wieder zurückbezahlt werden muss (S.25).

Die Landwirtschaft kommt aus ihren Schulden nicht heraus. Kurzfristige Kredite erhält sie nur zu hohem Zins.

Für langfristige Projekte werden die Zinsen nicht gesenkt:
-- die Kredite werden "eingefroren", bei gleichzeitig sinkenden Ldw.-Produktepreisen und bei gleichzeitiger rigoroser Steuerpolitik
-- die Ldw. nimmt z.T. Kredite nur dafür auf, um Steuern zu bezahlen
-- die Rückzahlungspflicht der "Rentenbankabwicklungskredite" läuft bis 30.11.1927
-- die Pfandbriefdarlehen sind für die Ldw. wegen der ausserordentlichen Verhältnisse auf dem Kapitalmarkt nicht zu erhalten (S.39).

Die Hypothekarkredite (S.39) und die mittelfristigen Gelder (S.40) der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt vermögen nur einen Teil der deutschen Ldw. die gewünschte Erleichterung zu verschaffen (S.40).

[Dabei ist vor allem die Landwirtschaft in Ostdeutschland hart betroffen].

Sommer 1924
Die deflatorischen Massnahmen sind zu stark - man sieht die Drosselung der Wirtschaft voraus
(S.27)

Die Verantwortlichen sind sich nicht bewusst, dass eine Deflation in ihren wirtschaftlichen Auswirkungen ebenso verhängnisvoll sein kann wie eine Inflation (S.27).

30.8.1924
Dawes-Anleihe: 800 Mio. Goldmark und neues Bankengesetz
Deutschland erhält eine Dawes-Anleihe über 800 Mio. Goldmark und ein neues Bankengesetz. Die vorhandenen Werte der Reichsbank belaufen sich zusätzlich auf 500 Mio. Goldmark. Damit wird eine neue Reichsmark-Währung garantiert. Pro Jahr soll Deutschland 1-1,75 Mrd. RM Reparationen zahlen (S.21).

Banknote 10 Reichsmark 1924
vergrössernBanknote 10 Reichsmark 1924


Der Dawes-Plan hebt aber die deflatorischen Massnahmen auf (S.27).
Das neue Bankengesetz schafft eine vom Reich völlig unabhängige, unter internationaler Kontrolle stehende Reichsbank (S.27):
-- mindestens 40 % Golddeckung
-- Höchstgrenze für Kreditgewährungen an das Reich: 100 Mio. RM
-- der Rest muss mit erstklassigem Warenwechsel gedeckt sein, sonst wird eine progressive Notensteuer eingeführt (S.28).

Die Dawes-Anleihe wird zur Auffüllung des Notendeckungsfonds verwendet (S.28)

Weitere Massnahmen sind:
-- Einziehen der Rentenmarkscheine
-- die Landwirtschaft muss bis 30. November 870 Mio. Rentenmark an die Rentenbank Kredit zurückbezahlen
-- das Deutsche Reich muss 1200 Mio. Rentenmark der Rentenbank mit besonderem "Tilgungskonto" zurückbezahlen (S.29)
-- das Eigenkapital der Rentenbank wird von 3,2 auf 2 Mrd. RM herabgesetzt
-- weitere Operationen (S.29).

Die Reparationen im Dawes-Gesetz
-- die gewerbliche Wirtschaft soll einen Anteil von 300 Mio. jährlich übernehmen (S.29)
-- alle diesbezüglichen Unternehmen werden mit einer Gesamtschuld von 5 Mrd. RM belastet, die pro Jahr
oo  um 1 % zu tilgen ist
oo  zu 5 % verzinst ist
->> 6 % von 5 Mrd. sind 300 Mio. jährlich (S.30).

Für diesen Vorgang wird extra eine neue Bank für deutsche Industrie-Obligationen gegründet (S.30).

1925-1937
Insgesamt werden der deutschen Ldw. 1274 Mio. RM zur Verfügung gestellt
davon der Hauptteil aber erst ab Herbst 1931:
-- von der Deutschen Rentenbank-Kreditanstalt: 577 Mio. RM
-- von der Bank für deutsche Industrie-Obligationen: 562 Mio. RM
-- aus anderen Quellen: 135 Mio. RM (S.40).

Sommer 1925
Die Rentenbank erhält das Recht, sich an der Gründung einer landwirtschaftlichen Kreditanstalt zu beteiligen
Die Rentenbank ruft die Deutsche Rentenbank-Kreditanstalt ins Leben (S.30).

Sommer 1927
Weiterbildung: Fritz Federau besteht das volkswirtschaftliche Examen
an der Universität Berlin mit Doktordissertation "Kreditproblem der deutschen Landwirtschaft", mit Doktorvater Prof. Dr. Constantin in Jena, ehemaliger engster Mitarbeiter von Geheimrat Prof. Max Sering, Schöpfer des Reichssiedlungsgesetzes von 1919. Federau behandelt u.a. das aktuelle Problem der wirtschaftlichen Umschuldung und die Konsequenzen (S.34).

Projektiert ist schon die Kontaktaufnahme mit Dr.W.M.Frhr. von Bissing, Sekretär des Enqeteausschusses für Agrarfragen, ein Ausschuss zur Untersuchung der Produktions- und Absatzmögilchkeiten der deutschen Wirtschaft, ein Unterausschuss für die Landwirtschaft (S.34).

Ab sofort empfindet Bissing den neu promovierten Federau als Konkurrenz (S.34).
Federau entschliesst sich für seine Arbeit und ist schneller fertig als der Ausschuss selbst (S.35).

Bissing,
              Portrait
Bissing, Portrait

1928
Ldw.-Notprogramm "Reichsgenossenschaftshilfe" (RGH)
um betrieblich-organisatorische Mängel zu beseitigen. Massnahmen sind
-- die "Zweite Entschudlungsverordnung" (2.EVO), um die Liquidität der Genossenschaft zu verbessern
-- die Vereinheitlichung des genossenschaftlichen Mittel- und Unterbaus, Rationalisierungsprozesse (S.41).

Keine weiteren Hilfsmassnahmen:
Es werden Einfuhrkontingente für landwirtschaftliche Erzeugnisse geplant, wobei die Regierung Vergeltungsmassnahmen befürchtet. Federau macht Berechnungen, (S.43) legt diese Reichsernährungsminister Frhr. v. Braun vor
In der Folge werden keine Kontingente verhängt und ein Handelskrieg wird so vermieden (S.44).

1928
Landwirtschafts-Notprogramm
-- Schaffung besserer Markt- und Absatzverhältnisse für die landwirtschaftliche Produktion
-- beschleunigte Konsolidierung (S.35).

Federau leistet einen Beitrag für die Verbesserung der Landwirtschaft mit der Arbeit: "Gegenwartsfragen im deutschen landwirtschaftlichen Kreditwesen" mit Vorschlägen zur Umschuldung, Kreditkontrolle und bäuerlicher Wirtschaftsberatung. Zu dieser Zeit sind dies bahnbrechende Gedanken, die Aufsehen erregen (S.35).

Ende 1920-er Jahre / 1929 ca.
Thema: Die Versorgungslücke in der deutschen Ernährungswirtschaft
Federau erstellt einen Bericht (S.44) mit den durchschnittlichen Zahlen eines guten und eines schlechten Erntejahres als Basis, z.B. 1927 und 1928. Dies sei die Basis für eine "gute" Ernährungsbilanz. Somit würden sich die Eigendeckungsgrade belaufen:

Eigendeckungsgrad der deutschen Landwirtschaft 1927 und 1928

Roggen

96,0 %

Weizen

60,1 %

Gerste

60,7 %

Hafer

99,8 %

Getreide insgesamt:

81,9 %

--

--

Kartoffeln

98,9 %

Zucker

100,0 %

Fleisch

94,6 %

Milch

99,5 %

Butter

75,1 %

Käse

52,8 %

Eier

63,4 %

 

(S.44-45)

 

1929
Young-Plan: Festsetzen der Reparationsschuld auf 34,5 Mrd. RM, bis 1988 zu zahlen
Deutschland soll in 59 Jahren 34,5 Mrd. RM an Frankreich überweisen, über die neu gegründete Bank für internationalen Zahlungsausgleich BIZ in Basel abzuwickeln (S.22).

Young (links) und Dawes (rechts) 1929 vergrössernYoung (links) und Dawes (rechts) 1929 im Januar 1929 auf der Tagung des Völkerbundes in Genf, auf der der Young-Plan zur Regelung der restlichen deutschen Reparationen vereinbart wurde.
(aus: http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100083/01.html)

[Die BIZ wird 1930 in Basel gegründet und ist mit einer grossen deutschen Gruppe ab 1933 fest in Nazihand. Die rechtsnationalen Parteien in Deutschland machen fortan Propaganda gegen den Young-Plan].

Plakat gegen den
                      Young-Plan mit Aufruf, beim Volksbegehren im
                      Oktober abzustimmen Plakat gegen den Young-Plan mit Aufruf, beim Volksbegehren im Oktober abzustimmen

19.7.1929
Bissing gratuliert Federau zu seinem innovativen Landwirtschaftsprogramm
und bescheinigt ihm "wertvolle Dienste" (S.35).

September 1929 / zwei Monate nach 19.7.1929
Federau wird engster Mitarbeiter von Magnus Frhr. von Braun
Braun ist Generaldirektor der Raiffeisen-Organisation, dann unter Papen und Schleicher Reichsminister für Ernährung und Ldw. (S.35).

28.10.1929
Der Börsencrash zerstört den Young-Plan - der Young-Plan wird unerfüllbar
(S.22).

Wallstreet,
              Strassenschild 1929
Wallstreet, Strassenschild 1929

Die Ereignisse in New York werden tumultartig und die Händler werden z.T. handgreiflich, weil die Tickeranzeige den realen Kursen nicht mehr nachkommt.

"10:00: Der Eröffnungsgong dröhnt. Gleich zu Handelsbeginn überschwemmt eine Flut von Verkaufsaufträgen die Börse.
10:30: Ungewöhnlich grosse Pakete werden abgestossen. Die Daten auf dem Ticker stimmen schon jetzt nicht mehr mit denen am Big Board überein. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich unter den Marktteilnehmern wieder Panik breitmacht.
11:30: Hoffnungslos: Der Ticker hat mittlerweile mehr als eine Stunde Verspätung. Auf dem Parkett herrscht mittlerweile der blanke Krieg zwischen den Händlern. Jeder versucht seine Orders loszuwerden - wenn nötig mit Gewalt. Die Besuchergalerie wurde bereits geräumt.
12.15: Noch nie wurden in diesem Zeitraum so viele Aktien umgesetzt wie an diesem Tag. Die Kurse rasen mit Vollgas in den Keller. In nur wenigen Minuten werden horrende Summen an Börsenkapitalisierung und Anlegervermögen vernichtet. Alle folgen nur noch einem Schlachtruf: Verkaufen zu jedem Preis, um zu retten was zu retten ist.
13:50: Einige führende Banker haben sich zu Wort gemeldet. Sie kündigten Stützungskäufe an. Ein paar Werte können einen Teil ihrer früheren Verluste wieder wettmachen.
15:00: Die Schlussglocke ertönt - endlich. Der Ticker hinkt mittlerweile knapp zwei Stunden hinter den tatsächlichen Kursen hinterher. Die Maklerbüros werden also erst am frühen Abend die tatsächlichen Schlusskurse erhalten."

(aus: http://boerse.ard.de/specials/boersencrash/idx_cr.jsp?key=dokument_68766&t=24&a=30)

Deutschland kommt wieder ins Taumeln:

->> Forderung der Kunden nach wertbeständigen Konten
->> Fritz Federau muss für Deutschland untersuchen, ob Inflationsgefahr für die RM besteht
->> Gutachten: "Droht uns eine neue Inflation?" (S.32)

-- Federau meint, die Unabhängigkeit der Bank sei gewährleistet
-- Federau meint, auch von der Notenpresse her bestehe keine Gefahr (S.32).

-- Federau meint, die Furcht vor Inflation entbehre jeder Grundlage
-- Federau meint, die Einrichtung wertbeständiger Konten würde nur Panik produzieren
->> und somit werden keine wertbeständigen Konten eingerichtet (S.32).

Die Einschätzung von Federau ist aber falsch. Der Crash zieht einen weltweiten Wertverfall der Börsenpapiere nach sich, und:
-- Unternehmen machen Pleite
-- Entstehen riesiger Arbeitslosigkeit (S.48).

10.12.1929
Paul Silverberg erklärt die Bereitschaft der Industrie zur Tilgung der Young-Schulden
-- Dr. Paul Silverberg, rheinischer Industrieller (S.36)
-- eine jüdische Familie aus Bedburg (http://www.geschichtsverein-bedburg.de/schulwesen.htm)
-- Silverberg erklärt, dass die Industrie grundsätzlich bereit wäre, einen Teil der nach dem Young-Plan fortgefallenen Industriebelastungen für die Dauer von mehreren Jahren freiwillig weiter aufzubringen, wenn die Gelder für die Entschuldung der Ldw. verwendet würden (S.36).

Paul
              Silverberg, Portrait
Paul Silverberg, Portrait

Hintergedanke:
Die Ldw. soll mit dem Geld investieren, so soll der Binnenabsatz steigen wegen der Exportkrise, die Investition sei ein "Zweckvermögen".

Denkschrift von Frhr. von Braun  und Ostbotschaft von von Hindenburg für überwachte Kredithilfe
Die Denkschrift von Freiherr von Braun schlägt ein "Gesetz über Hilfsmassnahmen für die Not leidenden Gebiete des Ostens" vor. Hindenburgs "Ostbotschaft" schlägt vor, dass Reichsminister Treviranus für "Kredithilfe" für die Landwirtschaft bürgen soll. Insgesamt umfassen die Vorschläge:
-- eine Umschuldung bei Sanierungsbedürftigkeit
-- dabei muss aber die Sanierungsfähigkeit des Landwirtschaftsbetriebs gegeben sein
-- eventuell Betriebsüberwachung einführen (S.37).

13.2.1930
Fusion der beiden grossen Landwirtschaftsverbände "Generalverband" und "Reichsverband"
zusammen mit den landwirtschaftlichen Genossenschaften (S.35). Federau erhält gleichzeitig das Referat "Geld- und Kreditwesen" (S.36).

31.3.1930
Rücktritt von Hjalmar Schacht als Reichsbankpräsident
(S.25)

1.4.1930
Dr. Hans Luther wird Reichstagspräsident
(S.25)
Hans Luther,
              Portrait
Hans Luther, Portrait

Juni-Juli 1930
Ein Gesetz zur Hilfe für die Landwirtschaft wird von Hugenberg abgeblockt
Hugenberg
bringt ein Koppelungsmanöver der DNVP zustande, so dass das Gesetz zur Hilfe für die Landwirtschaft nicht durchkommt (S.37). Nach stürmischer Sitzung wird das Parlament aufgelöst, mitten in der Wirtschaftskrise. In der DNVP herrschen gewaltige innere Spannungen. Aus Protest gegen den Blockierer Hugenberg kommt es zu Austritten aus der DNVP von z.T. fähigen Leuten: Graf Westarr, Treviranus, Lejeune-Jung u.a. (S.38).

Alfred
              Hugenberg, Portrait
Alfred Hugenberg, Portrait

1931
Hoover-Moratorium: Zahlungsaufschub für Deutschland beschlossen
(S.22)

Annahme des "Osthilfegesetz" für die Landwirtschaft mit Betriebsüberwachung
(S.38)
Viele Landwirtschaftsbetriebe erleiden durch die Verzögerung zwischen 1930 und 1931 schwere und schwerste Schäden, v.a. durch Zwangsmassnahmen rigoros vorgehender Gläubiger. Viele sanierungsfähige Landwirtschaftsbetriebe erleben so ihre Auflösung und den Untergang (S.38).

ab Juli 1931/ab 2. Hälfte 1931
Osthilfeumschuldung für die deutsche Landwirtschaft
durch die "Bank für deutsche Industrie-Obligationen", leitender Direktor ist Dr. Wilhelm Bötzkes. Federau wird dessen Mitarbeiter (S.38).

ab Herbst 1931
Erst jetzt findet die breite Umschuldung in der Landwirtschaft statt
(S.40)

1932
[Knapp] 6 Millionen Arbeitslose in Deutschland
(S.48)

Arbeitslosigkeit in Deutschland 1932
Sekretärin auf Arbeitssuche mit
                          Umhängeschild 1932 ca.
vergrössernSekretärin auf Arbeitssuche mit Umhängeschild 1932 ca.
Arbeitslose in Hannover stehen Schlange für
                        das Stempelgeld vom Arbeitsamt Ende 1932
Arbeitslose in Hannover stehen Schlange für das Stempelgeld vom Arbeitsamt Ende 1932


Grafik Arbeitslosigkeit in Deutschland
                        1921-1939
vergrössernGrafik Arbeitslosigkeit in Deutschland 1921-1939

Abrüstung: Deutschland hat als einziges Land die Bedingungen des Vertrages von Versailles erfüllt
->> Deutschlands Propagandisten erheben die Forderung nach Gleichberechtigung in der Rüstung (S.64).

Februar 1932
Magnus Frhr. von Braun wird Reichsminister für Ernährung und Landwirtschaft der Papen- und Schleicher-Regierung
(S.35)

[Die Regierung muss sich mit Notstandsgesetzen gegen immer stärker werdende rechts-nationale und links-kommunistische Parteien durchsetzen. Die Industriellen tun nichts, um eine Wahl von Hitler zu provozieren. Die Industriellen wollen einen Diktator, so dass das Wirtschaften einfacher wird. Die 1919 eingeführte Demokratie ist auch bei den Industriellen mehrheitlich unbeliebt].

Regierung Papen-Schleicher
Franz
                        von Papen, Portrait
Franz von Papen, Portrait
Schleicher, Portrait
Schleicher, Portrait

ab Mitte 1932
Es geht wieder langsam aufwärts mit der Konjunktur
(S.48) [was sich aber noch nicht auf die Arbeitslosigkeit auswirkt].

9.7.1932
Abkommen von Lausanne: Aufheben sämtlicher Abmachungen des Young-Plan
(S.22)

ab 1932
Das Ausland verlangt von Deutschland keine Reparationen mehr
(S.64)

Es verbleiben Deutschland die Auslandsanleihen, die 1953 abgewickelt werden (S.23).

11.12.1932
Anerkennung Deutschlands von den Kolonialmächten
Frankreich, England und Italien anerkennen die deutsche Gleichberechtigung. Von den europäischen Mächten behält nur Polen die feindselige Haltung bei, was bei der deutschen Regierung Besorgnis hervorruft (S.64).

ab 30.1.1933
Hitler fordert nicht nur die juristische, sondern auch die faktische Gleichberechtigung
Die Hitler-Regierung kann von der Arbeit der Vorgänger Nutzen ziehen. Vorgänge:
-- die deutsche Öffentlichkeit lässt sich blenden und merkt nicht, dass Hitler von den Leistungen seiner Vorgänger erbt
-- es sind nicht Hitlers Leistungen, sondern die Massnahmen der vorherigen Regierungen, die zu greifen anfangen (S.65).

Hindenburg
              überträgt Hitler die Macht an der Garnisonskirche 1933
Hindenburg überträgt Hitler die Macht an der Garnisonskirche 1933

ab 1.2. 1933
[Offizielle] Aufrüstung ab der "Gleichberechtigung" und dem Austritt aus dem Völkerbund

Die NS-Regierung verfügt sofort Massnahmen zur Militarisierung Deutschlands und gegen Inflation:

-- Vorbereitung auf allgemeine Wehrpflicht: Kleidung und Waffen
-- Finanzierung mit Öfa-Wechsel (Arbeitsbeschaffungswechsel)
-- Finanzierung mit Mefo-Wechsel (Metallurgische Forschungsgesellschaft GmbH, Sitz der wichtigsten Rüstungsfirmen Krupp, Siemens, Rheinmetall etc.) (S.88)
-- mit Mefo-Wechsel werden bis 31.3.1938 insgesamt 12 Mrd. RM private Vermögen abgeschöpft (S.89).

ab 1.2. 1933
Finanzen: Reichsanleihen und Reichsschatzanweisungen zur Finanzierung der Rüstung
Insgesamt werden vom 31.3.1933-31.3.1939 15 Mrd. RM durch die Anleihen für die Rüstung abgeschöpft (S.89). Die Rüstung kostet bis 1939 6 Mrd. RM (S.90).

1.2.1933-1938
Gefälschte Bilanzen
(S.93-94) bei Vollbeschäftigung: jeder hat Lohn (S.95), [und so sind alle "zufrieden" gestellt].

2.2.-14.10.1933
Zweite Genfer Abrüstungskonferenz: Verwirklichung der Gleichberechtigung für Deutschland
Die Verwirklichung der "Gleichberechtigung" ist "schwierig" und die Verhandlungen kommen nicht voran (S.65).

17.3.1933
Hjalmar Schacht wird wieder Reichsbankpräsident
(S.25)

Sommer 1933
Genfer Abrüstungskonferenz: Englisch-französische Zwischenverhadlungen
(S.65)

9.10.1933
Genfer Abrüstungskonferenz: Neuer Vorschlag: Beginn des Prozesse für die Gleichberechtigung Deutschlands soll erst in 4 Jahren sein
Hitler ist absolut nicht befriedigt von diesem Vorschlag (S.65).

14.10.1933
Hitler lässt Deutschland aus dem Völkerbund und aus der Abrüstungskonferenz in Genf austreten
-- denn Deutschland wird weiter die Gleichberechtigung verweigert [v.a. in Sachen Kolonien] (S.65)
-- Hitler befürwortet vielgliedrige Paktsysteme mehr als zweiseitige Abkommen
-- Hitler schliesst aber reihenweise zweiseitige Verträge ab und führt Deutschland in eine [offizielle] Aufrüstung und in die Wehrpflicht (S.66-68).

Ende 1933
Bilanz für D: Wirtschaftswachstum - die Arbeitslosigkeit bleibt vorerst gleich
-- Wachstum der Industrieproduktion von über 12 % gegenüber 1932
-- Steigerung der Umsätze von 38 auf 41 Mrd. RM
-- aber die Arbeitslosen bleiben auf 6 Mio. wie 1932 (S.48).

[Hier liegt ein Widerspruch zur Grafik über die Arbeitslosigkeit vor].

1934
Neue Berechnung der Versorgungslücke: Die Lücke wird kleiner
Es ergeben sich günstigere Zahlen bei Weizen, Gerste, Käse, Eier. Aber bei den Futtermitteln für die Tierzucht ist z.T. alles Import.
->> Deutschland  ist vom "Idealzustand" der Ernährung aus eigener Scholle noch weit entfernt (S.46).

Untersuchung von Federau über die Futtermittel
Es wurden Futtermittel mit 550.000 Tonnen Futtereiweissgehalt eingeführt. Dies entspricht 11 Mrd. Litern Milch oder 44 % der deutschen Milcherzeugung (S.46).

17.2.1934
Österreich: F, GB und Italien geben Willenserklärung ab zur Erhaltung der Unabhängigkeit Österreichs
(S.70)

17.3.1934
Römische Protokolle für Österreich
-- Italien, Österreich und Ungarn verpflichten sich zur gemeinsamen Politik im Donauraum
-- Hitler garantiert Österreichs Existenz gegenüber Deutschland (S.69).

25.7.1934
Österreich: Nazi-Putschversuch mit Ermordung von Bundeskanzler Dr. Dollfuss
->> Mussolini lässt an der deutsch-italienischen Grenze Truppen aufmarschieren (S.70).

ab Oktober 1935 / ab Abessinien
Österreich sieht sich zwischen Fascho-Italien und Nazi-Deutschland gefangen
->> Frankreich, Italien und GB engagieren sich nicht mehr so stark für Österreich wie früher (S.70).

1936
Bestätigung des Hitler-Regimes durch aussenpolitische Anerkennung
z.B. durch Olympische Spiele in Berlin (S.69).

ab 1936
Vollbeschäftigung mit inflationistischer Kreditschöpfung
(S.90)

[Ausserdem: Mit der Vollbeschäftigung kann Hitler immer gegen die Demokratien hetzen, die keine solchen Massnahmen gegen die Arbeitslosigkeit wie Hitler einsetzen. 1936 hat Hitler einen aussenpolitischen Triumph mit den Olympischen Spielen, die vom Olympischen Komitee für 1940 nochmals für Berlin angesetzt werden. Die Industriellen haben volle Taschen, und diejenigen, die gemeint haben, Hitler sei nur eine Übergangsregierung, sehen sich getäuscht].

[2.12.1936
Antikomintern-Pakt D-Italien-Japan]

Das Kalkül Stalins: Ein Pakt mit Deutschland würde die Kapitalismusstaaten untereinander aufreiben
So würden sich GB und Deutschland gegenseitig schwächen und so der Ausbreitung des Kommunismus Vorschub leisten (S.76).

Das Kalkül Hitlers: Hitler meint, GB werde bei einem deutschen Angriff auf Polen neutral bleiben
(S.76) [da es das allgemeine europäische Ziel sei, den "Germanenzug" gegen Russland zur Vernichtung des Kommunismus zu verwirklichen, der schon in "Mein Kampf" Teil 2 von 1927 angekündigt ist, und von dem jeder höhere Politiker weiss].


Portraits zweier Diktatoren

Hitler, Portrait
Diktator Hitler, Portrait
Stalin, Portrait
Diktator , Stalin, Portrait

1937
Abschluss der Umschuldungsaktion für die Landwirtschaft
Auch die ländlichen Kreditgenossenschaften stehen nun auf eigener Basis (S.40).

Weitere Bestätigung des Hitler-Regimes durch die Tagung der internationalen Handelskammer in Berlin
(S.69).

9.3.1938
Schuschnigg in Berchtesgaden bei Hitler
(S.70)

11.3.1938
Mussolini gibt die Zustimmung zum Österreich-Anschluss
(S.71)

12.3.1938
Österreich-Anschluss unter Jubel
Die beteiligten Bevölkerungen begrüssen beide den Schritt (S.71).

13.3.1938
Eingliederung Österreichs ins Deutsche Reich
Protest von F und GB, Polen hat Nichtangriffspakt mit Deutschland (S.71).

[Hitler lässt Österreich neu einteilen und erklärt alle Österreicher zu Deutschen, was der Mehrheit der Österreicher nicht gefällt. Drei Monate nach dem "Anschluss" ist eine Mehrheit gegen das NS-Regime].

Der Österreich-Anschluss gibt den Sudetendeutschen in der CSSR Auftrieb
Versuche des britischen Beauftragten, Lord Runciman, zwischen Tschechen und Sudetendeutschen zu vermitteln, scheitern (S.72).

Lord Runciman
              und der tschechische Regierungschef Hodza 1938
Lord Runciman und der tschechische Regierungschef Hodza 1938

1.4.1938-30.4.1939
Finanzen: Reichsschatzanweisung zur Finanzierung der weiteren Rüstung
(S.89)

15.9.1938
Neville Chamberlain auf dem Obersalzberg bei Berchtesgaden
Vermittlungsversuch für die Sudetendeutschen und Tschechen (S.72).

Neville
              Chamberlain, Portrait
Neville Chamberlain, Portrait

22.-23.9.1938
Neville Chamberlain bei Hitler in Bad Godesberg am Rhein
(S.72). Hitler verlangt die Sudetengebiete sofort (S.73).

28.9.1938
Chamberlain wendet sich an Mussolini - Vorbereitung der Konferenz von München
(S.73)

30.9.1938
Konferenz von München: Beschluss der CSSR-Auflösung und schrittweise deutsche Besetzung der Sudetengebiete ab Anfang Oktober 1938

plus:
Deutsch-britische Friedenserklärung
mit der Erklärung, alle die beiden Länder berührenden Fragen "nach der Methode der Konsultation" zu behandeln

Konferenz von
              München, Verhandlung
Konferenz von München, Verhandlung

plus:
Das deutsche Offizierskorps plant den Staatsstreich, falls ein militärischer Angriff auf Tschechien erfolgten würde
(S.73)

Sudetendeutsche feiern die NS-Besatzung 1938
vergrössernSudetendeutsche feiern die NS-Besatzung 1938

20.1.1939
Hjalmar Schacht wird als Reichsbankpräsident entlassen
(S.91), [weil er Hitler klar bilanziert, dass das 3.Reich bankrott ist].
(aus: J.Ziegler: Die Schweiz, das Gold und die Toten, S.47-51).

Karl Blessing, Freund von Schacht, den Hitler halten will, geht mit Schacht (S.91).

[ab Februar 1939
Schweizer Banken helfen dem 3. Reich, den Bankrott zu verhindern
indem sie grosszügig das Gold der tschechischen Nationalbank schon vor der Besetzung von Prag in deutschen Kellern unterbringen
(in: J.Ziegler: Die Schweiz, das Gold und die Toten, S.88)].

März 1939
Deutsche Besetzung der Rest-Tschechei
(S.74) [und die Überführung des tschechischen Goldbestandes in deutsche Hände wird weder von der Schweiz noch von der englischen Seite verhindert].

1.5.1939-31.10.1939
Finanzen: NF-Steuergutscheine zur Finanzierung der weiteren Rüstung
89)

15.6.1939
Finanzen: Neues Bankengesetz: "Gesetz über die deutsche Reichsbank"
-- auch Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen gelten zur Notendeckungsmassnahme
-- Inflation ist möglich (S.90).

1.9.1939
Kriegsausbruch: Finanzen: Hitlers Clique will alles "besser machen" als das Wilhelminische Reich von 1914
-- kurzfristige Vorgriffsfinanzierung wird weiter angewandt
-- Abgabeneinnahmen
-- Kreditweg, Schatzwechsel, Reichsschatzanweisungen
-- bevorzugte Lombardzusagen: "Li-Anleihen" (S.91)

[Das Dritte Reich erhält von seinen Verbündeten Kredite, v.a. ab der Frankreichbesetzung von der schweizer Regierung über die Bank für internationalen Zahlungsausgleich BIZ, die bis März 1945 der NS-Clique dient. Das schweizerische Bankensystem dient der NS-Clique samt Rückzug von NS-Geldern nach Argentinien; siehe Schweiz].

4.9.1939
Kriegswirtschaftverordung
->> Einführung eines besonderen "Kriegszuschlags" zur Lohn- und Einkommenssteuer mit 50 % zur Lohn- und Einkommenssteuer
->> Sondersteuer für Bier, Tabak, Branntwein, Schaumwein
->> Bindung von Kaufkraft und Kriegsbeitrag der Länder und Gemeinden

plus: Matrikularbeitrag des Protektorats Böhmen und Mähren
plus ab 1.10.1939: Wehrbetrag des Generalgouvernements Polen (S.92).

1939-1945
Finanzen: Einführung von Unterhaltsgeldern an Familien von Wehrmachtsangehörigen, plus Rationierungen
Damit entsteht wieder überhängende Kaufkraft. Das Geld vagabundiert in den Sparstrumpf oder in den Schwarzmarkt (S.95).  Die Abschöpfung der vagabundierenden Kaufkraft scheitert immer am Propagandaministerium, das bei steigenden Steuern ein Abflauen der Stimmung im Land befürchtet (S.96).

1940
Frankreich verlässt sich immer noch auf die "Maginot-Linie"
-- Frankreich rechnet nicht mit der Umgehung durch Belgien und NL, [weil dies ja schon einmal gescheitert ist]
-- Frankreich rechnet nicht mit dem Durchbruch der Maginot-Linien im Elsass (S.80).

1940-1945
Bombenkrieg als Fehlkalkulation
-- die Alliierten wollen so viel Wohnraum wie möglich zerstören und dabei eine moralische Zermürbung der Bevölkerung erwartet

-- es werden immer Arbeiterviertel bombardiert, die Villenviertel bleiben stehen

-- die Entscheidung / Abkürzung des Krieges wird durch die Städtebombardements nicht erreicht (S.82).

Mai 1940
Frankreichfeldzug: Die deutsche Wehrmachtsführung hat 6 Monate Krieg gegen Frankreich eingeplant
(S.80).

[27.9.1940
"Stahlpakt" D-Italien-Japan]

ab Juni 1941
"Barbarossa": Deutschland ist im Zweifrontenkrieg
(S.80)

Der beste ausländische Informant in Militärfragen ist gemäss Federau Liddell Hart, der ständige militärische Korrespondent von Daily Express und der Times (S.81).

Liddel Hart,
              Portrait
Liddel Hart, Portrait

30.10.1941
Finanzen: Kaufkraftlenkungsverordnung: Erhöhung der Sondersteuern
um noch mehr Kaufkraft zu binden (S.92).

Ende 1942 ca. / vor Casablanca
England: Henry Tizard und F.A. Lindemann raten zur Intensivierung des Bombenkriegs
Beide sind "Berater" der britischen Regierung. Idee Lindemanns: den Gegner durch Intensivierung des Bombenkriegs in die Knie zwingen (S.82).

Entscheidungen zum Bombenkrieg gegen die städtische Zivilbevölkerung Deutschlands
Henry Tizard,
                        Portrait
Henry Tizard, Portrait
F.A. Lindemann und
                        Churchill
F.A. Lindemann und Churchill

Die Leute, die für die Bombardierung der deutschen Stadtbevölkerung verantwortlich waren: F.A. Lindemann (links) und Winston Churchill (rechts). Dazwischen sind Oberluftmarschall Sir Charles Portal und der erste Marinelord Sir Dudley Pound.
(http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/ english/archives/articles/dresden-e.html)



[Die deutsche Luftwaffe kann ihren Luftraum schon seit 1942 nicht mehr verteidigen. Die "neutrale" Schweiz lässt verdunkeln, um den alliierten Flugzeugen die Orientierung im verdunkelten Europa zu erschweren].

Januar 1943
GB-"USA": Beschluss der "Bedingungslosen Kapitulation" für D, Japan und It.

  
Roosevelt und Churchill in Casablanca,
                        Januar 1943
vergrössernRoosevelt und Churchill in Casablanca, Januar 1943

-- Roosevelt und Churchill schliessen gegenüber Deutschland jegliche politische Lösung aus

-- der Beschluss der "bedingungslosen Kapitulation" verlängert den Krieg

-- der Beschluss zwingt die deutsche Bevölkerung zu einer verzweifelten Solidarität mit dem Regime

-- es zeigt sich: Die Taktik Englands und der "USA" ist die Vernichtung Deutschlands und nicht die Beseitigung des Regimes [und schon gar nicht die Beseitigung des Kommunismus] (S.77)

-- der Beschluss macht es dem deutschen Widerstand sehr schwer, denn Hitler gewinnt gegen eine "bedingungslose Kapitulation" von der Bevölkerung an Unterstützung

-- alle Bemühungen des deutschen Widerstands scheitern an der unnachgiebigen Haltung Englands und den "USA"

-- dem deutschen Widerstand gehören an: Der ehemalige Botschafter von Hassell, und Legationsrat von Trott zu Solz, Dietrich Bonhoefer etc. (S.78).

Mitglieder im deutschen Widerstand, Beispiele

Ulrich von Hassell, Portrait
Ulrich von Hassell, Portrait

Trott zu Solz, Portrait
Trott zu Solz, Portrait

Bonhoefer, Portrait
Bonhoefer, Portrait

Die "USA" will den Kompromiss mit der Sowjetunion (SU)
Roosevelt
und General Eisenhower haben die Vorstellung, dass ein Kompromiss mit der SU möglich sein wird. Dies ist gemäss Federau eine gründliche Fehleinschätzung (S.78).

ab Januar 1943
Deutsche Propaganda nach Casablanca: Ziel der Alliierten sei die Vernichtung Deutschlands
-- die Bevölkerung verharrt verzweifelt hinter dem NS-Regime (S.83)
[-- die Alliierten wollen ihre Fehlkalkulation nicht zur Kenntnis nehmen].

[Gleichzeitig hetzen auch Plakate bei den Alliierten pauschal gegen Deutschland].
Kriegsplakat der "USA" 1943 "Were
                fighting to prevent this"
vergrössernKriegsplakat der "USA" 1943 "Were fighting to prevent this"

Das Plakat spiegelt vor, dass die "USA" eine Demokratie seien. Dies gilt aber für diesen Zeitpunkt nur für die weisse Rasse in den "USA"...

ab 1943
Finanzen: Inflation durch den Rückzug der Front - eine Verordnung wird von Goebbels verhindert
Das Gebiet des Reichs wird kleiner bei gleicher Geldmenge (S.96). Erst jetzt befürwortet nun auch Goebbels Massnahmen zur Inflationsbekämpfung. Eine Verordnung soll nach militärischen Erfolgen in Kraft gesetzt werden. Die Erfolge treten aber nie ein, und so tritt die Verordnung nie in Kraft (S.97).

1944
"USA": Morgenthau-Plan zur Agrarisierung Deutschlands
->> nun stehen auch Hitler-Gegner plötzlich hinter dem NS-Regime (S.83).

Morgenthau-Plan 1944

Morgenthau, Portrait
Morgenthau, Portrait
Karte: Morgenthau-Plan zur Aufteilung
                          Deutschlands 1944
vergrössernKarte: Morgenthau-Plan zur Aufteilung Deutschlands 1944

[Der Morgenthau-Plan ist v.a. deswegen unmöglich, weil die Rote Armee der Sowjetunion die Landesgrenzen nicht beachtet, England will ein starkes Deutschland gegen die Ausbreitung der Sowjetunion, deren Strategen den Vorstoss bis an den Atlantik planen].

9.5.1945
Bilanz: Die Niederlage der GB- und "US"-Politik durch den Bombenkrieg
-- der Bombenkrieg war eine grosse militärische Fehlinvestition (S.83)
-- hätte man sich beim Bombenkrieg auf militärische Ziele konzentriert, so wäre wohl das ganze Reichsgebiet mit Berlin, Österreich und Ungarn und die Tschechei  westlich besetztes Gebiet geworden
-- die Konferenz von Jalta hätte es nicht gegeben  etc. (S.84).

[Bei diesen Städtebombardement werden auch Milliardenwerte der jüdischen Bevölkerung und auch Juden selbst vernichtet, sich versteckt halten].

Zerbombte Städte in Deutschland 1945, Beispiele
Zerbombtes Freiburg i.Br. 1945
vergrössernZerbombtes Freiburg i.Br. 1945

Zerbombtes Köln 1945

vergrössernZerbombtes Köln 1945

Zerbombtes Hamburg 1945

vergrössernZerbombtes Hamburg 1945
Zerbombtes Dresden 1945
vergrössernZerbombtes Dresden 1945
Zerbombtes Dresden, Leichenhaufen 1945
vergrössernZerbombtes Dresden, Leichenhaufen 1945
Zerbombtes Berlin, Hissung der
                          sowjetischen Fahne auf dem Reichstag 1945
vergrössernZerbombtes Berlin, Hissung der sowjetischen Fahne auf dem Reichstag 1945

[Der Bombenkrieg gegen die deutsche Zivilbevölkerung ist einer der Faktoren, weswegen der Kommunismus bis an die Elbe kommt].

16.9.1953
Abwicklung der Auslandsanleihen des Abkommen von Lausanne vom 9.7.1932
Die BRD übernimmt Verpflichtungen von 14,45 Mrd. DM an die Westalliierten (S.23).

[Deutschland hat auch an die Schweiz noch Kreditschulden zu bezahlen, die von Rüstungskäufen aus der Schweiz von 1939 bis 1945 herrühren].

[1960-er Jahre
Die BRD übernimmt die Zahlungen für 6 Millionen Juden an Israel
Ben Gurion erhält von Deutschland durch eine Unterschrift von Adenauer für 6 Millionen Juden je 30 Silberschekel, also insgesamt 90 Millionen Silberschekel, und Israel kauft sich damit neue Kriegswaffen zur Expansion für ein Gross-Israel (in: Benjamin Pinkus: The Sovjet Government and the Jews, S.427)].

[1967
6-Tage-Krieg mit deutscher Finanz- und Rüstungshilfe
(Pinkus, S.243), mit Einsatz von Napalm-Bomben. West-Deutschland unterstützt Israel weiter finanziell und wird damit zum Helfershelfer von Genozid, Rassismus, Betrug, Aggression und Annexion, das israelische "Lebensraum"-Prinzip (Pinkus, S.253-254) mit der veralteten Vorstellung, die Araber könnten so vertrieben werden wie in den "USA" die Indianer (Herzl: Der Judenstaat 1896)]. Menschenrechte sind gefragt, für alle Seiten...

ab 1990-er Jahre
[Erst allmählich wird die schweizerische Hilfe für das Dritte Reich und der Bunkerbau im Holocaust bekannt, so dass die eigentliche Rolle der Schweiz im Zweiten Weltkrieg und der Holocaust am Judentum verständlich werden].





Bildernachweis

-- Plakat Zeichne Kriegsanleihen 1914: http://www.heimatsammlung.de/motiv_unter/propaganda/propaganda_kaiserzeit.htm

-- Plakat "Helft uns siegen!" 1917: http://www.zum.de/Faecher/G/BW/Landeskunde/rhein/geschichte/zeitgeschichte/wk1/anleihe2.htm

-- 1000 Mark-Note, überdruckt mit 1 Mio.: http://www.freienohler.de/geschichte/sparkasse/sparkasse_freienohl.htm

-- Rathenau, Portrait: http://www.e-mago.co.il/Editor/history-445.htm
-- Tschitscherin Portrait: http://commons.wikimedia.org/wiki/Image:Tschitscherin_2.jpg

-- Reparationen: Zug mit Traktoren für Frankreich 1923: http://www.history.ucsb.edu/faculty/marcuse/classes/133c/133c06/133c06l06WeimarNazi.htm

Ruhrgebietsbesetzung
-- französischer Einmarsch: http://www.leitz.s.bw.schule.de/allgemein/geschi.htm
-- französischer Einmarsch in Essen Hauptbahnhof: http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/ruhr1/index.html

-- Pfandbrief auf Roggen: http://www.yatego.com/historische-wertpapiere/p,4360a3c314326,42ef87dbd6c4d3_1,landschaft- provinz-westfalen-m%C3%BCnster-1923-roggen-pfandbrief

-- Geldpyramide mit wertlosem Geld:
http://www.facinghistory.org/campus/weimar.nsf/ID/E66986CAD728E4C285256BA3006B2A68?OpenDocument

-- Schacht schreibend: http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/Schacht1.html
-- Schacht, Portrait mit Hut: http://www.germannotes.com/hist_hjalmar_schacht.shtml

-- Dawes Portrait: http://www.nobelpreis.org/italiano/frieden/dawes.html
-- Banknote 2 Rentenmark 1923: http://www.eumed.net/cursecon/dic/dent/r/ren.htm

-- Papiergeldverbrennung 1923 / 1924: http://encyklopedia.korba.pl/page/Republika_Weimarska

-- Banknote 10 Reichsmark 1924: http://aes.iupui.edu/rwise/countries/germany3.html; http://aes.iupui.edu/rwise/banknotes/germany/GermanyP175-10Reichsmark-1924-donatedms_f.jpg

-- Bissing, Portrait: http://www.firstworldwar.com/photos/commanders2.htm

-- Young und Dawes 1929: http://www.stmuk.bayern.de/blz/web/100083/01.html

-- Plakat gegen den Young-Plan Volksbegehren 1929: http://www.km.bayern.de/blz/eup/01_07_themenheft/3.asp

-- Wallstreet, Strassenschild: http://www.ethlife.ethz.ch/articles/tages/ccfz.html

-- Paul Silverberg, Portrait: http://www.geschichtsverein-bedburg.de/schulwesen.htm

-- Hans Luther, Portrait: http://www.dra.de/online/dokument/2003/februar.html

-- Alfred Hugenberg, Portrait: http://www.dra.de/online/hinweisdienste/wort/2001/maerz12.html

-- Sekretärin auf Arbeitssuche 1932 ca.: http://encyklopedia.korba.pl/page/Republika_Weimarska
-- Arbeitslose Hannover Schlange vor Stempelgeld: http://www.halz.org/ausg_dez03.htm
-- Grafik Arbeitslosigkeit Deutschland 1921-1939: http://www.angelfire.com/vamp/kassel/seite4.htm

-- Franz von Papen, Portrait: http://www.bibl.u-szeged.hu/bibl/mil/ww2/who/papen.html
-- Schleicher, Portrait: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SchleicherKurt/index.html

-- Hitler, Machtübernahme Garnisonskirche: http://home.arcor.de/maria.rentsch/de/History/DRMErgrf.htm


-- Stalin Portrait: http://www.marxists.org/glossary/people/s/t.htm
-- Hitler, Portrait: http://projects.brg-schoren.ac.at/Nationalsozialismus/hitler.html

-- Lord Runciman und der tschechische Regierungschef Hodza:
http://www.radio.cz/pictures/historie/lord_runciman_milan_hodza1.jpg

-- Neville Chamberlain: http://www.historyplace.com/speeches/chamberlain.htm

-- Konferenz von München, Verhandlung:
http://deutscher-imperialismus.fdj.de/index.html?deutscher_imperialismus/III_1938_1940

-- Sudetendeutsche feiern NS-Besatzung: http://www.radio.cz/pictures/historie/1938obsazeni_sudet_nemci2.jpg

-- Liddel Hart, Portrait: http://www.answers.com/topic/basil-liddell-hart

-- Henry Tizard, Portrait: http://www.answers.com/topic/tizard-mission

-- F. A. Lindemann: http://www.wintersonnenwende.com/scriptorium/english/archives/articles/dresden-e.html

-- Roosevelt und Churchill in Casablanca im Januar 1943: http://www.marche-romagna.com/blog/2006/01/

Deutscher Widerstand
-- Ulrich von Hassell, Portrait: http://www.tekla-szymanski.com/germ4hassell.html
-- Trott zu Solz, Portrait: http://www.gdw-berlin.de/bio/bild_mit_gr.php?id=86
-- Bonhoefer, Portrait: http://www.spd-wolbeck.de/nachrichtenarchiv.html

-- Kriegsplakat "USA" 1943: http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/aussenpolitik/index.html

-- Morgenthau, Portrait: http://www.br-online.de/wissen-bildung/thema/kriegsenden/02-morgenthau.xml?theme=print
-- Morgenthau-Plan, Aufteilung Deutschlands, Karte: http://www.search.com/reference/Morgenthau_Plan

-- zerbombtes Freiburg i.Br. 1945: http://www.ulrich-falke.de/glocken/index.htm?http://www.ulrich-falke.de/glocken/leute/schneider.html
-- zerbombtes Köln 1945: http://rst.gsfc.nasa.gov/Sect6/Sect6_12.html
-- zerbombtes Hamburg 1945: http://www.loc.gov/rr/scitech/trs/trsbombingsurvey.html
-- zerbombtes Dresden 1945: http://www.pilotenbunker.de/Extrablatt/extrablatt3_engl.htm
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-- zerbombtes Berlin, sowjetische Fahne auf Reichstag: http://www.answers.com/topic/timeline-of-world-war-ii


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