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Deutsche Besatzungsmacht in Frankreich 1940-1944. Chronologie

4. Spezialgebiet Normandie, Le Havre - die Landung der Alliierten am 6.6.1944



Karte mit der Position
                                    der Normandie: Haute-Normandie und
                                    Basse-Normandie
Karte mit der Position der Normandie: Haute-Normandie und Basse-Normandie
Karte der Normandie mit
                                    Departementen und Städten
Karte der Normandie mit Departementen und Städten
        
Saint-Lô vor 1940,
                                              Hauszeile und Kathedrale
Saint-Lô vor 1940, Hauszeile und Kathedrale
Strandhindernisse
                                                Tschechenigel,
                                                Hemmbalken und
                                                Stacheldraht
Strandhindernisse Tschechenigel, Hemmbalken und Stacheldraht
6.6.1944 Strand
                                                  Omaha erste
                                                  Landungswelle,
                                                  Sturmboot getroffen
6.6.1944 Strand Omaha erste Landungswelle, Sturmboot getroffen

6.6.1944 Strand
                                                  Omaha? erste Landung,
                                                  Deckung hinter
                                                  Hindernissen
6.6.1944 Strand Omaha? erste Landung, Deckung hinter Hindernissen
Saint-Lô, Ruinen
                                                mit Kathedrale Notre
                                                Dame
Saint-Lô, Ruinen mit Kathedrale Notre Dame

von Michael Palomino (1999 / 2007)

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aus:
-- Ludger Tewes: Frankreich in der Besetzungszeit 1940-1943. Die Sicht deutscher Augenzeugen. Bouvier-Verlag, Bonn, 1998
-- Cornelius Ryan: Der längste Tag. Normandie: 6.Juni 1944. Buchclub Ex Libris, Zürich, 1959; Lizenzausgabe des Sigbert Mohn Verlag, Gütersloh
-- Webseiten (jeweils angegeben)

Chronologie


Alte Bausubstanz: Le Havre
Le Havre Place Gambetta /
                            Gambetta-Platz 1907
vergrössernLe Havre Place Gambetta / Gambetta-Platz 1907
Le Havre Passerelle de la Bourse /
                            Börsenbrücke 1904
vergrössernLe Havre Passerelle de la Bourse / Börsenbrücke 1904
Le Havre, Bahnhof mit Tram und Uhrturm
                            1935
vergrössernLe Havre, Bahnhof mit Tram und Uhrturm 1935
Le Havre, hôtel de ville / Rathaus
vergrössernLe Havre, hôtel de ville / Rathaus
Le Havre, Norwegische Kirche, 1930-er
                            Jahre ca.
vergrössernLe Havre, Norwegische Kirche, 1930-er Jahre ca.

Alte Bausubstanz: Saint-Lô
Saint-Lô vor 1940 Strassenzug
Saint-Lô vor 1940 Strassenzug

Saint-Lô vor 1940, Hauszeile und
                          Kathedrale
Saint-Lô vor 1940, Hauszeile und Kathedrale

Und so schöne alte Bausubstanz war in allen Städten und Dörfern in der Normandie vorhanden.

1939
Le Havre bekommt britische Einquartierungen
(Tewes, S.282)

Ende Mai / Anfang Juni 1940
Le Havre vor dem britischen Abzug: Die Briten zerstören noch schnell ihre Unterkünfte
z.B. im Hotel und Casino "Frascati”, damit es den deutschen Truppen nicht zu schön haben werden (Tewes, S.282).

Le Havre: Panik in der Bevölkerung vor der deutschen Besetzung
Ende Mai und Anfang Juni 1940, als die Ankunft deutscher Truppen angekündigt wird, fliehen die Bewohner von Le Havre aus der Stadt. Sie lassen ihre Sachen auf den Schiffsanlegestellen stehen, sie schiffen sich in irgendein Boot ein, von dem sie gar nicht wissen, wohin es fährt.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

9.6.1940
Le Havre: Raffinerien angezündet
Die Raffinerien werden willentlich angezündet und verbreiten in Le Havre eine apokalyptische Atmosphäre.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

11.6.1940
Le Havre: Explosion und Sinken des Frachters "Niobé"
Eine Bombe einer deutschen Stuka trifft den Frachter "Niobe". Der explodiert und sinkt. Dies ist der Nachweis dafür, dass Munition an Bord war. Der Frachter hatte gleichzeitig einige Hundert Flüchtlinge geladen...
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

ab 13.6.1940
Deutsche NS-Besetzung von Le Havre
Der Hotelbesitzer kann nur die zerstörten Unterkünfte präsentieren (Tewes, S.282).

Im Varietétheater wird weiter getanzt, Kulturfahrten, deutsche Zeitungen, Frontbücherei für Soldaten, gemeinsame Tischfussballspiele mit Franzosen (Tewes, S.283), Erzählungen über die skandalösen britischen Soldaten, das deutsch-französische Verhältnis ist deswegen von Vornherein gut (Tewes, S.284).

Kriegsgerichte strafen deutsche Soldaten strenger als Franzosen, um den "guten Ruf” zu wahren; ausreichende Verpflegung, heimliche Zulieferungen an die Bevölkerung (Tewes, S.284).

ab Juni 1940
Gegenseitige Funkmessstationen und Aufklärungsflüge
der britischen und deutschen Seite (Tewes, S.292).

ab Juli 1940
Le Havre wird Militärhafen - englische Bombardements
Die NS-Besatzungsmacht baut den Hafen von Le Havre in einen Militärhafen um. Es befinden sich alle Arten von Schiffen im Hafen als Vorbereitung zur Operation "Seelöwe" zur Landung in England.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

Das NS-Regime stationiert in Le Havre eine Garnison von 40.000 Mann.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Le_Havre (2007)

Le Havre wird auch Stationsort von NS-Kriegsschiffen, z.B. der 5. Torpedobootflotille
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Situation_in_der_Normandie_im_Jahr_1944)

[Bombardierungen durch die englische Luftwaffe sind vorprogrammiert...]

Enormer U-Boot-Bunkerbau und Projekt mit Fernkampfbatterien
durch die Organisation Todt (Tewes, S.294).

England beobachtet die französische Küste argwöhnisch
(Tewes, S.292)

Kanalküste: Deutsche Wachboote fischen deutsche und englische Piloten aus dem Meer
(Tewes, S.296)

Deutsche Soldaten hinter den Linien tragen Pistolen bzw. oft nur die "leere Tasche
oft mit Pralinen, Süssigkeiten und Zigaretten angefüllt.” (Tewes, S.295)

Küstengebiet: Luxusjacht für Seenotrettungsdienst
Es handelt sich dabei um eine requirierte englische Luxusjacht. Die Jacht fährt Fahrt zwischen den verankerten Seenotrettungsinseln und unternimmt Kurierfahrten (Tewes, S.297).

Le Havre: Sanierungsrevier gegen Geschlechtskrankheiten mit 24-Stunden-Service
wo jeder, der im Puff war, durch muss: Behandlung gegen Tripper oder Syphilis (Tewes, S.301).

Bistros im Hafen, die Familienmütter
Der Betreiberfamilien werden für die Matrosen zu Mutterfiguren (Tewes, S.297).

Der Heimaturlaub wird ausgelassen, weil es in Frankreich schöner ist [!]
in Erholungsheimen, Theaterkarten, z.T. mit französischer Freundin. Aber eine gewisse Quote muss ins Reich fahren, sonst würde der Urlaub ganz gestrichen... (Tewes, S.291)

Normandie: Deutsche leihen sich Fahrräder bei Franzosen aus, gegen Gegenleistung
wie Feuersteine, Tabak, Zigaretten und Schokolade. Ausflüge zu Schlachtfeldern des 1.Weltkriegs, als "Wehrbetreuung" deklariert (S.313).

Normandie: Deutsch-französische "Beziehungen" werden öffentlich zur Schau gestellt - Freiwillige gehen ins Reich und in die Vichy-Armee
Viele französische Mädchen zeigen sich mit deutschen Soldaten in Städten öffentlich. Franzosen gehen unterdessen freiwillig nach Deutschland in den Arbeitsdienst. Freiwillige melden sich zur Vichy-Armee und nach Nordafrika (S.314), v.a. nach dem englischen Angriff auf die französische Flotte in Mers-el-Kébir (S.314-315).

Vorbereitungen zu "Seelöwe": Stümperhafte Wehrmacht
Zum Teil macht die Wehrmacht ohne Rücksprache mit der Marine Vorbereitungen mit fundamentalen Fehlern, wo der tragische Ausgang oft nur in letzter Minute verhindert werden kann (Tewes, S.298).

[Beinahe-Ertrinken oder Hinaustreiben aufs Meer etc.].

August 1940
Kanalküste: Vorbereitung für "Seelöwe"
Es entsteht eine herzliche Beziehung zur Bevölkerung. Sorglose Spaziergänge möglich, absolut freundliche Bevölkerung (Tewes, S.286). Alte Franzosen haben zum Teil noch Erinnerungen an 1871 (Tewes, S.287).

ab August 1940 ca.
Einrichtung von Stellen der SS - Übergriffe trüben die Stimmung in der Bevölkerung
(Tewes, S.285)

September 1940
Le Havre: 2-3 mal getötete deutsche Soldaten
durch Farbige getötet, die später festgenommen werden (Tewes, S.283).

ab September 1940 ca.
Le Havre: Englische Bombardierung, hoher Schaden an zivilen Einrichtungen, Wohnhäusern, Warenhaus
(Tewes, S.284)

Die englische Luftwaffe bombardiert die Schiffe im Hafen, die für die Operation "Seelöwe" vorbereitet sind, und verschont die Stadt Le Havre dabei nicht. Im September 1940 sind bereits schönste Gebäude durch englische Bombardements zerstört, z.B. die "Nouvelles Galéries", das "Palais de la Bourse" etc.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

In der Folge ist die Bevölkerung noch mehr auf der deutschen Seite (Tewes, S.284).

Oktober 1940
Normandie: Jagd: Deutsche Soldaten gehen Karnickel und Rebhühner jagen
(Tewes, S.289). Franzosen haben keine Jagdgesetze. Hetzjagden auf Rotwild und mit Drahtschlingen sind möglich.

Le Havre: Not durch Trümmer, die GB produziert hat - der Krieg geht weiter - Inflation
Hohe Arbeitslosigkeit und Hunger sind Hauptprobleme. Mittel: Strassenarbeiten und Trümmerbeseitigung (Tewes, S.290). Viele Franzosen stehen vor einem Trümmerhaufen, der einmal ihr Haus war.

In Le Havre ragen die Reste untergegangener Schiffe aus dem Meer (Tewes, S.291). Viele kleine Betriebe sind zu, weil die Männer in Gefangenschaft sind. Die Frauen wissen nicht, wovon sie leben sollen ohne Mann (Tewes, S.290).

Franzosen schimpfen auf die frühere Regierung, v.a. die, die arbeitslos bleiben, schimpfen. Furcht vor Anarchie. Viele begrüssen die strenge deutsche Besatzung. Es herrscht eine allgemeine Enttäuschung, dass der Krieg trotz Niederlage auch noch weitergeht (Tewes, S.290).

Viele Bewohner werden zugunsten deutscher Soldaten "an die Luft” gesetzt, aus Häusern getrieben (Tewes, S.290).

Einkaufsparadies: Deutsche kaufen alle Genussmittel, so dass es bald keine mehr gibt. Die Neueinkäufe kosten das Dreifache des vorherigen Verkaufspreises. Die Versorgung mit Heizmaterial ist ungewiss (Tewes, S.290).

Öffentliche Verkehrsmittel sind von den Deutschen für sich "nutzbar" gemacht
und existieren für die Bevölkerung nicht mehr. In der Folge müssen Franzosen bei strömendem Regen Fahrrad fahren.

Ausgangssperre am Abend (Tewes, S.290).

Post, Telegraf sind nur eingeschränkt verfügbar (Tewes, S.290-291).

Die Demarkationslinie zu Vichy-Frankreich zerschneidet das Land. Die Bevölkerung der Küstenstädte ist die englischen Bombardements leid (Tewes, S.291).

1.10.1940
Deauville: Englische Bombenangriffe
(Tewes, S.291)

Karte mit
                Positionen von Le-Havre und Deauville
Karte mit Positionen von Le-Havre und Deauville

November 1940
Verlegungen der Einheiten: z.T. einwandfreie Rückgabe der Häuser
(Tewes, S.288)

Le Havre: Teilabzug der Schiffe
  

Le Havre, Quai George V. mit
                            Hakenkreuzfahne 1941 ca.
vergrössern Le Havre, Quai George V. mit Hakenkreuzfahne 1941 ca.
Mit dem Abblasen der Landung in England und mit dem Beginn des Russlandfeldzugs verschwinden die Schiffe in Le Havre und es tritt im Jahr 1941 nach und nach Ruhe ein. Die NS-Besatzungsmacht errichtet ihre ersten Artillerieeinrichtungen an der Küste (Cap de la Hève) und auf den Klippen , verstärkt ihre Luftabwehrbatterien in Hève und installiert Flakbatterien v.a. auf dem Plateau de Caucriauville.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

In derselben Zeit verstärken sich erstmals die Netze des Widerstands ("Résistance"), das Netz FTP, L'Heure H., der "Vagabond Bien-Aimé" etc.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)


April 1941
Normandie: Tränen beim Abzug in den Russlandfeldzug
(S.313)

ab Mai 1941
Ende der "Luftschlacht um England"
und an der französischen Küste bleibt es ruhig bis 1943 (Tewes, S.292).

ab 22.6.1941
Die Normandie erleidet noch geringere Lebensmittelzuteilung und Güterzuteilung als bisher
Es beginnt der Hunger in den besetzten Gebieten. Wenn Lebensmittel ankommen, dann ist es nur noch minderwertige Ware (S.315). Die deutschen Ersatztruppen, die für die abgezogenen Truppen kommen, sind ausserdem meist weniger diszipliniert als die Vorgänger (S.315).

Neue Massnahmen:
-- Gestapo und SD-Massnahmen
-- Zwangsverpflichtungen zu Bauvorhaben
In der Folge verhärtet sich das Verhältnis (S.315)

19.7.1941
Churchill
                mit dem ersten Victory-Zeichen 19.7.1941
Churchill mit dem ersten Victory-Zeichen 19.7.1941

2.8.1941
Calvados: Erschiessung von Louis Berrier wegen einer Brieftaube
Calvados, Bekanntmachung der
                  Erschiessung von Louis Berrier, 2.8.1941
Normandie, Calvados, Bekanntmachung der Erschiessung von Louis  Berrier, 2.8.1941

"Bekanntmachung:
Der Angeklagte Louis Berrier, wohnhaft in Ernes (Calvados), hat eine Brieftaube mit Nachrichten für England fliegen lassen. Er wurde deshalb vom Kriegsgericht wegen Spionage zum Tode verurteilt und am 2. August 1941 erschossen. Caën, 3. August 1941, Das Kriegsgericht."

22./23.8.1941
Le Havre: Englisches Bombardement mit Bomben im Quartier Thiers Saint-Michel
Zwei Bomben, die auf die Strasse aufprallen (heute rue René Coty) beschädigen das Kaufhaus "Zum Frühling" ("Le Printemps") stark. Es wurde früher auch "Zur Goldkugel" genannt ("A la Boule d'Or"). Die Einwohner von Le Havre, die 1940 schon das Einkaufszentrum "Galeries Lafayette" verloren haben, sind durch den Verlust des zweiten Kaufhauses sehr betroffen. Der "Frühling" (Kaufhaus "Le Printemps") kann erst wieder in den 1950-er Jahren eröffnet werden.
(aus: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/04/1645976.html)

Le Havre, englisches Bombardement 22./23.8.1941


Le Havre, Kaufhaus "Der
                              Frühling" ("Le Printemps")
                              zerstört, 23.8.1941
vergrössernLe Havre, Kaufhaus "Der Frühling" ("Le Printemps") zerstört, 23.8.1941
Le Havre, Bijouterie Millaud
                              zerstört, 23.8.1941
vergrössern Le Havre, Bijouterie Millaud (gegenüber dem Kaufhaus "Der Frühling") zerstört, 23.8.1941. Die Fenster und die Fensterläden sind durch den Druck der Explosionen weggeflogen. Im September 1941 wird das gesamte Haus nicht mehr stehen...
Le Havre, Bombenschaden an der Rue du
                              Maréchal Galliéni Nr. 60, aufgerissene
                              Fassade, 23.8.1941
vergrössern Le Havre, Bombenschaden an der Rue du Maréchal Galliéni Nr. 60, aufgerissene Fassade, 23.8.1941

September 1941

15. / 16.9.1941
Le Havre: Schweres englisches Bombardement
Das Bombardement dauert von 21:30 bis 0:30 Uhr. Die Bomben treffen speziell das Quartier Thiers Saint-Michel. Englands Bomber legen ganze Strassenzüge in Schutt und Asche. Das Kaufhaus "Der Frühling" ("Le Printemps") wird nun total zerstört. Die Häuser mit der Bijouterie Millaud und mit dem Laden "Monoprix" sind ausgebrannt.

15./16.9.1941: Le Havre: Schweres englisches Bombardement
Le Havre, Kaufhaus "Der
                              Frühling" ("Le Printemps")
                              total zerstört, 16.9.1941
vergrössernLe Havre, Kaufhaus "Der Frühling" ("Le Printemps") total zerstört, 16.9.1941. Das Eckhaus rechts dagegen hat alle Bombardements überlebt und steht noch heute.

Le Havre, Haus der Bijouterie
                              Milliaud ausgebrannt, 16.9.1941
vergrössernLe Havre, Haus der Bijouterie Milliaud ausgebrannt, 16.9.1941

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Le Havre, Südhäuser am Thiers-Platz
                              in Flammen 16.9.1941
vergrössernLe Havre, Südhäuser am Thiers-Platz in Flammen 16.9.1941
Die Wohnblöcke an der Südseite des Thiers-Platzes ("Place Thiers") stehen in Flammen. Die Feuerwehr kämpft Tag und Nacht, um der Feuersbrunst Herr zu werden. Rechts der Glockenturm der Kirche Saint Michel, links ein Flügel des Flaubert-Spitals.
Le Havre, die Fassade des Hauses mit der
                          Bijouteri Milliaud wird abgerissen, 16.9.1941
Le Havre, die Fassade des Hauses mit der Bijouteri Milliaud wird abgerissen, 16.9.1941

Dezember 1941
Hitler propagiert am Atlantik einen "Gürtel von Bollwerken"
-- es sind von Nord-Norwegen bis zu den Pyrenäen fast 5000 km (Ryan, S.22)
-- die Idee der Festung entlang von 5000km Küste ist von Hitler eine absolute Zwangsvorstellung (Ryan, S.23).

Normandie: Paris-Besuch von Soldatengruppen
(S.314)

1941/1942
Normandie: Viele Dienstverpflichtungen, Verhaftungen von Kommunisten, Deportationen von Juden
Ausbleibende Rückkehr der Franzosen aus der Gefangenschaft lässt die antideutsche Haltung steigen (S.315).

1942
Atlantikküste: Es finden nur wenige Festungsarbeiten an der Küste statt
(Ryan, S.23).

ab 1942 ca.
F: Harte NS-Massnahmen gegen die Résistance
-- die Gegenmassnahmen sind sehr stark
-- die allgemeine Lebenserwartung in der Résistance beträgt 6 Monate (Ryan, S.92).

Résistance-Mitglieder haben gleich mehrere gefälschte Kennkarten (Ryan, S.94).

Sabotage der Résistance gegen Eisenbahnlinien und Funkverbindungen
-- Wasserpumpen zwischen Verschiebegleisen unbrauchbar machen
-- Dampfdüsen der Lokomotiven zerschlagen
-- Eisenbahnlinien sprengen (Ryan, S.94)
-- durch die Sabotage sind aber auch die Zugreisenden in Gefahr (Ryan, S.96)

-- Telefonkabel durchschneiden (Ryan, S.94)

-- Fluchthilfe der Résistance: Die Résistance nimmt abgeschossene alliierte Piloten auf und schleust sie auf Fluchtwegen nach GB zurück (Ryan, S.97).

29.-28.1.1942
Bruneval: Englische Aktion gegen ein Radargerät am Cap d’Antifers
nördlich von Le Havre, das Höhe und Kurs britischer Bomber misst. Die Engländer landen unentdeckt, demontieren das Funkmessgerät und nehmen drei deutsche Gefangene (Tewes, S.292).

9.3.1942

Le Havre: Englisches Bombardement
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

März 1942
Die Fernkampfbatterien der Organisation Todt sind fertiggestellt
(Tewes, S.294)

27./28.3.1942
St-Nazaire: Englische Operation "Chariot" gegen eine Schleuse
In der Folge gibt es auch in der Normandie Ausgangsbeschränkung, nervöse deutsche Führung, Lazarett wird mit Stacheldraht umlegt, Strandverbot. Die Organisation Todt baut Sperranlagen, und die Besatzungen der Wachboote werden strenger beobachtet (Tewes, S.295).

1.4.1942
Le Havre: Englisches Bombardement
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

ab.1.4.1942 ca.
Le Havre: Evakuierung der Quartiere am Meer - "Niemandsland"
Die Quartiere am Meeresufer werden evakuiert. Die Bewohner müssen schlagartig ihre Häuser verlassen und können manchmal keine Sachen mitnehmen, weil es an Transportmöglichkeiten fehlt. Die Quartiere werden zu einem "Niemandsland", zur "verbotenen Zone" ("zone interdite"). Das Gras spriesst aus den Strassen.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

Le Havre, Rue de la Gaffe mit
                    "Niemandsland" 1942
vergrössernLe Havre, Rue de la Gaffe mit "Niemandsland" 1942

2.4.1942
Le Havre: Englisches Bombardement
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

16.4.1942
Le Havre: Englisches Bombardement
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

4.5.1942
Le Havre: Englisches Bombardement
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

5.6.1942
Le Havre: Englisches Bombardement
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

20.6.1942
Le Havre: Englisches Bombardement
Die Bilanz der Bombardements für Le Havre Ende Jahr sind 354 vermisste und 561 verletzte Einwohner.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

Mitte 1942 ca.
Westküste: Britische Überfälle von "Kommandotrupps"
(Ryan, S.23)


18./19.8.1942
Dieppe: Alliierte Test-Landung "Jubilee", um die deutsche Reaktion zu testen [?]
Zusammenspiel zwischen englischen und "amerikanischen" Truppen soll getestet werden, mit Ziel der grossen Invasion Anfang 1943, geplant in Dieppe. Operation "Jubilee” mit 237 Schiffen und 7500 amerikanischen, englischen, kanadischen, polnischen und französischen Soldaten (Tewes, S.293).

Die Landung misslingt wegen massierter NS-Truppen (Tewes, S.293).

18./19.8.1942: Alliierte Landung in Dieppe
19.8.1942 Dieppe-Landung, Karte
19.8.1942 Dieppe-Landung, Karte
19.8.1942 Dieppe, Toote am Strand
19.8.1942 Dieppe, Toote am Strand

19.8.1942 Dieppe Kriegsgefangene
19.8.1942 Dieppe Kriegsgefangene

In Dieppe kommen die Panzer an der Panzermauer nicht vorbei. Die deutsche Seite zieht weitere Einheiten zusammen, deren Abfahrt von der französischen Bevölkerung bewunken wird, Bonbons in die Panzer geworfen. Verlegung eines ganzen Infanterieregiments nach Dieppe (Tewes, S.294).

Die Bilanz für die Alliierten sind 900 Tote, insgesamt 3369 Vermisste, Tote und Verletzte (Ryan, S.23). Unter Anderem können deutsche Torpedoboote unter Korvettenkapitän Heinrich Hoffmann dem Landungsversuch entscheidende Verluste zufügen (Ryan, S.166).

Die Alliierten machen 1874 Kriegsgefangene.
(aus: http://www.nwha.org/news_3Q2000/news_page4.html)

Heinrich Hoffmanns Torpedoboote haben schon beim Kanaldurchbruch der Schlachtschiffe Scharnhorst, Gneisenau und Prinz Eugen "tollkühnen" Geleitschutz geboten (Ryan, S.166).

25.8.1942
Hitler-Befehl für "Atlantik-Wall", aber es ist zu wenig Personal und zu wenig Beton vorhanden
(Tewes, S.294)


Als Reaktion auf den Landeversuch von Dieppe fordert Hitler, den "Atlantikwall" fanatisch vorwärts zu treiben (Ryan, S.23).

September 1942-Juni 1944
Befestigungsbauten am Atlantikwall: 291’000 Mann arbeiten daran
u.a. 15.000 Deutsche und 85’000 Franzosen, bis zu 1000 Mann pro Baustelle (Tewes, S.295).


Le Havre wird "Festung"
Im Rahmen des "Atlantikwalls" wird Le Havre zu einer schweren Festung ausgebaut.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Le_Havre)

Viele weitere Städte werden zu "Festungen" ausgebaut
z.B. Cherbourg, dem es genau gleich wie Le Havre ergeht, mit Festungsbauten, Bombenangriffen, Evakuierung der Bevölkerung etc.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Cherbourg)


Karte mit Positionen Cotentin und
                              Insel Sarq / Sark
Karte mit Positionen Cotentin und Insel Sarq / Sark

4.10.1942
Insel Sark (Sarq): Englische Besetzung der Kanalinsel

Hitler tobt, dass man deutsche Soldaten gefesselt abgeführt hat. Beschlüsse: Massnahmen zur verschärften Aufmerksamkeit, Bereitschaft, Bewaffnung aller deutscher Soldaten, auch hinter den Kampftruppen, Verteilung von Gewehren der alten französischen Armee ohne Schiesskurs (Tewes, S.295).

Ende 1942
Frankreich: Deutsche Besetzung bis zur Rhône und Aufheben der Demarkationslinie - die Résistance kann sich auch nach Norden ausbreiten
Die Franzosen werden in der Folge gegenüber den deutschen Besatzungstruppen reservierter. Deutsche Soldaten müssen in Geschäften zum Teil länger warten als Franzosen (Tewes, S.296).

1943
Landungen der Westalliierten in Afrika und in Sizilien und Italien anstelle in Frankreich
Die West-Alliierten starten immer noch keine zweite Front in Europa, um Deutschland doch noch den Sieg gegen die Sowjetunion zu ermöglichen. Churchill manipuliert Roosevelt zu einem Afrikafeldzug, der strategisch absolut nicht notwendig ist. Ausserdem bleibt so der NS-Besatzungsmacht an der Atlantikküste ein Jahr mehr Zeit, um am "Atlantikwall" zu bauen und die Position der West-Alliierten wird also schwieriger statt besser.
(in: Valentin Falin: 2.Front 1995).

ab Anfang 1943
Zunehmende Unsicherheit durch Résistance
(Tewes, S.286)

Normandie: Brutalisierung durch Partei, Gestapo und andere politische Formationen
die den Einfluss der Wehrmacht zurückdrängen, so dass die Konfrontation in der Bevölkerung steigt (Tewes, S.292).


Le Havre: Festungsbauten für die "Festung Le Havre"
Grosse Luftangriffe gibt es in Le Havre im Jahr 1943 keine. Die Stadt, die von der NS-Führung zur "Festung" und "Schwerpunkt" ausgerufen wird, konzentriert sich auf Festungsbauten in der Stadt, am Hafen und in den umliegenden Gemeinden. An den Stränden werden Kanonen aufgestellt etc.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

Ab Anfang 1943 werden am Boulevard Albert I. neue Bunker errichtet. Die Bunker werden mit Attrappenfassaden getarnt, die wie "hübsche Häuschen" aussehen, oder in Gartenmauern integriert, so dass man sie erst auf den zweiten Blick erkennt etc.
(aus: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/index.html)

Le Havre: Festungsbauten ab 1943
Le Havre, Bunker am Boulevard Albert I.
                            mit aufgesetzter Hausfassade als Tarnung 01
                            1943
vergrössernLe Havre, Bunker am Boulevard Albert I. mit aufgesetzter Hausfassade als Tarnung 01 1943
Le Havre, Bunker am Boulevard Albert
                              I. mit aufgesetzter Hausfassade als
                              Tarnung 02 1943
vergrössernLe Havre, Bunker am Boulevard Albert I. mit aufgesetzter Hausfassade als Tarnung 02 1943
Le Havre, Bunker am Boulevard Albert I.
                            in Gartenmauer integriert mit aufgemalten
                            Ecksteinen 1943
vergrössernLe Havre, Bunker am Boulevard Albert I. in Gartenmauer integriert mit aufgemalten Ecksteinen 1943
Le Havre, kathedralenartiger Bunker im
                            Quartier Nice Havrait mit Flak 1943
vergrössernLe Havre, kathedralenartiger Bunker im Quartier Nice Havrait mit Flak 1943
Le Havre, Bunker im Quartier Sainte
                            Adresse in Gartenmauer integriert 1943
vergrössernLe Havre, Bunker im Quartier Sainte Adresse in Gartenmauer integriert 1943


Die Villen am Strand sind beschlagnahmt und in Beobachtungsposten umgewandelt, darunter auch die Villa Maritime, die 1939 vom Schriftsteller Armand Salacrou gekauft worden war.
(aus: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/index.html)

August 1943
Le Havre: Ankunft der letzten NS-Division 17. Luftwaffenfelddivision
auf dem Plateau de Caux (ehemals Seine-Inférieure). Das Luftjägerregiment 33 besetzt die Festung, die eine wichtige Marinebasis geworden ist. Besuch von Admiral Friedrich Rieve in Le Havre.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

ab Anfang September 1943
Cotentin (Manche): Abzug der deutschen Truppen
Der Kontakt nach Crach bleibt zwischen den deutschen und französischen Familien erhalten (Tewes, S.278).

Herbst 1943
Fécamp: Neu ankommende junge deutsche Soldaten: Saufgelage: 1 Glas Wein für 10 Pfennig
Besäufnisse von Neu-Ankommenden. Am Samstags jeweils "Stunde der jungen Nation” mit Sonderdrill gemäss HJ-Gewohnheit. Ausgang z.T. verbotenerweise ohne Waffe. Krieg ist praktisch nicht vorhanden, aber die jungen Soldaten sehen Bomberstaffeln Richtung Reich fliegen und denken sich ihren Teil (Tewes, S.299). Reitunterricht für Offiziersanwärter und Endsiegglaube (Tewes, S.300).

Fécamp
Karte mit der
                          Position von Fécamp
Karte mit der Position von Fécamp

Sicht auf Fécamp 1890
vergrössernSicht auf Fécamp 1890
Fécamp Riegelhaus
vergrössernFécamp Riegelhaus

Fécamp, Abteikirche Dreifaltigkeit
                            ("église abbatiale de la
                            Trinité")
vergrössernFécamp, Abteikirche Dreifaltigkeit ("église abbatiale de la Trinité")

ab Oktober 1943 ca.
GB: Vorbereitungen zur Landung in Frankreich "Overlord"

-- es leben in den südbritischen Dörfern mehr "Amerikaner" als Briten
-- Bau vieler neuer Flugplätze
-- Bau von 272 km neue Eisenbahnlinie
-- die Häfen sind überfüllt mit Schiffen (Ryan, S.55).

x
Karte mit der Position von
                              La-Haye-du-Puits
Karte mit der Position von La-Haye-du-Puits
21.-22.10.1943
La-Haye-du-Puits: Bataillonsübungen zur Vorbereitung für den "Osteinsatz"
und letzte Feste deutscher Einheiten vor dem Abzug in den Osten (Tewes, S.279).


November 1943
Atlantikküste: Eintreffen von Rommel in Frankreich zur Befestigung der Küste - Ausbau des Atlantikwalls
(Ryan, S.15)

Rommel hat sein Hauptquartier der Heeresgruppe B im Dorf La Roche Guyon an der Seine, im Schloss des Herzogs François von Larochefoucauld (Ryan, S.11,13). Rommel unternimmt jeden Tag Kontrollfahrten bis nach Holland hoch und streut "seine Leute" (Ryan, S.20).

La-Roche-Guyon und das Schloss
Karte Paris -
                            La-Roche-Guyon - Rouen - Le Havre
Karte Paris - La-Roche-Guyon - Rouen - Le Havre
Schloss La Roche Guyon
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Schloss La Roche Guyon
Schloss La-Roche-Guyon, Luftaufnahme
                              mit Garten und Seine
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Schloss La-Roche-Guyon, Luftaufnahme mit Garten und Seine

  

Rommel mit Papierblock
Rommel mit Papierblock

Rundstedt Portrait
Rundstedt Portrait

Faktoren:
-- Rundstedt, Oberbefehlshaber (OB) West (mit Hauptquartier in St-Germain-en-Laye) ist besorgt, dass Rommel ihn ablösen würde
-- Rommel weiss, was auf die Küste zukommt, hat die alliierten Landungen in Afrika erlebt
-- die Küste ist nur punktuell befestigt, die Bezeichnung "Atlantikwall" ist gemäss Rommel ein "Hirngespinst aus Hitlers Wolkenkuckucksheim" (Ryan, S.21) .


Den "Atlantikwall" gibt es nicht
Rommel ist entsetzt, denn die Hitler-Propaganda über den "Atlantikwall" erweist sich als totaler Bluff. Nichts ist fertig. Auch Rundstedt äussert diese Ansicht: ein "riesiger Bluff" (Ryan, S.25).

Verteidigungsstrategie: Uneinigkeit von Rommel und Rundstedt
-- Rundstedt will hinter den Verteidigungslinien abwarten
-- Rommel will sofort während der Landung die Schlacht eröffnen, denn hinter den Linien zu warten habe keinen Sinn, weil alle Einrichtungen hinter den Linien von Bombardements zerstört sein werden (Ryan, S.25-26). Rommel zu Lang:
"Wir müssen ihn [den Gegner]  fassen, solange er noch im Wasser ist ... alles, was wir haben, muss an der Küste stehen." (Ryan, S.26)

Hitler stimmt Rommels Meinung zu (Ryan, S.26).


"Atlantikwall": Rommel organisiert für den Ausbau der Küstenbefestigung "Arbeitsbataillone"
(Ryan, S.27):
-- Einsatz von 1000en Zwangsarbeitern
-- Stahl und Beton geht im ganzen NS-Gebiet alles in den "Atlantikwall"
-- gleichzeitig herrscht aber Stahlmangel, so dass oft auf drehbare Panzerkuppeln verzichtet wird und so das Schussfeld sehr eingeschränkt ist
-- es werden sogar Teile der alten Maginot-Linie und alte deutsche Grenzbefestigungen demontiert und eingeschmolzen, um den Recycling-Stahl am "Atlantikwall" einzusetzen (Ryan, S.24).

Die Strandhindernisse mit Minen
Alle Strände werden mit Hindernissen verbaut, die bei Ebbe gerade noch sichtbar sind, bei Flut jedoch nicht. Die Hindernisse sollen die Landungsboote "aufspiessen" oder aufhalten. Rommel hat die meisten Hindernisse selbst erfunden:
-- gezackte Stahldreiecke
-- torartige Eisengestelle mit Sägezähnen
-- Holzpfähle mit Metallspitzen
-- Betonkegel am Boden
-- an den Pfählen und Kegeln sind Minen oder Granaten mit seewärts zeigenden Zündern befestigt (Ryan, S.27).

Strandhindernisse Tschechenigel, Hemmbalken und
                    Stacheldraht
Strandhindernisse Tschechenigel, Hemmbalken und Stacheldraht

ausserdem:
Verminungen
Verminung der Strände, Verminung der Steilhänge, Minen in Wassergräben hinter den Stränden, Minen auf Fusspfaden, Tellerminen gegen Panzer, Springminen mit Explosion in der Magengegend gegen Fussgänger (Ryan, S.27).

ausserdem:
Bau von Geschützstellungen
Die Geschützstellungen sind so angeordnet, dass sich die Schussfelder überschneiden. Geschütze sind als Einfamilienhaus getarnt. Über den Strand sind Querschüsse möglich. Die Batterien besitzen Raketen und Nebelwerfer, an einer Stelle auch unbemannte Zwergpanzer, "Goliath" genannt mit einer halben Tonne Sprengstoff, fernlenkbar.

  

Rommel-Spargel
Rommel-Spargel

ausserdem:
Flammenwerfersysteme, Flutungen von Tälern, Rommel-Spargel
-- automatische Flammenwerfer mit Rohrleitungsnetzen und verborgenen Brennöltanks gegen die Luftlandetruppen hinter der Front
-- Rommel lässt hinter der Front ganze Gebiete in tiefen Lagen unter Wasser setzen: das ganze Hinterland der Küste zwischen Carentan und Quineville, das Douve-Tal, das Merderet-Tal, einen Teil des Vire-Tal, das Gebiet östlich von Caën mit dem Dives-Tal u.a. (Ryan, S.29). Die überschwemmten Täler sind durchzogen von  ca. 2m tiefen, über 1m breiten Gräben mit klebrigem Schlick. Ein überqueren mit Ausrüstung ist unmöglich (Ryan, S.137)
-- Rommel lässt freie Felder mit Pfählen verbauen, "Rommel-Spargel" genannt, mit Stolperdraht dazwischen, an denen Minen oder Granaten hängen (Ryan, S.29).

Rommels manische Unzufriedenheit - Rommel will Panzer
Rommel ist nie zufrieden (Ryan, S.29-30), will noch mindestens 5 Panzerdivisionen, die aber direkt unter Hitlers Kommando stehen, um schnell einen Gegenangriff einleiten zu können (Ryan, S.30).

ab November 1943
Normandie: Die Absperrung der Küste steigert den Hass auf die NS-Besatzung
(Ryan, S.78)
-- die Strände sind gesperrt, die Verluste für Strandbetreiber gross (Ryan, S.82)
-- Häuser am Strand  werden abgerissen, damit die NS-Artillerie ein besseres Schussfeld hat
-- das Holz der Häuser am Strand wird für Bunkerauskleidungen verwendet (Ryan, S.78)
-- auch die Ziegel und die Bruchsteine werden von der NS-Macht "gebraucht" (Ryan, S.79).


Ende 1943
Es arbeiten über 500.000 Menschen am "Atlantikwall" - Hitler hat nur noch wenige Truppen am Atlantik stehen
[weil alle entbehrlichen Einheiten an die Ostfront geworfen wurden].

An den Baustellen arbeiten 1000e von Häftlingen bis zum Umfallen. Wichtige Baustellen werden von der englischen Luftwaffe sofort bombardiert, bevor die Bauwerke fertig sind. Auch die Bombardements fordern viele Todesopfer.
(aus: Film: "Das unterirdische Reich. Die geheimen Welten der Nazis"; spiegelTV 2003)

Mit inbegriffen im "Atlantikwall" sind auch Abschussbasen für die "Vergeltungswaffe" V1, eine "Flugbombe".
(aus: http://www.dhm.de/lemo/html/wk2/kriegsverlauf/wunderwaffen/index.html)

Die NS-Armeestellungen
-- 15.Armee am Ärmelkanal / Pas de Calais mit Hauptquartier an der belgischen Grenze (Ryan, S.30)
-- 7.Armee in der Normandie (Ryan, S.34) mit HQ in Le Mans, Oberbefehlshaber ist Generaloberst Friedrich Dollmann (Ryan, S.129)
-- auf Cotentin ist das 84.Armeekorps stationiert mit HQ in St-Lô (Ryan, S.129).

ab Ende 1943
Normandie: Englische Bombardierungen auf Städte
Bombenabwürfe auf Bahnhöfe, Verkehrsknotenpunkte, Viadukte [und auf küstennahe Wohnquartiere]. Es sind Vorboten der Invasion. Übergriffe und Anschläge auf deutsche Soldaten häufen sich. Nur noch bewaffneter Ausgang, Urlaub mit Waffe. Attentate auf Urlauberzüge. Franzosen werden in Wagen vor der Lokomotive und im letzten Wagen als Geiseln gefangengehalten, die bei Attentat sofort erschossen werden sollen (Tewes, S.297).

1943/1944
Normandie: Grosser Hunger, Infanterie-Kompanien in Dörfern, um Bevölkerung zu überwachen
damit die Bevölkerung die Bauernhöfe nicht leerkauft (Tewes, S.301-302).

Normandie: Selbstmordversuche von Französinnen wegen bevorstehender alliierter Invasion
vor allem, wenn sie von einem deutschen Soldaten schwanger sind (Tewes, S.302).

1944
Normandie: Beobachtung von V1-Raketen in Richtung England
(Tewes, S.300)


Hitler bestückt den "Atlantikwall" mit Reservetruppen
-- sind gemäss Ryan "alte Männer und Pimpfe" (kleine Buben)
-- sind auch Reste von Divisionen der Ostfront
-- sind zum Waffendienst erpresste "Freiwillige"
-- sind auch polnische, ungarische, tschechische, russische und jugoslawische Einheiten, zwei georgische Bataillone etc., die aus deutschen Gefangenenlagern stammen (Ryan, S.24).

Alliierten: General Eisenhower im Hauptquartier in Southwick House - fast 3 Millionen Soldaten
General Eisenhower wohnt in einem Wohnwagen, von Eisenhower "Zirkuswagen" genannt, hält Stabsbesprechungen im Zelt nebenan ab, neben seiner oje liegen Wildwestromane zur Ablenkung, ein Bild seiner Frau und seines Sohnes (Ryan, S.52). Eisenhower verfügt über farbige Telefonapparate, rot: nach Washington, grün: zu Churchill, schwarz: zu Stabschef Bedell Smith (Ryan, S.53).

Das Hauptquartier von General Eisenhower in Southwick House
Southwick House, Eisenhowers
                            Hauptquartier
Southwick House, Eisenhowers Hauptquartier


Eisenhower-Konferenz Anfang 1944

vergrössernEisenhower-Konferenz Anfang 1944.

Von links nach rechts:
General Bradley, Admiral Ramsey, Oberluftmarschall Tedder, General Eisenhower, General Montgomery, Oberluftmarschall Leigh-Mallory, General Smith.

(aus: http://www.army.mil/cmh-pg/books/wwii/7-4/7-4_8.HTM)

-- Eisenhower herrscht über fast 3 Mio. alliierte Soldaten, davon  ca. 1,7 Mio. "Amerikaner" (Ryan, S.52)
-- britische und kanadische Soldaten machen  ca. 1 Mio. aus
-- dazu kommen französische, polnische, tschechische, belgische, norwegische und holländische Kampfeinheiten (Ryan, S.53)
-- die Soldatenpost wird zensiert, Liebesbriefe gelesen durchgelesen etc. (Ryan, S.71).

Januar 1944

Le Havre: Evakuation der Quartiere nahe den befestigten Zonen
Ab Januar werden die Quartiere, die nahe den befestigten Zonen liegen, evakuiert, also die Quartiere Bléville, Rouelles, Harfleur, Gonfreville l'Orcher. Die Bevölkerung wird in "ruhigere" Gemeinden ausserhalb Le Havres gebracht, nach Bolbec, Lillebonne etc.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

Karte mit der Posisiton von Le
                  Havre, Bolbec und Lillebonne
Karte mit der Posisiton von Le Havre, Bolbec und Lillebonne

ab Januar 1944
D: Das OKW weiss vom Codenamen "Overlord"
durch den albanischen Agenten Diello, genannt "Cicero", ein Diener in der britischen Gesandtschaft in Ankara (Ryan, S.50).

März 1944

Le Havre: Besuch von Feldmarschall von Rundstedt
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

ab Ende März 1944
Rommel erwartet die alliierte Invasion
(Ryan, S.15)

April 1944
Hitler hat fundierte Informationen, dass die Landung in der Normandie erfolgen wird
(Ryan, S.252)

Le Havre: Englische Bombardierung von NS-Geschützstellungen
Die schweren Geschützstellungen auf den Klippen werden bombardiert, ebenso NS-Radareinrichtungen, und vor allem der Artillerieposten auf "La Corvée", wo Bunkerbauten für 380mm-Kanonen im Bau sind. Die Bombardements bereiten die alliierte Landung vor, die an der Calvados-Küste geplant ist, denn die NS-Geschütze hätten eine Reichweite bis dort hin.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

10.4.1944
Le Havre: Englisches Bombardement
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

26.4.1944
Brief von Rommel an seine Frau Lucie-Maria: eine alliierte Invasion sei unwahrscheinlich
denn
-- die Stimmung in GB sei schlecht
-- in GB finden viele Streiks statt
-- die Parole in GB wird immer lauter: "Nieder mit Churchill und den Juden und für den Frieden!" (Ryan, S.15)

Ende April 1944
GB: Behauptung von "Overlord" vor 15.6.1944 in der Normandie
-- auf einer Cocktailparty gibt ein GB-General "Overlord" für vor 15.6. bekannt (Ryan, S.50).
-- ein Oberst deutet privaten Freunden die Normandie als Landungspunkt an (Ryan, S.51).

Beide werden degradiert, trotz engsten Beziehungen (Ryan, S.51).


Mai 1944
England ist eine riesige Waffenkammer für "Overlord"
-- in den Wäldern sind Gebirge von Munition gebunkert
-- eine Ansammlung von über 50.000 Fahrzeugen (Ryan, S.55)
-- Verpflegungslager, Kleiderlager, Lazarettlager
-- Eisenbahnrollmaterial als Ersatz für zerstörte Eisenbahnen in Frankreich: fast 100 neue Lokomotiven und fast 20.000 Tank- und Güterwagen stehen in Englands Tälern bereit, nach Frankreich verschifft zu werden (Ryan, S.56)
-- zwei künstliche Häfen, "Mulberries" (Maulbeeren) genannt, je so gross wie der Hafen von Dover (Ryan, S.57).

England, die Waffenkammer für "Overlord"
GB Wagenkolonne vor der Einschiffung,
                              Mai 1944 ca.
vergrössernGB Wagenkolonne vor der Einschiffung, Mai 1944 ca.
GB Der künstliche Maulbeerhafen 1944
vergrössernGB Der künstliche Maulbeerhafen 1944
GB Spitfire-Flugzeuge bekommen eine
                              spezielle gestreifte Bemalung für den
                              D-Day, Mai 1944 ca.
vergrössernGB Spitfire-Flugzeuge bekommen eine spezielle gestreifte Bemalung für den D-Day, Mai 1944 ca.

Eigentlich steht diese Waffenkammer für eine Landung in Frankreich schon seit Anfang 1942 zur Verfügung, aber Churchill hat die zweite Front zwei Jahre lang verzögert und Roosevelt in einen Afrika-Feldzug hineinmanipuliert, damit Deutschland vielleicht gegen den Kommunismus doch noch gewinne. Aber dies hat Roosevelt mit seiner Hilfe für Stalin ja verhindert...
(aus: Valentin Falin: Zweite Front)

Eisenhowers Entscheidung für den Invasionstag
Faktoren sind Mondstand und Flutstand:
-- der 6.-8.6.1944 sind am besten mit spät aufgehendem Mond und niedrigstem Flutstand
-- die Landung der Lastensegler und Fallschirmjäger als Vorauskommando soll ohne Mondlicht erfolgen, der Überraschungsangriff derselben dann mit Mondlicht
-- Rommels Seehindernisse müssen sichtbar sein, deswegen muss bei Tagesanbruch bei den ersten Landungen die niedrigste Ebbe erreicht sein (Ryan, S.59)
-- es muss gute Sicht, ruhige See und es sollten Bodenwinde gegen verdeckende Qualmwolken herrschen
-- am besten wäre noch drei Tage ruhiges Wetter für den Nachschub (Ryan, S.60).

Westalliierte Bombardements erfolgen vor allem am Ärmelkanal
an der Küste des Pas de Calais, an der engsten Stelle des Kanals. Dort ist auch Feldmarschall Rommels "Kerntruppe" versammelt, die 15.Armee von Rommels Heeresgruppe B. In der Normandie dagegen fällt kaum ein Schuss (Ryan, S.12). [In der Bretagne wiederum werden v.a. Bombardements gegen die Häfen und U-Boot-Bunker geflogen].

Auch bei Rommels Hauptquartier in Roche-Guyon fällt kaum ein Schuss (Ryan, S.13).

Die Landungsstrategie von Eisenhower
vor allem die NS-Geschütze auf den Klippen ausser Gefecht setzen, z.B. am Pointe du Hoc (Ryan, S.72).

Mai 1944 ca.
Überflutung des Douve-Tals und des Strandabschnitts "Utah"
Das gesamte Douve-Tal wird zur Abwehr unter Wasser gesetzt (Ryan, S.147). Die Küste zwischen Douve und Aumenville wird eine Seenplatte mit 5 Dämmen. Die Dämme werden mit Feuerstellungen gesichert (Ryan, S.148).

9.5.1944

Le Havre: Englisches Bombardement
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

ab 30.5.1944 ca.
GB: Jeglicher Funkverkehr an der Südküste wird eingestellt
Die deutschen Spionagedienste hören keinen Funkverkehr mehr über den Kanal. Die Spionagedienste nehmen an, dass die Invasion deswegen kurz bevorsteht, z.B. Oberstleutnant Hellmuth Meyer (Ryan, S.31).

Juni 1944
Rommel hat am "Atlantikwall" über 500.000 Strandhindernisse anlegen lassen
(Ryan, S.27) mit über 5 Mio. Minen. Die Verlegung weiterer 6 Mio. Minen ist geplant. Ziel sind 60 Mio. Minen. Rommel ist von den Minen "fasziniert" (Ryan, S.28).

Anfang Juni 1944 ca.
Einschätzung von OB Rundstedt: Die Alliierten werden einen Scheinangriff auf Cherbourg machen und den Hauptangriff am Kanal vollziehen
(Ryan, S.84), denn vom Kanal aus ist die Entfernung zur deutschen Grenze am kürzesten (Ryan, S.85).

In Frankreich sind 183 Jagdflugzeuge stationiert, davon nur 160 einsatzbereit. Hitler hatte 1000 Flugzeuge versprochen (Ryan, S.90).

x
Verlaine
                              Portrait

Verlaine Portrait. Des Dichters Zeilen müssen als Kriegsspruch herhalten.
1.6.1944
Die BBC kündigt der Résistance die Invasion an durch die abgesprochene Gedichtzeile von Verlaine
Eine Gedichtzeile aus dem Gedicht "Chanson d'Autonne" ("Herbstlied") soll Zeichen für die Invasion sein. Abwehrchef Canaris weiss davon und hat die Abwehr der 15.Armee und Hellmuth Meyer entsprechend informiert:
1.Zeile: "Les sanglots longs des violons de l'automne" / Das lange Schluchzen herbstlicher Geigen (Ryan, S.33).

Die zweite Zeile im Radio, die die Invasion innert 48 Stunden ankündigen soll:
"Blessent mon coeur d'une langueur monotone" / die mein Herz mit langweilender Mattigkeit verwunden." (Ryan, S.33)

Da die erste Zeile des Gedichts gesendet wurde, wird die 15. Armee in Alarmbereitschaft versetzt. Meyer unterrichtet OB Rundstedt in St-Germain und Rommels HQ sowie Jodl im OKW, der aber nicht reagiert. Rommel meint auch, es sei eine Falschmeldung. Somit ist nur die 15.Armee in Alarmbereitschaft, die 7.Armee in der Normandie nicht (Ryan, S.34).

2.6.1944, Abend
BBC sendet erneut die erste Gedichtzeile von Verlaine
Dies ist gegen Canaris' Voraussage. Meyer von der Abwehr der 15.Armee am Kanal zweifelt nun ebenfalls (Ryan, S.34).

GB Churchill in Southampton kurz vor dem
                    "D-Day" 6.6.1944
GB Churchill in Southampton kurz vor dem "D-Day" 6.6.1944

3.6.1944
Telegramm von Meyer an Canaris wegen der Wiederholung der ersten Gedichtzeile
Da am Kanal alles still bleibt, meint Meyer, es finde sicher keine Invasion statt (Ryan, S.35).

3.6.1944

Le Havre: Englisches Bombardement
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)


Bilanz der Bombardements 1944: Mondlandschaft und Tote und Verletzte
Das Quartier Bléville wird durch die Bombardements in eine Mondlandschaft verwandelt. In den Bombardements werden auch Blinde und Kinder etc. getötet.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

Die Norwegische Kirche ist zerstört
(aus: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2005/11/p10-0.html)


3.6.1944 ca.
GB: Daily-Telegraph-Kreuzworträtsel benutzt "Overlord" als Schlüsselwort
Der englische Geheimdienst MI-5 lässt den Autor des Kreuzworträtsels Sidney Dawe verhören, der angibt, nichts genaues über das Wort "Overlord" ("Oberlehensherr") zu wissen (Ryan, S.47-49). Dies ist aber nicht das einzige. Sidney Dawe hat schon andere Schlüsselwörter benutzt, die in den "Overlord"-Planungen vorkommen, z.B. "Neptune", das Codewort für die Marineoperation innerhalb von "Overlord", oder "Mulberry" ("Maulbeere"), der Deckname für die beiden künstlichen Häfen, die vor den Angriffszonen installiert werden sollen. Für Dawe ist dies alles ein "phantastischer Zufall" (Ryan, S.49).

Die vorbereiteten Landungsschiffe in den britischen Häfen
Zum Teil leben die Soldaten schon über eine Woche an Bord der engen Landungsschiffe. Sie sind in einem dauernden Kampf gegen Übelkeit und Seekrankheit durch Gestank von Dieselöl, Gestank von verstopften Toiletten und Erbrochenem (Ryan, S.73).

Zum Teil sind die Schiffe überladen. Schiffsteile wie die Schiffsküche liegen unter Wasser, so dass die Soldaten kein warmes Essen bekommen, z.B. im britischen Panzerlandungsboot LCT 6 (Ryan, S.74).

In der Nacht werden die Landungsschiffe verdunkelt (Ryan, S.74).

3.6.1944,  ca. 18 Uhr
Erste Ausfahrt zur Landung in der Normandie
der britischen und kanadischen Truppen (Ryan, S.37, 45) von GB in Richtung Normandie
-- Angst vor NS-U-Booten der Luftangriffen oder Minen
-- zuvorderst fahren Minenräumboot mit Harken mit Sägezähnen, um die Ankertaue von Minen zu durchschneiden und die Minen selbst zur Explosion zu bringen
-- dahinter fahren die Zerstörer
-- dann folgt der Geleitzug mit Fesselballonen darüber gegen Fliegerangriffe (Ryan, S.37)
-- vorgesehen ist die Landung in verschieden bezeichneten Zonen der Normandieküste, bezeichnet mit den Codes "Uthah", "Omaha", "Gold", "Juno", "Sword" (Ryan, S.39), die "Amerikaner" sollen die rechte Flanke mit den Stränden "Uthah" und "Omaha" besetzen, die Briten und Kanadier die Strände "Gold", "Juno" und "Sword" (Ryan, S.147).

Eisenhower bezeichnet die Landung als "grossen Kreuzzug" (Ryan, S.54).

[nicht erwähnt:
Hitler hat einen "Kreuzzug" gegen Russland inszeniert in Absprache mit dem Vatikan. Er ist Katholik und wird vom Vatikan gestützt und ist bis heute nicht exkommuniziert].

3./4.6.1944, Nacht
GB: Irrtümliches Telegramm mit Ankündigung der Landung
Durch eine Fernschreiberin bei AP  wird das Telegramm "Dringend Associated Press NYK Radiotelegramm Eisenhowers HQ gibt alliierte Landung in Frankreich bekannt"  aus Versehen abgeschickt. Dabei ist es schlechtes Wetter, "das schlechteste seit 20 Jahren." (Ryan, S.51)

Abgefangenes Telegramm im HQ der 15.Armee: "Eisenhowers HQ gibt alliierte Landung in Frankreich bekannt"
(Ryan, S.31)
Oberstleutnant Meyer meint, die Nachricht sei sicher falsch, wie schon viele Meldungen zuvor (Ryan, S.32).

Eisenhower erfährt über das schwarze Telefon (Stabschef Bedell Smith) vom irrtümlichen Pressetelegramm über die "Landung" (Ryan, S.53).

4.6.1944,  ca. 1 Uhr
Eisenhower verschiebt die Landung wegen schlechten Wetters vom 4./5.6. auf den 5./6.6.1944
(Ryan, S.37)
-- Eisenhower gibt Befehl, dass die schon ausgefahrenen Schiffsformationen wieder zurückfahren (Ryan, S.39)

-- auf den Schiffen weiss man nichts vom Grund (Ryan, S.40). Es kommen Zweifel auf, ob man schon entdeckt sei (Ryan, S.41), oder wegen eines aufkommenden Sturms (Ryan, S.42)

-- das deutsche Propagandaradio Radio Paris lässt verhöhnende Lider gegen GB spielen, von den britischen Soldaten als "Achsen-Sally" bekannt (Ryan, S.44)

-- Eisenhower überlegt, wenn die Landung erneut verschoben werden würde, dann müssten die Geleitzüge neu aufgetankt werden, so dass am 6./7.6. keine Landung möglich wäre (Ryan, S.60), nächster Termin wäre dann der 19.6. mit Ebbe-Bedingungen, aber ohne Mond (Ryan, S.60-61), aber es wäre unmöglich, so viele Soldaten in GB in Kojen warten zu lassen (Ryan, S.61).

Die englische Manöverleitung "vergisst" zwei Zwerg-U-Boote: Unternehmen "Gambit"
Die beiden Zwerg-U-Boote vor dem Geleitzug werden vergessen. Sie haben die Aufgabe, in Frankreich bei Caën zu landen (Ryan, S.44), und sollen an den Landungsabschnitten Funksignale und Lichtsignale für die nachfolgen Schiffe absenden (Ryan, S.44-45), ein "Sondereinsatz", die "Vorhut" (Unternehmen "Gambit", eine Schach-Eröffnung mit Bauernopfer). Nun fühlen sich die beiden Zwerg-U-Boote ziemlich allein (Ryan, S.46). Es sitzen 5 Männer in einem U-Boot mit gefälschten deutschen Dokumenten mit dem Auftrag, bei Gefangenschaft mit der Résistance Kontakt aufzunehmen (Ryan, S.44).

24 Stunden Wartezeit für die Soldaten in GB
Gleichzeitig müssen die Soldaten auf den Schiffen, die noch gar nicht abgefahren waren, nun 24 Stunden warten, machen Würfelspiele, man geht in Gottesdienste (Ryan, S.66), sie machen Witze, wer überleben wird (Ryan, S.69).

Nur selten sind Soldaten dabei, die schon Dünkirchen und Afrika erlebt haben, aber diese wollen Rache für Dünkirchen, ritzen in den Lauf ihres Maschinengewehrs jeden abgeschossenen deutschen Soldaten ein. Die wartenden französischen Truppen brennen auf die "Befreiung" Frankreichs (Ryan, S.70).

4.6.1944 3-23 Uhr
Die zurückkehrenden Schiffe müssen sich durch den Sturm kämpfen
Erst um 23 Uhr sind alle Schiffe - bis auf die beiden Mini-U-Boote X20 und X23 wieder in den britischen Häfen. Erst jetzt wird ihnen der Grund für die Rückkehr bekannt gegeben (Ryan, S.74). Fast gleichzeitig gilt schon wieder Befehl zur erhöhten Bereitschaft (Ryan, S.74). Viele meinen, der Fehlstart sei nur ein Manöver gewesen (Ryan, S.75).

4.6.1944
Die Résistance weiss von den Landungsvorbereitungen
Nur die Résistance-Führer - die meisten sind in Paris - wissen von der bevorstehenden Landung (Ryan, S.91). Sie erwarten die Geheimmeldungen zum Auslösen von Überfällen im Hinterland, z.B. den Satz:

"Es ist heiss in Suez" für den "Grünen Plan" (Ryan, S.92): Sabotage an Eisenbahnlinien und Zügen (Ryan, S.92-93)
"Die Würfel sind auf dem Tisch" für den "Roten Plan": Durchschneiden von Telefonleitungen und unterirdischen Kabeln (Ryan, S.93).

15.Armee: Abwehrchef Meyer wartet auf die zweite Gedichtzeile in der BBC
(Ryan, S.35)

Gleichzeitig zieht das OKW 124 Jagdflugzeuge so weit von der Küste zurück, dass diese die Küste nicht mehr erreichen können (Ryan, S.90). Hitler versprach 1000 Flugzeuge gegen die Landung, das ist nicht mehr möglich, und die Luftwaffenchefs protestieren gegen den Abzug der Flugzeuge (Ryan, S.90), aber das OKW meint, eine Landung werde es wegen des Wetters nicht geben (Ryan, S.91).

gleicher Tag:

Feldmarschall Rommel bereitet die Abreise in den Urlaub in Ulm vor
(Ryan, S.13). Rommel ist müde und abgespannt (Ryan, S.14). Da den ganzen Mai hindurch schönstes Wetter war, aber trotzdem keine Landung erfolgte, meint Rommel, da sich nun das Wetter verschlechtert, werde sicher keine Invasion erfolgen. Er spekuliert, die Landung werde gleichzeitig mit der sowjetischen Sommeroffensive ab Mitte Juni stattfinden, die wegen durchnässter Wege vom Schmelzwasser nicht vor Mitte Juni stattfinden kann (Ryan, S.19).

Rommel gibt der 7. und 15. Armee Befehl zur Fertigstellung aller "Hindernisse".

Die West-Alliierten fliegen wieder schwere Bombardements am Pas de Calais. Rommel glaubt scheinbar fest, die Alliierten würden auch dort landen und hofft, bis 15 Uhr sei er in Ulm auf Urlaub daheim. Er wird begleitet vom Ordonnanzoffizier, Hauptmann Helmuth Lang (Ryan, S.16). Pläne von Rommel:

-- Treffen mit Hitler zwischen 6. und 9.6.1944 (Ryan, S.18)
-- Rommel will Hitler überzeugen, dass er Rommel die Panzer des OKW, die unter Hitlers Befehlsgewalt stehen, für die Verteidigung des "Atlantikwalls" zur Verfügung stellt nach dem Motto: "Wer als letzter zu Hitler spricht, gewinnt das Spiel", wie Rommel oft zu seinem Ordonnanzoffizier Lang sagt (Ryan, S.30).

Die gesamte Westfront besteht aus insgesamt 60 "Divisionen" (Ryan, S.25). Rommel nimmt von seinen Offizieren letzte Fragen auf, die er mit Hitler besprechen soll (Ryan, S.36). Am 6.6. hat seine Frau Geburtstag (Ryan, S.36).

gleicher Tag
Normandie: Feier der Erstkommunionen
Die Erstkommunionen sind ein willkommener Anlass für ange Familienfeiern. Verwandte kommen mit "Sonderpassierscheinen". Die Fahrt in die Normandie ist auch Hamsterfahrt für das hungernde Paris (Ryan, S.79-80). Die ganze Normandie-Bevölkerung meint, dass in der Normandie nicht angegriffen werde. Die Auswärtigen planen die Rückreise am 6.6.1944 (Ryan, S.80).

4.6.1944 Abend
HQ Eisenhower: Voraussage eines Wetterfensters in der Nacht 5./6.6.1944 mit nachlassendem Wind
(Ryan, S.63)

Das HQ Eisenhower beschliesst für den 6.6.1944 die Landung
(Ryan, S.65)

4.6.1944, 23:50 Uhr  ca. / Mitternacht
GB: Neues Zusammenstellen der Geleitzüge im Dunkeln ist schwierig
Normandie: Die Mini-U-Boote müssen ohne Information einen Tag mehr unter Wasser warten
(Ryan, S.75).

5.6.1944, 6:30 Uhr
BBC verkündet, in der nächsten Zeit würden wichtige Meldungen für die NS-besetzten Länder gesendet
-- ganz Frankreich erwartet den GB-Angriff am Kanal
-- in der Normandie schlafen die meisten Familien (Ryan, S.79).

4.6.1944
Italien: Rückzug der NS-Truppen unter Kesselring aus Rom
Nachdem Kesselring am 2.6.1944 Rom zur "freien Stadt" erklärte, zieht die NS-Besatzungsmacht sich aus Rom zurück. Für das OKW ist dies eine riesige Katastrophe (Ryan, S.248).

Rom "amerikanisch" besetzt 4.6.1944
Rom "amerikanisch" besetzt 4.6.1944 ("befreit")

England: Vorbereitungen

GB Luftlandetruppen vor dem Start
                              in Newbury 5.6.1944 01

vergrössernGB Luftlandetruppen vor dem Start in Newbury 5.6.1944 01

GB Luftlandetruppen vor dem Start
                              in Newbury 5.6.1944 02

vergrössernGB Luftlandetruppen vor dem Start in Newbury 5.6.1944 02
GB Luftlandetruppen, Einstieg mit
                              Gepäck 5.6.1944
vergrössernGB Luftlandetruppen, Einstieg mit Gepäck 5.6.1944


Normandie: Der Tag verläuft "normal"
-- Arbeiten auf dem Feld verlaufen reibungslos (Ryan, S.81)
-- auch die deutschen Besatzungstruppen rechnen nicht mit der Normandie als Landungspunkt (Ryan, S.82)
-- das Wetter ist aber auch nicht zu schlecht für eine Landung (Ryan, S.83).

Paris: Die deutschen Meteorologen finden das Wetter für eine Landung unmöglich - Aufheben der erhöhten Alarmbereitschaft
Der deutsche Chefmeteorologe in Paris, Stöbe, findet das Wetter über dem Atlantik am Ärmelkanal so schlecht, dass er den Stabsoffizieren versichert, sie könnten ausspannen. In der Folge wird die erhöhte Alarmbereitschaft für die Flak an der Atlantikküste aufgehoben (Ryan, S.83).

Weitere Einflüsse auf die NS-Westfront:
-- von Afrika und Italien her ist der deutschen Militärleitung bekannt, dass die Alliierten nur bei gutem Wetter landen, v.a. wegen der Luftunterstützung, die nur bei guter Sicht erfolgen kann (Ryan, S.86-87)

-- Rundstedt glaubt weiter an den Kanal als Hauptlandungsort

-- das fortgesetzte schlechte Wetter am Atlantik ist wie eine Schlaftablette für die NS-Besatzertruppen (Ryan, S.86)

-- viele verlassen wie Rommel wegen des schlechten Wetters sorglos die Küstenbefehlsstände (Ryan, S.88).

Die gespielte Landung in Rennes - alle Truppenführer weg
General Meindl bereitet eine "Planübung" für alle höheren Befehlshaber in Rennes für 6.6.1944 vor (Ryan, S.87) mit der Darstellung einer alliierten Landung mit Fallschirmspringern zuerst und einer Landung danach. Alle Truppenführer sollen die Befehlsstellen am 6.6. gleichzeitig verlassen (Ryan, S.88).

An der Vire-Mündung wird ein neues NS-Flak-Sturmregiment aufgestellt
(Ryan, S.94-95), [zwischen den Strandabschnitten "Omaha" und "Utah"]. Das Sturmregiment ist 2500 Mann stark, Kommandeur Oberst Werner Kistowski, genau dort, wo die Flugzeuge und Segler der 82. und 101. Luftlandedivision einfliegen sollten. Da jeder Funkverkehr abgestellt ist, kann die Résistance nichts mehr nach GB melden (Ryan, S.95).

5.6.1944, Abend
HQ Rommel: Abendessen von Rommels Stabschef, Generalleutnant Speidel
angesichts der "ruhigen Lage", wo auch über die Absetzung von Hitler gesprochen wird (Ryan, S.87).

5.6.1944, 18:30 Uhr GB-Zeit
BBC: Meldung für die Résistance: "Es ist heiss in Suez"
Der Satz "Es ist heiss in Suez" gilt für den "Grünen Plan" im Küstenabschnitt zwischen Vierville und Port-en-Bessin [Küstenabschnitt "Omaha"]. Das  Résistance-Mitglied Guillaume Mercador, ein Fahrradrennfahrer mit Sonderpassierschein, geht Eisenbahnen manipulieren. Zusätzlich erfolgen noch andere Durchsagen für andere Abschnitte (Ryan, S.93).

5.6.1944 21 Uhr GB-Zeit
Ankunft der Spitzen der Landungszüge vor der Normandie: Alliierte Minenräumboote
(Ryan, S.97)

5.6.1944 ab 22 Uhr GB-Zeit
Die gesamte Armada der Landungszüge pflügt sich durch die Nordsee
(Ryan, S.97-98) in Ketten von 12 Bahnen, 5000 Schiffe auf 30km Breite, inklusive Landungsboote, zuerst die Minenräumboote, die Küstenschutzkutter, Bojenleger, Motorbarkassen, Sperrballone, dann die Landungsschiffe und Transportschiffe, und 701 Kriegsschiffe bieten Schutz

-- 21 "amerikanisch"-kanadische Geleitzüge (Ryan, S.98)
-- 38 britisch-kanadische Geleitzüge mit dem norwegischen Zerstörer "Swenner" und dem polnischen Schiff "Poivon" (Ryan, S.99)

-- die Geleitzüge fahren den Bojen entlang (Ryan, S.100)
-- auf den Schiffen wird die Henkersmahlzeit gereicht (Ryan, S.104)

-- z.T. werden die Soldaten aber von der doch noch aufgebrachten See seekrank (Ryan, S.102), v.a. auf den Landungsschiffen ohne grossen Tiefgang: Die Kotzbecher sind voll, die Helme sind voll, die Feuerlöscheimer sind voll (Ryan, S.103), dabei ist dies das letzte gute Essen für Monate gewesen (Ryan, S.104)

-- es breitet sich auf den Schiffen ein totaler Sarkasmus aus (Ryan, S.103)
-- eine andere Lösung ist, eine Überdosis Seekrankheitspillen zu schlucken und die Überfahrt durchzuschlafen (Ryan, S.104).

6.6.1944 Betende Soldaten auf
                  einem Küstenlandungsschiff (Landing Craft Infantry
                  Large, LCIL) auf der Überfahrt
6.6.1944 Betende Soldaten auf einem Küstenlandungsschiff (Landing Craft Infantry Large, LCIL) auf der Überfahrt

Gleichzeitig:
BBC sendet die zweite Zeile des Verlaine-Gedichts für die Résistance: Landung innert 48 Stunden

"Blessent mon coeur d'une langueur monotone" ("Die mein Herz mit langweilender Mattigkeit verwunden").

->> Der Abwehrchef der 15. Armee, will die Alliierten in die See zurückjagen
->> Meyer hastet ins Offizierskasino zum Oberbefehlshaber der 15.Armee zu Generaloberst Hans von Salmuth
->> Meyer informiert Rundstedt in St-Germain und alle anderen Fernschreiberstellen (Ryan, S.105)
->> nur die 7. Armee erhält keine Meldung (Ryan, S.105,107), auch das 84. Armeekorps nicht, ist auch nicht Meyers Aufgabe

-- das HQ von OB Rundstedt gibt die Meldung nicht an die ganze Westfront weiter (Ryan, S.107).

gleichzeitig:
GB: Es starten Flugzeuge mit Seglern und Fallschirmspringern
-- die Fallschirmspringer sollen Absprungzonen und Landezonen markieren
-- die Segler haben schwere Ausrüstung geladen (Ryan, S.107).

Nacht 5./6. 6. 1944

Le Havre: Der letzte Alarm - Landung der Alliierten am Calvados-Strand
In der Nacht vom 5. auf den 6. Juni 1944 ertönen die Alarmsirenen von Le Havre zum letzten Mal. Le Havre ist in einem dauernden Alarmzustand. Die Bewohner von Le Havre beobachten in der Ferne die Flotte der Alliierten, die sich dem Calvados-Strand nähert und hören den unaufhörlichen Lärm der Artilleriegeschosse von der Küste. Am Himmel sieht man Segelflugzeuge in Richtung Calvados-Strand fliegen. "Sie sind da", und sie sind doch nicht in Le Havre.
(aus: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm)

ab 5./6. 6. 1944
Le Havre: Verstärkte Tätigkeit des Widerstands ("Résistance")
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Le_Havre (2007)

6.6.1944
Karten zur Landung der Alliierten in der Normandie
Die verschiedenen Strände waren verschiedenen Nationalitäten zugeteilt: Die Landung der Alliierten teilt sich in die Strände "Utah", "Omaha", "Gold", "Juno" und "Sword" auf.


6.6.1944
                                    Karte der Strände, die nach
                                    Nationalitäten unterteilt sind
6.6.1944 Karte der Strände, die nach Nationalitäten unterteilt sind: Die Strände Utah und Omaha für "amerikanische" Truppen, die Strände Gold und Sword für englische Truppen, und der Strand Juno für [hauptsächlich] kanadische Truppen.
(aus: http://news.bbc.co.uk/cbbcnews/hi/newsid_ 3770000/newsid_3771200/3771223.stm)

6.6.1944
                                      Karte Landung der Alliierten der
                                      Verbindung zwischen Abfahrtshäfen
                                      und Stränden
6.6.1944 Karte Landung der Alliierten der Verbindung zwischen Abfahrtshäfen und Stränden

6.6.1944 Karte Landung der
                                      Alliierten, Zeiten und
                                      Fallschirmspringer
vergrössern  6.6.1944 Karte Landung der Alliierten, Zeiten und Fallschirmspringer

Karte 6.6.1944 Abfahrtshäfen,
                                      Strände, Flugzeugrouten,
                                      Minenfelder vergrössern Karte 6.6.1944 Abfahrtshäfen, Strände, Flugzeugrouten, Minenfelder

Karte der Landung der Alliierten in
                              der Normandie 6.6.1944
Karte der Landung der Alliierten in der Normandie 6.6.1944


Die NS-Führung hat in den Küstenregionen ganze Landstriche überschwemmt, damit Fallschirmjäger ertrinken. Die Meeresströmung wurde bei der Planung der Landung nicht berücksichtigt, so dass die Schiffe z.T. an völlig falschen Orten landeten.

6.6.1944 Karte der NS-Truppen in und um
                            die Normandie
6.6.1944 Karte der NS-Truppen in und um die Normandie

Die NS-Truppen bestehen aus Infanteriedivisionen (ID), aus mobilen Brigaden, der russischen Brigade Bouniatchenko und im Hintergrund die 21. Panzerdivision um Saint-Pierre-sur-Dives, weiter weg die 12. SS-Panzerdivision "Hitlerjugend" und die Lehr-Panzerdivision. Das war's dann...
(aus: http://www.normandiememoire.com/2_ histo1/histo1_p4_fr.htm)

[Der einzige Vorteil, den die NS-Truppen haben, ist die strategische Lage der hohen Klippen. Die zahlenmässige Unterlegenheit ist aber derart gravierend, dass nach 2 bis 3 Stunden auch dieser Vorteil vorüber ist].

Die Verbrechen auf den "amerikanischen" Stränden "Utah" und "Omaha", die viele überflüssige Tote kosten

Ryan erwähnt die taktischen Fehler der Westalliierten mit keinem Wort:

-- die westalliierten Kommandos unternehmen keine Kontrolle, ob die Trichterbombardierungen an Stränden gelungen sind und kein Nachfordern von Bombardierungen

-- es herrscht übermässiger Zeitdruck auf die Pioniereinheiten, die als erste auch noch z.T. falsch landen

-- die Tatsache der Strömung und der Fehllandungen wird nicht weitergemeldet, so dass nachfolgende Boote ebenfalls fast alle an falschen Stellen landen

-- Landung bei rauer See, das schöne Wetter im Mai 1944 wurde nicht genutzt

-- die Landung an Klippen, die bis zu 9 Stockwerke hoch sind, mit der Forderung, gegen NS-Feuer die Klippen mit Gepäck zu erklimmen, ist eine unmögliche Aufgabe, Tote sind vom alliierten Generalstab willentlich und fahrlässig in Kauf genommen worden.

6.6.1944, ab 0:10 GB-Zeit
Normandie: Absprung von 18.000 Fallschirmjägern im Hinterraum der Normandie-Küste im Raum der deutschen 7. Armee

x
Karte mit Position Cotentin
                                und Dives
Karte mit Position Cotentin und Dives

Der Stab der deutschen 7. Armee hat gar keine Ahnung, dass überhaupt ein Angriff im Gange ist (Ryan, S.107).

Die Fallschirm-Pfadfinder sollen Absprungzonen und Landezonen für Lastensegler im 130km2 grossen Gebiet zwischen Halbinsel Cotentin und dem Fluss Dives markieren [also alle vier Stärnde]. Sie sollen absolut still agieren, springen aber in ein absolutes Chaos (Ryan, S.115).

Die NS-Gegenwehr stört die Fallschirmspringer massiv
-- die NS-Armee meint, die Küste werden von Jägern angegriffen
-- die Flak schiesst wild tödliche Splitter in die Luft
-- Maschinen werden getroffen (Ryan, S.115), die Flak zielt auch auf Fallschirme (Ryan, S.116)
-- die alliierten Maschinen werden vom Flakfeuer von ihrem Kurs abgedrängt, nur 38 der 120 Pfadfinder landen im Zielgebiet (Ryan, S.116).

[Operation "Tonga": Zuerst landen Fallschirm-Pfadfinder zur Markierung erster Absprungziele, in einer zweiten Welle landen 30 Minuten später Fallschirmjäger mit Kampfausrüstung].

Die Markierungen in den Absprungzonen
Für die Markierung bleiben kaum 60 Minuten Zeit (Ryan, S.117-118). Jeder Fallschirm-Pfadfinder hat eine Springerbluse, Maschinenpistole, Minen, Scheinwerfer, Radargerät, Leuchtschirm, ist also beladen wie ein "Packesel" (Ryan, S.117)
-- mit Blinklichtern
-- mit Radarbaken
-- mit anderen Leitgeräten
-- die Zeit reicht kaum, es ist gemäss Ryan eine fast unlösbare Aufgabe (Ryan, S.122)

-- in Touffréville wird das grosse blinkende "K" in einer falschen Zone gesetzt (Ryan, S.123).

GB-kanadische Strandabschnitte "Gold", "Juno" und "Sword": Widrige, z.T. tödliche Faktoren
-- in den britischen Strandabschnitten "Gold", "Juno" und "Sword" herrscht Wind und leichter Nebel
-- es herrscht schweres Flak-Feuer
-- die Flugzeuge weichen so weit vom Kurs ab, dass die ankommenden Fallschirmspringer die Ziele gar nicht mehr finden können (Ryan, S.122)

-- oder man muss dreimal einen Ort überfliegen, um alle Fallschirm-Pfadfinder abzusetzen
-- oder die Ausrüstung wird an falscher Stelle abgeworfen

Karte mit Positionen Caen,
                    Orne, Dives, Absprungzonen und Schwemmgebieten
Karte mit Positionen Caen, Orne, Dives, Absprungzonen und Schwemmgebieten

GB-Abschnitt "Sword"
-- es ist der Absprung vorgesehen in den kleinen Dörfern Varaville, Ranville bei den zu besetzenden Brücken über den Caën-Kanal und die Orne, und in Touffréville 8 km vom Strand von Caën (Ryan, S.122)

-- die Fallschirmspringer für Ranville landen alle woanders (Ryan, S.123), Abdriften bis 50 km (Ryan, S.132)
-- Wind trennt Gruppen und treibt die Fallschirmspringer z.T. in das überflutete Dives-Tal, ein "angesumpftes" Gebiet, alle ertrinken dort (Ryan, S.123): Das überflutete Dives-Tal erweist sich als "Menschenfalle"

-- manchmal öffnet sich ein Fallschirm nicht (Ryan, S.133)
-- manche erleiden durch den Tod eines "Kameraden" ihren ersten Schock (Ryan, S.133-134)
-- Fallschirmjäger landen in Treibhäusern, in Bäumen, Brunnen, im Stacheldraht (Ryan, S.135)

-- das Gelände wirkt nach geglückter Landung auf die Soldaten feindlich, mit kleineren Feldern als erwartet, mit höheren Hecken als erwartet, mit schmaleren Wegen als erwartet
-- die Fallschirmspringer lösen bei der Bevölkerung Angst und Schrecken aus (Ryan, S.116)
-- es ist so still, dass sich die Pfadfinder z.T. gegenseitig beschleichen (Ryan, S.124)
-- die Fallschirmjäger fühlen sich von Gartenfiguren verfolgt (Ryan, S.136)
-- manche werden nach der Landung erschossen (Ryan, S.117).

Geographische Verwechslungen der Flussmündungen von Orne und Dives: tödlich
Manche GB-Piloten halten die Divesmündung für die Orne-Mündung, setzen die Männer über dem überfluteten Dives-Tal ab, z.B. das 9. Bataillon, das die Batterie von Merville stürmen sollte, viele ertrinken (Ryan, S.136).

Die Rucksäcke der Fallschirmjäger saugen sich voll Wasser, verdoppeln das Gewicht. Aber auch beim Abwerfen der Last (Ryan, S.137) ertrinken viele kurz vor dem Ufer im Dives ohne offensichtlichen Grund. Das Durchwaten des Dives endet im plötzlichen Ertrinken. Zusätzlich herrscht Orientierungslosigkeit durch Bodennebel (Ryan, S.138).

Der Feldgeistliche John Gwinnet braucht z.B. 17 Stunden, bis er aus den Sümpfen am Dives herausfindet (Ryan, S.138).

6.6.1944, 0:55 GB-Zeit, kurz vor Mitternacht deutsche Zeit
NS-Truppen: St-Lô, HQ 84. Armeekorps: Vorbereitung des Geburtstags von General Marcks
General Marcks hat an der Ostfront schon ein Bein verloren (Ryan, S.129). Die Flak schiesst über St-Lô einen Bomber ab. Die Geburtstagsfeier beginnt an Mitternacht deutscher Zeit im Hauptquartier ohne Störung (Ryan, S.130).

Karte mit den
                              Positionen Cotentin und Saint-Lõ
Karte mit den Positionen Cotentin und Saint-Lõ
General
                              Marcks, Portrait
General Marcks, Portrait

6.6.1944, 1:00 GB-Zeit
Ranville: Signalhörner sammeln die Fallschirmjäger zum Sichern des Raumes bis zum Dives
um die Brückenbesetzer zu unterstützen, Besetzung von Ranville. Die Fallschirmjäger haben 5 1/2 Stunden Zeit, am Strand einen Landekopf zu errichten und die linke Flanke [zum Fluss Dives hin] zu sichern, mit der Zerstörung von 5 Brücken über den Dives (Ryan, S.131). Verstärkung ist ab 3:20 mit 69 riesigen Lastenseglern geplant mit weiteren Soldaten, Fahrzeugen und Geschützen (Ryan, S.132).

Karte mit Positionen Caen,
                    Orne, Dives, Absprungzonen und Schwemmgebieten
Karte mit den Positionen von Ranville, Merville und dem Fluss Dives und Schwemmgebieten

Die Fallschirmjäger müssen eine Landebahn auf freiem Feld schaffen, Minen räumen, Eisenbahnschwellen entfernen. Die Fallschirmjägerbrigaden sind alle unvollständig, viele finden die Orte trotz Signalhorn nicht oder sind schon in überfluteten Gebieten ertrunken (Ryan, S.132).

Die 3. und 5.Fallschirmjägerbrigade hat den Auftrag, bei Merville eine schwere Küstenbatterie zu zerstören und die Landung im Abschnitt "Sword" zu sichern (Ryan, S.132). Die 5. Fallschirmjägerbrigade schafft die Landung bei Ranville (Ryan, S.133). Die Kommandeure der Fallschirmspringerbataillone wissen aber nicht, wo ihre Leute geblieben sind. Die Stürmung der NS-Stellung von Mervilles erscheint sehr fraglich (Ryan, S.138).

Geplant ist die Landung eines weiteren Lastenseglers mit Jeeps, Pakgeschützen, Flammenwerfern, Torpedos, Minensuchern, Granatwerfern und Sturmleitern. Kommt kein Erfolgszeichen, so erfolgt die Bombardierung mit 2000kg-Bomben und neue Lastensegler mit neuen Truppen gegen die Merville-Festung, um den Strandabschnitt "Sword" bis 5:30 Uhr GB-Zeit freizubekommen (Ryan, S.139). Ist bis dann die Festung noch intakt, werden Schlachtschiffe die Festung bombardieren (Ryan, S.139-140).

Zwischen 1-3 Uhr GB-Zeit richten die Pioniere im Mondlicht eine Landebahn ein, sprengen Hindernisse weg etc. (Ryan, S.170).

6.6.1944, 1:15 GB-Zeit
Normandie: Grossangriff der Luftlandetruppen
(Ryan, S.118). Ab 1:20 GB-Zeit blinken Lichter aus den Absprungzonen an den strategischen Punkten zwischen Cotentin und  Dives (Ryan, S.125):

-- Segelflugzeugen, von Bombern gezogen, an der Küste abgehängt, sausen auf die ausgemachten Landeplätze zu

--  ca. 30 Mann pro Lastensegler

-- Angriff auf Brücken über den Caën-Kanal und über die Orne [Strandabschnitt "Sword"] (Ryan, S.118). Ziel ist es, die Brückenwachen zu überwältigen, die Brücken unbeschädigt zu besetzen und die Verbindung zwischen Caën und dem Meer zu unterbrechen, so dass ein NS-Panzerangriff verunmöglicht wird

-- für die Angriffe auf die Brücken ist eine zweifache Bruchlandung von Lastenseglern an der Auffahrt zu den Brücken geplant (Ryan, S.119).

"Sword": Sturm der Brücken am Caën-Kanal und an der Orne

-- wichtige Brücken über die Orne und den Orne-Kanal daneben sind z.B. die Pegasusbrücke und die Horsabrücke
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Tonga)

Pegasusbrücke über den
                    Caen-Kanal (Ornekanal) in Benouville
Pegasusbrücke über den Caen-Kanal (Ornekanal) in Benouville
(http://de.wikipedia.org/wiki/Bild:Pegasus_Bridge_1944.jpg)

-- die deutschen Besatzungen sind völlig verwirrt und entsetzt
-- es kommt zu Schiessereien, es gibt Tote, der Abschuss von NS-Leuchtraketen wird verhindert (Ryan, S.120), ebenso der Abschuss von NS-Phosphorgranaten etc. (Ryan, S.121)
-- der dritte geplante Lastensegler wählt eine falsche Brücke und landet am Dives (Ryan, S.120-121)

-- die Fallschirmjäger stellen fest: Es sind gar keine Sprengladungen in den Brückenfundamenten eingebaut worden
-- die GB-Kommandanten geben die Erfolgsmeldung per Funk durch: "ham and jam" ("Schinken und Marmelade") (Ryan, S.121).

NS-Besatzung: Widersprüchliche Meldungen ohne Beweise bei der 7. Armee
-- das 84. Armeekorps z.B. hat nur für 24 Stunden Munition (Ryan, S.127)
-- bei der 7. Armee gehen widersprüchliche Meldungen ein, es herrscht totale Verwirrung, meist werden Schattengestalten gesehen, es fehlen klare Beweise, die Anzahl der Abgesprungenen ist unklar
-- es könnte alles wie schon so oft ein falscher Alarm sein
-- die Bataillonskommandanten senden aber Spähtrupps aus (Ryan, S.128)

  
Friedrich Dollmann,
                            Portrait
Friedrich Dollmann, Portrait

-- aber niemand hat den Mut, erhöhte Alarmbereitschaft zu befehlen
-- zwei auf Cotentin stationierte Generale sind schon auf dem Weg zum "Planspiel" in Rennes, und ein dritter folgt, Generalleutnant Falley, um rechtzeitig in Rennes zu sein, alle drei gegen die Weisung des HQ der 7. Armee
-- der Oberbefehlshaber der 7. Armee, Generaloberst Friedrich Dollmann, schläft im HQ in Le Mans, denn er denkt, bei dem Wetter passiere sicher nichts, sein Stabschef Pemsel ebenfalls (Ryan, S.129).

Die Panzerdivisionen bei Paris werden an Hitler vorbei in die Normandie befohlen
Die 21. Panzerdivision und die Panzer-Lehrdivision bekomkmen von Rundstedt den Befehl zum Einsatz. Rundstedts Generalleutnant leitet zur Legitimierung des Befehls den Befehl an das OKW nach Berchtesgaden weiter, an Jodls Offizier vom Dienst, Oberstleutnant Friedel. Der nimmt Kenntnis davon und hat keinen Einwand, weckt deswegen Jodl nicht (Ryan, S.251).

ab 2 Uhr GB-Zeit
Bombardierungen der NS-Küstenstellungen der Normandie
"Sword" Stellung Merville: Bomben treffen nicht - der Lastensegler für den Nachschub bleibt ebenfalls aus (Ryan, S.140).

Karte mit Positionen Caen,
                    Orne, Dives, Absprungzonen und Schwemmgebieten
Karte mit den Positionen von Ranville, Merville und dem Fluss Dives und Schwemmgebieten

Die NS-Besatzung der Normandie sieht keine Schiffe und meint, alles sei ein Spuk. Bomber [der Alliierten] überfliegen z.T. die Küste ohne Abwurf und scheinen zu verschwinden (Ryan, S.140). [Dabei machen die Bomber einen Bogen und kommen bei den "amerikanischen" Strandabschnitten "Omaha" und "Utah" wieder zum Vorschein].

"Omaha" und "Utha": Bombardierungen von hinten vom Landesinnern her
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Karte mit Positionen von
                                Cotentin und Sainte-Mère-Église
Karte mit Positionen von Cotentin und Sainte-Mère-Église

Zum Beispiel wird Ste-Mère-Église bombardiert (Ryan, S.141). Verirrte Bomben treffen Zivilhäuser (Ryan, S.141-142). Es brennt in Sainte-Mère-Église. Es erfolgen unter deutscher Bewachung nach Aufheben des Ausgehverbots Löscharbeiten mit Eimerketten (Ryan, S.142).

Sodann erfolgt eine erneute Bombardierung der Ziele vom Westen her (Ryan, S.143).

Die Landung der Luftlandedivision 101 und 82 bei Ste-Mère-Église wird zum Inferno

Aufgabe ist, die Seenplatte des Strandes "Utah" und das Douve-Tal unter Kontrolle zu bekommen, sonst können die deutschen Truppen die Landetruppen von den Dämmen aus gleich zurück ins Meer werfen. Die "amerikanischen" Fallschirmjäger sollen eine Igelstellung zwischen der Seenplatte und dem Douve einnehmen, mit Luftverbindung bis Westen (Ryan, S.148).

Es landen 13.000 "amerikanische" Fallschirmjäger mit Lastenseglern, die 40.000 Mann NS-Truppen auf Cotentin gegenüberstehen (Ryan, S.148-149). Aufgaben:

-- zuerst die Batterie bei St-Martin-de-Varreville stürmen, dann die Dämme besetzen
-- v.a. auch die Schleuse am Douve bei La Barquette einnehmen
-- Ste-Mère-Église einnehmen, die Übergänge über den Douve und Merderet halten und nördlich der Stadt Stellungen ausheben gegen einen Gegenangriff
-- Landezonen für Lastensegler schaffen für Landungen von Lastenseglern ab 4 Uhr (Ryan, S.149).

Karte mit den Positionen
                    Sainte-Mère-Église, Douve, Landezone,
                    Schwemmgebiete
Karte mit den Positionen Sainte-Mère-Église, Douve, Landezone, Schwemmgebiete

Tödlich: Das Landegebiet liegt neben dem brennenden Ste-Mère-Église

-- der Wind treibt einen Teil der "amerikanischen" Fallschirmjäger nach Ste-Mère-Église direkt in die Flak und ins brennende Städtchen

-- die NS-Wachen, die die Löscharbeiten bewachen, schiessen die "amerikanischen" Fallschirmspringer mit Maschinengewehren vom Himmel  (Ryan, S.143)

-- das Feuer im Städtchen erhitzt die Rucksäcke mit Munition und bringt sie noch in der Luft zur Explosion (Ryan, S.144)

-- die deutsche Besatzung meint, Ste-Mère-Église sei das Zentrum des Angriffs

-- das Feuer im Städtchen weitet sich weiter aus

-- "amerikanische" Fallschirmspringer landen in den Stadtbäumen und werden von Kugeln durchsiebt

-- 1000e von Männer springen weiter über dem Strandabschnitt "Utah" ab, der Wind treibt sie alle neu ins Städtchen hinein, 1-2 fallen direkt ins Feuer, wo ihre Munition im Rucksack sofort explodiert (Ryan, S.145)

-- die deutschen Wachen schiessen auf alles, was kommt

-- in Ste-Mère-Église findet das erste Gefecht der Landung der Alliierten statt, ungeplant (Ryan, S.146), die eigentliche Schlacht steht erst noch bevor (Ryan, S.146-147).

Tödlich: Das Landegebiet liegt zwischen Sumpf und Meer

-- viele Fallschirmspringer unterschätzen die Gefahr, springen im Flug von Ost nach West zu spät ab und landen im Meer, oder viele springen zu früh und landen in den Schwemmgebieten (Ryan, S.150)

-- 60 % der Ausrüstung geht verloren (Ryan, S.149), viele Männer ertrinken in den Sümpfen (Ryan, S.149-150), z.T. wegen der schweren Rucksäcke (Ryan, S.151)

-- nur einem Regiment gelingt die Landung an der vorgesehenen Stelle zwischen den Sumpfgebieten und der Seenplatte (Ryan, S.149)

Verletzung: Oberstleutnant Vanderwoort bricht sich beim Landen den Knöchel und kämpft 40 Tage mit gebrochenem Fuss mit Schiene (Ryan, S.158).

Die "amerikanischen" Fallschirmjäger sammeln sich mit Spielzeuggrillen als Sammelruf (Ryan, S.152). Jeder "amerikanische" Soldat hat eine solche Grille, um sich gegenseitig zu erkennen (Ryan, S.153).

Allgemein bleiben die "amerikanischen" Generäle aber ohne Leute allein und ohne Funk (Ryan, S.156). Die Soldaten versuchen stundenlang, ihre Ausrüstung in den Sumpfgebieten zu retten. Die Eisenbahnlinie Cherbourg-Carentan wird Orientierungspunkt (Ryan, S.157).

Der NS-Streitkräfte bleiben ruhig und meinen weiteer, die Hauptinvasion der Alliierten würde am Pas de Calais stattfinden. Die Radarstationen sind bereits zerbombt oder durch Staniolstreifen [in der Atmosphäre ausgestreute Staniolstreifen] unbrauchbar gemacht (Ryan, S.159).

6.6.1944
                              "US"-Segelfliegerabsturz mit
                              Toten
vergrössern6.6.1944 "US"-Segelfliegerabsturz mit Toten
6.6.1944 Douve, Absturz eines
                              Lastenseglers in das
                              Überschwemmungsgebiet
vergrössern6.6.1944 Douve, Absturz eines Lastenseglers in das Überschwemmungsgebiet


3 Uhr  ca. GB-Zeit

Strand "Utah": "Amerikanische" Lastensegler: Es fehlt an "amerikanischen" Seglerpiloten
Allgemein hat die "US"-Armee kaum Segelflieger. Die Kopiloten gibt es nicht, sondern dort sitzen nicht ausgebildete Luftlandesoldaten als Copilot. Wenn der Pilot durch Flak verletzt wird, ist kein qualifizierter Pilot da (Ryan, S.172).

"Omaha": Einfliegen der "amerikanischen" Lastensegler der 101. Division (Ryan, S.170) auf dem Landeplatz Hiesville, mit Kennlichtern markiert (Ryan, S.171), 12 Meilen vor dem Strand entfernt (Ryan, S.164), mit Jeeps, Pakgeschützen, Sanitätseinheiten, ein kleiner Bulldozer (Ryan, S.171).

"Omaha": Einfliegen der Lastensegler der 82.Division, Landungen bei Ste-Mère-Église:
--  kaum 50 % finden den Landeplatz
-- Landungen in Hecken und Büschen, in Häusern, in Flüssen, in Sümpfen des Merderet, hohe Verluste an Material und Menschen (Ryan, S.172).

Die Landungen finden total verstreut statt (Ryan, S.172).

"Utah": Erster Angriff: auf Foucarville
Foucarville ist Eingangstor zur "amerikanischen" Landungsregion. NS-Panzer könnten den Durchgang blockieren (Ryan, S.155-156). Die 101. Division rückt vor bis zum Gefechtsstand, aber Rückzug bis zum Morgen (Ryan, S.156).

Karte mit den Positionen
                    Sainte-Mère-Église, Douve, Foucarville, Landezone
Karte mit den Positionen Sainte-Mère-Église, Douve, Foucarville, Landezone

Guerilla-Taktik der Fallschirmjäger und Seglertruppen
Allgemein beginnt nun bis 4 Uhr GB-Zeit ein Vorkämpfen der Fallschirmspringer und verstreuten Lastensegler-Besatzungen  zu den Hauptstützpunkten (Ryan, S.173), erste Strassensperren und Maschinengewehrlöcher werden eingerichtet, z.B. in Ste-Mère-Église, Telefonkabel werden zerschnitten, hängende, tote Fallschirmjäger in Bäumen oder Kirchturmspitzen werden entdeckt (Ryan, S.174), in Ste-Mère-Église wird die "amerikanische" Flagge gehisst (Ryan, S.175).

Strand "Sword": Landung weiterer GB-Lastensegler
69 Lastensegler landen bei Ranville beim britischen Luftlandekopf (Ryan, S.164). 49 der 69 Lastensegler landen auf der Landebahn bei Ranville (Ryan, S.169). Die Landungen sind nicht reibungslos, mit Verletzten. Die Lastensegler sind schwer beladen mit neuen Truppen, Pakgeschützen, Jeeps (Ryan, S.170).

Karte mit Positionen Caen,
                    Orne, Dives, Absprungzonen und Schwemmgebieten
Karte mit den Positionen von Ranville, Merville und dem Fluss Dives und Schwemmgebieten

Strand "Sword": Sturm auf die NS-Batterie Merville
Viel Material ist in den Überschwemmungsgebieten verloren. Die Bombardierungen von oben waren erfolglos. Von 700 Mann sind nur 150 Mann des Bataillons anwesend (unter Oberstleutnant Otway), und diese sind ohne schwere Geschütze (Ryan, S.176), die die NS-Batterie von Merville stürmen sollten (Ryan, S.176, 182). Otway selbst hat sein Gepäck verloren, hat keine Leuchtkugeln, um die für ihn bestimmten Lastensegler herzuleiten. Ausserdem kommen nur zwei (Ryan, S.177). Die Segler kreisen, erhalten kein Signal, werden von deutscher Abwehr beschossen und landen Kilometer weit entfernt (Ryan, S.178).

Otway zieht mit seinem Rest-Bataillon den Sturmangriff gegen die Batterie-Stellung durch mit Angriffen über Minenfelder mit vielen Toten (Ryan, S.178-179). Die NS-Besatzung ergibt sich, die NS-Geschütze werden zerstört. Eine gelbe Leuchtrakete ist das Signal für die erfolgreich durchgeführte Operation. Über ein Flugzeug wird das Signal den Schiffen weitergeleitet (Ryan, S.180).

Von 200 Mann NS-Besatzung sind 178 tot oder tödlich verwundet, 22 werden gefangengenommen. Otways Rest-Bataillon von 150 Mann hat 70 Tote oder Verwundete zu beklagen. Die Verletzten müssen liegengelassen werden, weil noch "andere Aufgaben" bevorstehen (Ryan, S.181).

Landung auf den St-Marcouf-Inseln, zwei kahle Felsen
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Karte mit den Positionen
                                von Cotentin und den
                                Saint-Marcouf-Inseln
Karte mit den Positionen von Cotentin und den Saint-Marcouf-Inseln


Karte mit den Positionen
                                von Cotentin, Montebourg und
                                Saint-Marcouf
Karte mit den Positionen von Cotentin, Montebourg und Saint-Marcouf


Die "Amerikaner" vermuten dort Geschütze, aber die Inseln sind nicht befestigt, sondern total vermint mit Springminen (Ryan, S.175), die 19 Tote und weitere Verwundete fordern. Soldaten kotzen Kugeln. Oberstleutnant Dunn meldet am Schluss "Auftrag ausgeführt". Im Prinzip ist dies die erste Seelandung von "Overlord" (Ryan, S.176).

[Die Saint-Marcouf-Inseln sind nicht zu verwechseln mit der Ortschaft Saint-Marcouf auf Cotentin].

Erst jetzt wachen die NS-Stellen auf
-- General Marcks, Kommandeur des 84. Armeekorps, feiert immer noch Geburtstag und bereitet das "Kriegsspiel" in Rennes vor
-- ein Telefonanruf von Generalleutnant Richter von der 716. Division  unterrichtet Marcks über Fallschirmjäger östlich der Orne
-- General Marcks alarmiert Stabschef Pemsel, Chef des Armeeoberkommandos der 7. Armee in Le Mans
-- Stabschef Pemsel befielt die erste Alarmstufe für die 7. Armee und weckt den Oberbefehlshaber Dollmann (Ryan, S.160)

-- dann meldet Marcks erneut Fallschirmjäger, jetzt bei Montebourg und [bei der Ortschaft] St-Marcouf (Ryan, S.161).

-- das Marcks-HQ meldet dem HQ in Le Mans: "Verbindung mit Ste-Mère-Église abgeschnitten" (Ryan, S.175).

3:35 GB-Zeit
Le Mans: Stabschef Pemsel alarmiert Rommels Stabschef Speidel der Heeresgruppe B im Schloss La Roche Guyon
Gleichzeitig bleibt am Ärmelkanal jeglicher Angriff aus, wo sich die 15. Armee befindet (Ryan, S.161).

Die totale Ungläubigkeit der NS-Stäbe
-- niemand glaubt, dass dies die Landung selbst sei, totale Verwirrung beim Stab von Rundstedt in Paris und beim Rommel-Stab


Karte mit den Positionen
                                Cotentin und Lessay
Karte mit den Positionen Cotentin und Lessay

-- oft kommen auch widersprüchliche Meldungen

-- zur Verwirrung werden südlich des Invasionsgebietes "als Fallschirmjäger verkleidete Puppen" (Gummipuppen) abgeworfen, mit Feuerwerkskörpern behängt, Explosion bei der Landung soll ein Handfeuergefecht vortäuschen, so ein "Feuergefecht" wird z.B. als Landung bei Lessay gemeldet (Ryan, S.162)

-- der Rommel-Stab im Schloss La Roche Guyon vermerkt die Landungen mit roten Flecken auf der Karte (Ryan, S.163)

-- bei der Ortschaft St-Marcouf werden 12 "Amerikaner" gefangen genommen (Ryan, S.163).

4 Uhr GB-Zeit
Le Mans: Stabschef Pemsel erkennt die Hauptlandung, der Rest noch nicht
Pemsel ist vom Hauptstoss an der Normandie-Küste überzeugt. Die Marinestation in Cherbourg ortet in der Seinebucht manövrierende Schiffe (Ryan, S.163). Pemsel sieht den Zusammenhang der Landung, aber Rommels Stabschef Speidel glaubt es nicht (Ryan, S.164). Auch Rundstedts Stellvertreter, Generalleutnant Zimmermann, glaubt nicht an den Hauptstoss in der Normandie, weil es sich u.a. um "Strohpuppen" handelt (Ryan, S.164).

Fast alle glauben weiter an eine Landung am Ärmelkanal. Der Chef des Stabes beim Armeeoberkommando 15, Generalmajor Rudolf Hofmann, wettet mit Pemsel um ein Abendessen, dass die Hauptlandung am Ärmelkanal stattfinde. Es werden Massnahmen gegen Fallschirmjäger getroffen, mehr passiert von deutscher Seite aus nicht. Manche Divisionskommandeure sind auf dem Weg nach Rennes, zwei sind nicht erreichbar: Generalleutnant Karl-Wilhelm von Schlieben schläft in einem Hotel in Rennes, und Generalleutnant Wilhelm Falley ist auf der Fahrt dorthin 165).

Als einzige Massnahme werden deutsche Torpedoboote unter Karvettenkapitän Heinrich Hoffmann vorbereitet. Aus Le Havre laufen 3 Torpedoboote gegen die Invasionszüge der Alliierten vor dem Strand "Omaha" (Ryan, S.166).

  
Hermann von Oppeln
                            Bronikowski, Portrait
Hermann von Oppeln Bronikowski, Portrait

Jodl-Stellvertreter Warlimont,
                              Portrait
Jodl-Stellvertreter Warlimont, Portrait


Knapp 40 km vor Caën liegt die 21. Panzerdivision vom ehemaligen Afrikakorps, 1642 kriegserfahrene Männer. Es ist alles vorbereitet zum Gegenangriff unter Kommandant Oberst Hermann von Oppeln-Bronikowski. Die Motoren laufen schon. Bronikowski erwartet nur noch den Befehl, den Raum zwischen Caën und der Küste zu "säubern". Aber es kommt kein Befehl (Ryan, S.167).

Die deutsche Luftwaffe wird gar nicht erst aufgeboten. Nur die Soldaten in der Region selbst sind in Alarmbereitschaft (Ryan, S.168).

Rommel ist in Ulm und schläft, und der Rommel-Stab meint, die Situation sei noch nicht gefährlich genug, um ihn zu informieren (Ryan, S.169).

6.6.1944, ab 4 Uhr GB-Zeit
OKW: Jodl-Stellvertreter Warlimont erhält die Bitte um die Panzerdivisionen bei Paris

Jodl-Stellvertreter Warlimont befindet sich in der Kaserne Strub bei Berchtesgaden. Warlimont verfolgt die Ereignisse in der Normandie genau mit (Ryan, S.249).

6.6.1944, Morgendämmerung / 4:30  ca.

Die Lage in der Normandie:
-- das gesamte Nachrichtennetz ist zerstört
-- beide Flanken, die Eckpunkte der Abschnitte "Utah" (auf Cotentin) und "Sword" (am Fluss Dives) sind gesichert
-- das NS-Kommando ist total verwirrt (Ryan, S.182)

GB-Zone der Strände "Gold" und "Sword":
-- die 5 Übergänge über den Fluss Dives sind zerstört
-- um Caën sind Fallschirmjäger in Stellung
-- die GB-Zone erwartet einen deutschen Gegenangriff, der aber nicht kommt (Ryan, S.182).

"US"-Zone, Strand "Utah" (auf Cotentin):
-- um die Übergänge am Fluss Merderet und am Fluss Douve sind Gräben angelegt
-- der Landekopf "Utah" wird gehalten
-- es sind viele zerstreute Leute zu beklagen, die ihre Divisionen nicht finden
-- der Ort St-Martin-de-Vorrorreville ist "amerikanisch" besetzt (Ryan, S.182)
-- die Schleuse von La Barquette ist "amerikanisch" besetzt (Ryan, S.183).

Die Positionen im Hinterland der Strände sind bezogen. Für den gesamten Geländeabschnitt an der Normandie steht nun der Kampf um die Strände bevor (Ryan, S.183).

6.6.1944, ab 4:30 Uhr  ca. / ab der Morgendämmerung
Die deutsche Abwehr erkennt die Hauptlandung - Aufstellung der Landungszüge - die Vorbereitung der Sturmboote

Die Klein-U-Boote X20 und X23 gehen an den Stränden "Gold", "Juno" und "Sword" in Position
und geben Funksignal für die Landungsschiffe 12 Seemeilen vor der Küste (Ryan, S.183, 196). Die alliierte Seite baut künstliche Nebelwände auf, um die Boote zu verschleiern (Ryan, S.198).

Der einzige deutsche Gegenangriff ist ein Angriff mit den U-Booten unter Korvettenkapitän Hoffmann: ein Zerstörer versenkt
-- die U-Boote entdecken die Nebelwand und durchfahren sie, entdecken die Schiffsansammlung

-- die deutschen U-Boote feuern 18 Torpedos gegen die Landungsschiffe ab, dann retten sich die U-Boote im Zickzackkurs  gegen den Beschuss durch die alliierten Schiffe (Ryan, S.198)

-- der norwegische Zerstörer sinkt, 30 Tote oder Verletzte

-- Hoffmann will nach Le Havre funken, um die Situation zu schildern, aber das Funkgerät ist vom Gefecht "ausser Betrieb" gesetzt (Ryan, S.199).

Die deutsche Späher-Abwehr erkennt die Hauptlandung - Panzer von Paris bereit - Jodl und Hitler schlafen
Die deutschen Funkmessstationen von Admiral Krancke melden immer mehr Schiffe, 100e von Schiffen. Pemsel meldet alles an die Stäbe von Rommel und Rundstedt durch (Ryan, S.184). Rundstedt glaubt nun auch langsam an die Hauptlandung in der Normandie und befielt die beiden Panzerdivisionen bei Paris an die Normandie-Küste, die 12.SS-Panzerdivision und die Panzer-Lehrdivision, obwohl diese Divisionen direkt unter Hitlers Befehl stehen. Jodl vom OKW in Berchtesgaden im Hitler-HQ erhält die Bitte um die Freigabe der Panzerdivisionen. Jodl schläft aber (Ryan, S.185).

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Werner Pluskat, Portrait
Werner Pluskat, Portrait

Die Angestellten meinen, man könne warten. Auch Hitler wird nicht geweckt, denn es könnte ja ein Fehlalarm sein, und dann könnte Hitler hysterisch etwas falsches entscheiden, so Hitlers Marinesachverständiger Puttkamer (Ryan, S.186).

Gleichzeitig meinen viele Soldaten an der Westfront, der Alarm sei wieder einmal eine "Übung". Deutsche Späher wie z.B. Major Werner Pluskat können nur Dunst am Meereshorizont erkennen. Erst, als sich der Dunst lichtet, werden die Schiffe im Fernglas sichtbar (Ryan, S.187).

Pluskat meldet dies Major Block von der 352.Division. Pluskat schätzt mindestens 10.000 Schiffe (Ryan, S.188).

Alliierte: Die Aufstellung der Landungsboote  - Appelle an die Soldaten und die Vorbereitung der Sturmboote

-- es werden Transportverbände zusammengestellt

-- Sturmboote werden heruntergelassen (Ryan, S.191)

-- es werden Schlagworte an die Soldaten gerufen, die in die Sturmboote steigen: "Denkt an Coventry! Denkt an Dünkirchen! Macht ihnen die Hölle heiss!"

-- Schlagworte: "Ihr habt nur Hinfahrt gelöst, und hier ist Endstation!" - "Vater unser, der du bist im Himmel..." (Ryan, S.192), oder es werden Ferse aus Shakespeare "Heinrich V." gerufen: "Wer heute überlebt und heil zurückkehrt, / steht auf den Zehen, spricht man von diesem Tag" (Ryan, S.193)

-- Soldaten tauschen Heimatadressen aus, um sich später nach der Schlacht wieder zu sehen (Ryan, S.192)

-- die Sturmboote schwenken in der rauen See auf und ab, die Soldaten darin sind schon "durchnässt, seekrank und elend", als die Schiffe noch gar nicht fahren (Ryan, S.193)

-- bei dem hohen Wellengang kann man nur schwer einsteigen (Ryan, S.194)

-- die Soldaten müssen mit viel Gepäck aufs Schiff, es sind geschätzte 100-150 kg, mit Rettungsring, Waffen, Munitionskästen, Schanzzeug, Gasmaske, Verbandszeug, Kochgeschirr, Messer und Verpflegung, Handgranaten, Sprengladungen und Munition und oft noch Spezialgeräte. Die Soldaten bewegen sich gemäss Major Gerden Johnson wie "Schildkröten" (Ryan, S.194)

-- beim Einsteigen kommt es zu schweren Unfällen am Kletternetz in die Sturmboote durch die sich auf und ab bewegenden Sturmboote: Zerquetschte Füsse oder Stürze (Ryan, S.194-195)

-- oder die Schiffskrane haben eine Panne und Boote hängen stundenlang in der Luft

-- oder die Wellen spielen mit den Sturmbooten  wie "Jojos", z.T. kippen die Boote sogar um und die Soldaten retten sich ans Kletternetz

-- Motto vor der Abfahrt, z.B. Unteroffizier Michael Kurtz: "Dass ihr mir ja hinter der Bordkante in Deckung bleibt. sobald man uns ankommen sieht, wird auf uns geschossen. Wenn ihr durchkommt - gut. Kommt ihr nicht durch, dann ist das hier eine verdammt gute Ecke zum Sterben. Und nun voran!" (Ryan, S.195).

ab 5:30 GB-Zeit
Der z.T. tödliche Weg zur Küste über 12 Seemeilen im Sturmboot

-- die einzelnen Küstenabschnitte haben Decknamen wie "Leicht Rot", "Fuchsgrün" etc.
-- Amphibienfahrzeuge wie z.B. die schwimmenden Panzer ("Schwimmpanzer") sollen den Angriff gleichzeitig decken (Ryan, S.196)
-- Unterwasserräumpioniere sollen Minen und Hindernisse beseitigen (Ryan, S.196-197)
-- fast alle Soldaten sind inzwischen in den Sturmbooten in der rauen See seekrank, nur wenige sind immun (Ryan, S.197)
-- mit Helmen wird das Wasser aus den Booten geschöpft (Ryan, S.202)

-- viele Boote laufen voll, die Konstrukteure hatten behauptet, die Bote könnten nicht sinken, aber manche sinken trotzdem
-- alle Beobachter beginnen wie wild, Wasser zu schöpfen oder Verpflegung, Kleidung und Sturmgepäck über Bord zu werfen
-- insgesamt sinken vor dem Strand "Omaha" zehn, vor dem Strand "Utah" 7 Landungsboote (Ryan, S.207), nachfolgende Rettungsboote fischen einige Soldaten auf, einige ertrinken wegen ihres schweren Gepäcks (Ryan, S.208)

-- die Sturmboote und Landungsboote fahren z.T. auch auf Seeminen auf. In solchen Fällen fliegen Boote, Besatzung und Panzer durch die Luft und werden zerfetzt oder die Verletzten ertrinken, weil die Rettung im "amerikanischen" Zeitplan nicht vorgesehen ist, trotz allen Hilferufen. Ryan:

"Rileys Befehl lautete, die Truppe 'zeitgerecht anzulanden, ohne sich um Verwundete zu kümmern'. Er versuchte, sich gegen die Schreie [der Ertrinkenden] zu verschliessen und liess sein Boot an den Ertrinkenden vorbei strandwärts steuern. Ihm blieb nichts anderes übrig." (Ryan, S.208)

-- in der Folge schwimmen viele Leichen im Wasser schon auf dem Weg zu den Stränden (Ryan, S.209).

6.6.1944 Sturmboote auf dem Weg zum Strand
                      Omaha, USS Augusta im Hintergrund
vergrössern6.6.1944 Sturmboote auf dem Weg zum Strand Omaha, USS Augusta im Hintergrund

Währenddessen fahren hinten dran weitere Truppen durch den Kanal, mit Fesselballons:
Schiffskonvoi mit Infanterie-Landungsbooten
                      (Landing Craft Infantery Large (LCIL) mit
                      Fesselballons
vergrössernSchiffskonvoi mit Infanterie-Landungsbooten (Landing Craft Infantery Large (LCIL) mit Fesselballons

Die deutsche Abwehr-Taktik an den Stränden: Den Gegner auflaufen lassen
heisst, erst schiessen, wenn die alliierten Soldaten die Küste betreten (Ryan, S.204) [um die Strandhindernisse effektiv wirken zu lassen]. Den alliierten Soldaten fällt auf, dass auf See kein NS-Feuer stattfindet (Ryan, S.206).

"Omaha": 352. NS-Division liegt in Küstenstellungen (Ryan, S.200)
"Gold", "Juno" und "Sword": die "zweitrangige 716.Division" mit russischen und polnischen "Freiwilligen" liegt in Küstenstellungen (Ryan, S.238)

ab 5:50 GB-Zeit  ca.
Der alliierte "Sturm" in Richtung Küste in der rauen See

Ertrinkende von umgekippten Booten - BBC ruft die Zivilbevölkerung zum Verlassen der Häuser auf
Bis zuletzt rasen die Sturmboote meist an hilfeschreienden Ertrinkenden vorbei (Ryan, S.210). Die BBC ruft per Radio die Normandie-Bevölkerung zum Verlassen von Städten und Dörfern auf, zum Gang "auf freies Feld ... nicht in grossen Gruppen, die für Truppenansammlungen gehalten werden könnten" (Ryan, S.205).

Strandabschnitte GB-CA "Gold", "Juno" und "Sword" ("Queen beach"): Tödliche Umstände und tödlicher Kampf ca. 30 Minuten

6.6.1944 Karte Landung der
                    Alliierten der Verbindung zwischen Abfahrtshäfen und
                    Stränden
6.6.1944 Karte Landung der Alliierten der Verbindung zwischen Abfahrtshäfen und Stränden

-- die drei GB-CA-Strandabschnitte sind von der "zweitrangigen 716. Divison" der Wehrmacht bewacht, mit z.T. "zum Kriegsdienst gezwungenen russischen und polnischen 'Freiwilligen' " (Ryan, S.238). Diese "Freiwilligen" wollen sich sofort ergeben, und einige Deutsche haben schon die Koffer gepackt in der Hoffnung auf eine Heimreise (Ryan, S.246)

-- die drei Strandabschnitte werden zuerst mit Artillerie beschossen, und durch Bombenabwürfe werden Trichter in die Strände gebombt als Deckung für die alliierten Soldaten, viel länger als auf den "amerikanischen" Stränden (Ryan, S.238)

-- die GB-Truppen haben keine grossen Probleme (Ryan, S.238),. Insgesamt ist der Kampf blutig, aber kurz. Dann folgt der Kampf Mann gegen Mann. Die nachfolgenden Truppen haben dann kaum noch Verluste (Ryan, S.244), ausser wenn sie Opfer von Scharfschützen werden (Ryan, S.245)

-- Froschmänner (Ryan, S.233) bzw. "Kampfschwimmer" (Ryan, S.234) unternehmen Unterwassersprengungen und sprengen 30 m breite Breschen, haben aber nur 20 Minuten Zeit. Das ist viel zu wenig, denn die Rommel-Hindernisse sind dicht angebracht, und die Arbeit muss z.T. unter Beschuss passieren. Die Hindernisse in diesem Abschnitt sind bis zu 5 m gross
-- dann folgt die erste Welle mit Schwimmpanzern/"Amphibienpanzer" und Sturmbooten (Ryan, S.234)

-- GB setzt so viele Schwimmpanzer wie möglich ein und "eine ganze Kollektion von gepanzerten Spezialfahrzeugen", u.a. "Dreschpanzer" gegen Minen, Panzer mit kleinen Brücken oder Rollen von Stahlmatten, um provisorische Fahrwege auf dem Sand anzulegen, oder man hat Baumstämme mitgebracht, um bei Mauern Stufen zu bilden oder Panzergräben auszufüllen (Ryan, S.238)

-- die Schnellboote drehen manchmal auf den hohen Wellen, dann ist die freigeräumte entminte Schneise zum Strand für sie zu wenig breit, und so sie landen einige Schnellboote doch auf den Minen und die Boote und die Besatzungen werden zerfetzt

-- Panzerlandungsboote mit Schwimmpanzern werden von den NS-Stellungen in Brand geschossen und die Strände werden zum Schrottplatz (Ryan, S.234)

-- ein zusammenhängender Beschuss der Strände besteht aber nicht: Stellenweise ist der NS-Beschuss stark, z.T. aber existiert gar keiner. Bei Le Hamel ist der Beschuss stark, ein Soldat nach dem anderen wird beim Anmarsch im Wasser erschossen (Ryan, S.236), aber rechts von Le Hamel ist der kampflose Einmarsch möglich (Ryan, S.237), so dass die Sanitäter sogar die Munition ausladen helfen können. Einige Widerstandsnester gibt es gleichzeitig immer irgendwo (Ryan, S.238).


Strand "Gold" (GB)
6.6.1944 Strand Gold, Soldaten waten vergrössern6.6.1944 Strand Gold, Soldaten waten

Spezialtruppen des 47. Königlichen Marinekommando landen am Strand "Gold" bei Le Hamel.
(aus: http://www.thedonovan.com/archives/cat_historical_stuff.html)

Strand "Schwert" ("Sword") (GB)
6.6.1944 Strand Sword, Soldaten
                              waten vergrössern6.6.1944 Strand Sword, Soldaten waten
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6.6.1944 Strand Sword, GB-Truppen am
                              Strand vergrössern6.6.1944 Strand Sword, GB-Truppen am Strand
6.6.1944 Strand Sword, GB-Panzer
                                räumen Hindernisse 6.6.1944 Strand Sword, GB-Panzer räumen Hindernisse

GB-Panzer der 27. Waffenbrigade stossen gegen die Küste vor und räumen Minen und Hindernisse im Abschnitt "Queen", Strand Schwert ("Sword").
(aus: http://www.thedonovan.com/archives/cat_historical_stuff.html)

Strandabschnitt "Gold"
-- hohe Wellen verdrehen Boote, heben sie auf und fallen voll auf die Rommel-Hindernisse, explodieren
-- nur eins von 16 Landungsbooten kann zum Mutterschiff zurückkehren
-- die hohen Wellen werfen die Landungsboote um, die Soldaten müssen schwimmen, kommen unter Beschuss, lassen alles Gepäck im Meer (Ryan, S.235).

Strandabschnitt "Juno": Kanadische Truppen
mit der 3.kanadischen Division (Ryan, S.238). Faktoren sind:
-- Hindernisse
-- NS-Granatwerferfeuer (Ryan, S.235)
-- rasiermesserscharfe Riffe im östlichen Teil
-- sowie die grobe See. Der "Juno"-Abschnitt ist der schlimmste der drei englisch-kanadischen Strandabschnitte (Ryan, S.241):

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Karte mit den Positionen
                                Cotentin, Bernieres-sur-Mer und
                                Saint-Aubin-sur-Mer
Karte mit den Positionen Cotentin, Bernieres-sur-Mer und Saint-Aubin-sur-Mer

-- viele Sturmboote werden zerstört
-- der Strand hat zu wenig Bombardierung erhalten, die NS-Befestigungen sind z.T. noch erhalten
-- z.T. sind keine Schwimmpanzer zur Deckung der Landung vorhanden, z.B. bei Bernières und St-Aubin-sur-Mer

-- z.T. erleiden die Kanadier 50 % Verlust
-- in der Panik bricht ein Panzer mit geschlossener Luke in Richtung Land durch und überfährt dabei verletzte Kanadier am Boden
-- aber schon nach 30 Minuten ist der NS-Widerstand gebrochen (Ryan, S.241).

Die Leute werden aus dem Wasser gerettet [keine Angabe über Ertrinkende], und ein Panzerlandungsboot nimmt ein paar Gerettete zurück nach GB, gegen den Willen der geretteten Soldaten, die "dabei" sein wollen (Ryan, S.236). Einige Kanadier treten auch auf Minen im Strandgras und sind sofort tot (Ryan, S.240).

6.6.1944 Strand Juno, kanadische
                              Truppen auf der Überfahrt vergrössern6.6.1944 Strand Juno, kanadische Truppen auf der Überfahrt

In den Sturmbooten sind Soldaten der Royal Winnipeg Rifles, die in Richtung ihres Strandes Juno Beach fahren.
(aus: http://www.thedonovan.com/archives/cat_historical_stuff.html)
6.6.1944 Strand Juno, kanadische
                              Truppen landen mit Panzern vergrössern6.6.1944 Strand Juno, kanadische Truppen landen mit Panzern.

Hier landen die ersten Hussar-Panzer und Soldaten der 7. Infanteriebrigade am überfüllten Strand von Courseulles-sur-Mer.
(aus: http://www.thedonovan.com/archives/cat_historical_stuff.html)


[Man sieht Baumstämme, zum Bilden von Treppenstufen zur Überwindung von Mauern, oder zum Auffüllen von Panzergräben].

Strandabschnitt "Sword"
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Karte mit den Positionen
                                Cotentin und Ouistreham
Karte mit den Positionen Cotentin und Ouistreham

In der Region Ouistrehamer an der Mündung des Caën-Kanals ist der Strand ein Friedhof mit über 150 Toten. Es ist das 2. Regiment aus East York (Ryan, S.244).

Englische "Journalisten"-Brieftauben fliegen zu der deutschen Seite
Brieftauben des Journalisten Ronald Clark von United Press fliegen zum grossen Teil in die falsche Richtung zur deutschen Seite und werden als "Verräter" beschimpft (Ryan, S.240)

Situation an den britisch-kanadischen Stränden nach dem Sturm: Marsch ins Landesinnere mit Ziel des Zusammentreffens mit den Fallschirmjägern
-- Sanitäter sind am Strand tätig und behandeln Verwundete, Fahrzeuge brennen, es gibt aber kein Massensterben wie befürchtet
-- die Bevölkerung bejubelt die GB-Invasion, wo es möglich ist (Ryan, S.245)

-- am Strand "Gold" fährt die englische Vorstoss den Vorstoss nach Bayeux

-- Strand "Juno": Die Kanadier marschieren in Richtung der Strasse Bayeux-Caën

-- Strand "Sword": Die britischen Soldaten marschieren in Richtung Caën. Die englischen Truppenführer machen schon einen Termin mit der Presse in Caën aus für 16 Uhr (Ryan, S.246). Der Marsch landeinwärts unter Kommandant Lovat wird begleitet mit Dudelsackspiel, um mit der 6. Luftlandedivision bei den Orne-Brücken und am Caën-Kanal zusammenzutreffen (Ryan, S.247)

-- für die Klein-U-Boote X20 und X23 ist die Landung, das Unternehmen "Gambit", zu Ende. Sie kehren im Schlepptau von Panzerlandungsbooten nach England zurück, wobei die Besatzungen der Panzerlandungsboote nicht wussten, dass Klein-U-Boote an der Landung eine Rolle spielen (Ryan, S.247).

"Amerikanische" Strandabschnitte "Omaha" und "Utah"

"Omaha": Beschiessung der Klippenküste aus der Ferne
-- die Kriegsschiffe und Sturmboote schiessen auf die Küstenstellungen an allen Strandabschnitten
-- die alliierten Schiffe schütten einen Granathagel auf die NS-Stellungen, auf Unterstände, auf Betonbunker, z.B. wird die Stellung von Pointe du Hoc zerstört

Strand "Omaha": Pointe du Hoc
6.6.1944 Strand Omaha, Pointe du Hoc
                              (Aufnahme von 2007 ca.)
vergrössern6.6.1944 Strand Omaha, Pointe du Hoc (Aufnahme von 2007 ca.)
Karte mit den Positionen Cotentin und
                            Pointe du Hoc
Karte mit den Positionen Cotentin und Pointe du Hoc

-- kleine Zerstörer fahren bis 1-2 Seemeilen an die Küste heran (Ryan, S.201)

6.6.1944 Strand Omaha, Beschiessung von
                    Schiffen aus
vergrössern6.6.1944 Strand Omaha, Beschiessung von Schiffen aus

Strand "Omaha": Die Bombardierung der Strände aus der Luft erfolgt zum Teil ungenau bis gar nicht
-- gleichzeitig greifen 9000 Flugzeuge den Strand und die Steilhänge dahinter an, immer wieder, so bekommt der Strand Trichter zur Deckung

-- Wolken verhindern z.T. die Zielgenauigkeit, die Ziele werden z.T. um Kilometer verfehlt und so fehlen z.T. lebenswichtige Trichter zur Deckung (Ryan, S.202) [und es wird nicht kontrolliert, ob Trichter da sind oder nicht, so dass noch einmal bombardiert werden könnte!].

Strand "Omaha": Defekte schwimmende Panzer ("Schwimmpanzer") - fehlende Deckung - Ertrinkende - Landungen am falschen Ort

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Karte mit den Positionen
                                Cotentin und Sainte Honorine, Strand
                                Ohama
Karte mit den Positionen Cotentin und Sainte Honorine, Strand Ohama

-- der NS-Major und Späher Werner Pluskat in Ste-Honorine wird z.B. in seinem Spähstand bombardiert, aber die Kruppkanonenstellungen stehen einige 100 m hinter der Küste und bleiben unversehrt, weil die Alliierten dies nicht wissen (Ryan, S.203): Die Alliierten halten den Spähposten für die Kanonenstellung

-- auf "Omaha" landet die erste "amerikanische" Division (Ryan, S.204)

-- fast 50 % der Schwimmpanzer der 1.Division sinken, weil die Schwimmhalterungen brechen, einige Soldaten, die nicht mehr rechtzeitig aussteigen können, ertrinken mit, denn sie dürfen von den Sturmbooten nicht gerettet werden (Ryan, S.210): Kommandoboote mit Lautsprechern verhindern die Rettung mit Zurufen wie: "Ihr seid kein Rettungsboot! An Land mit euch!" (Ryan, S.211)

-- ein Landungsboot mit Schwimmpanzern kann nicht entladen, weil eine Rampe klemmt und entlädt erst am Strand, so dass keine Untergänge stattfinden können

In der Folge entscheidet das Kommando, dass die Entladungen der Schwimmpanzer nur noch an Land stattfinden (Ryan, S.210),  [das heisst, man hätte auf die Schwimmpanzer auch verzichten können].

-- einige Boote werden abgetrieben und landen an nicht vorgesehenen Landungsplätzen (Ryan, S.213)

-- generell werden fast alle Landungsboot etwas gegen Osten abgetrieben und landen durch die Meeresströmung, die am Strand entlang herrscht, östlich von den geplanten Auflaufpunkten

-- Orientierungspunkte liegen im Rauch des alliierten Beschusses, so dass diese Orientierung für die Steuermänner auch wegfällt (Ryan, S.216)

-- die Sprengkommandos, die Schneisen durch die Strandhindernisse anlegen sollten, landen falsch oder dann zu spät, und wo sie gerade landen, werden Hindernisse planlos beseitigt. Insgesamt werden statt 16 nur 5 1/2 Schneisen geschaffen (Ryan, S.216)

Der Feuerbeschuss der Alliierten ist dermassen massiv, dass kein "Amerikaner" glaubt, dass noch ein NS-Soldat noch leben könnte (Ryan, S.211). Erst ganz zuletzt bemerken die "Amerikaner" Rommels Hindernisse, und sogleich erfolgt die NS-Feuereröffnung, als die Sturmboote 400 m vor dem Strand sind (Ryan, S.211). Ryan: "Stunde X war angebrochen":

-- für die Soldaten wird der Strand zum "blutigen Ohama"
-- NS-Feuer von den Klippen feuert auf die nun langsam Landungsboote
-- die Steuerleute müssen die Sturmboote durch die Hindernisse manövrieren und dem Feuer gleichzeitig ausweichen, ist kaum möglich (Ryan, S.212)

-- manche Boote suchen sich weniger gefährliche Landungsstellen, andere Bootsführer bleiben hartnäckig auf Kurs und verlieren die gesamte Besatzung durch Beschuss, einige Boote fliegen durch die Rommel-Hindernisse in die Luft (Ryan, S.213)

Drei Stunden Kampf am "Ohama"-Strand

6.6.1944 Strand "Omaha", Steilküste und Klippen. An dieser Steilküste bzw. an diesen Klippen sollen die "US"-Soldaten landen. Von oben werden sie beschossen. Es wird die Hölle...
6.6.1944 Strand Omaha Klippen
6.6.1944 Strand Omaha Klippen

6.6.1944 Strand Omaha erste
                              Landungswelle, Sturmboot getroffen vergrössern6.6.1944 Strand Omaha erste Landungswelle, Sturmboot getroffen. Am Strand sind die Strandhindernisse sichtbar.

Das LCVP Landeboot der USS Samuel Chase (APA-26) wird auf dem Weg von einer deutschen Maschinengewehrkugel getroffen, die eine Handgranate entzündet. Erst nach dem Entladen kann der Steuermann Delba L. Nivens von Amarillo, Texas, das Feuer zusammen mit seinem Maschinentechniker und Bugmann löschen und zu weiteren Transporten aufbrechen.
(aus: http://www.history.navy.mil/photos/images/d00001/d02342c.htm)

6.6.1944 Strand Omaha, erste
                              Landungswelle, Soldaten im Boot
                              (seekrank) vergrössern6.6.1944 Strand Omaha, erste Landungswelle, Soldaten im Boot (seekrank)

"As our boat touched sand and the ramp went down, I became a visitor to hell." —
PVT Charles Neighbor, 29th Division, Omaha Beach.
(aus: http://blog.balettie.com/?cat=3)


6.6.1944 Strand Omaha erste
                              Landungswelle Soldaten waten 01
                              (seekrank) vergrössern6.6.1944 Strand Omaha erste Landungswelle Soldaten waten 01 (seekrank)
6.6.1944 Strand Omaha, erste
                              Landungswelle, Soldaten waten 02
                              (seekrank) vergrössern6.6.1944 Strand Omaha, erste Landungswelle, Soldaten waten 02 (seekrank)
6.6.1944 Strand Omaha erste Landung,
                            Robben am Boden 6.6.1944 Strand Omaha erste Landung, Robben am Boden
6.6.1944 Strand Omaha? erste Landung,
                              Deckung hinter Hindernissen vergrössern6.6.1944 Strand Omaha? erste Landung, Deckung hinter Hindernissen

-- die seekranken Männlein mit Gepäck können kaum noch laufen
-- die Landungsschiffe landen, lassen Rampen runter, die alliierten Soldaten springen heraus, und dies ist das Zeichen für verstärkten NS-Beschuss. Alle werden getötet oder verwundet, und viele Verwundete merken im Überlebenskampf von ihrer Verwundung vorerst nichts

-- die Soldaten bleiben liegen, und die steigende Flut lässt sie in der Schlacht ertrinken (Ryan, S.214)
-- Todesrate z.T. bis 75 %, z.B. im Abschnitt "Hundegrün", Boote versenkt
-- Truppenteile hocken ohne Offizier in den Klippen, NS-Leute schiessen von den Klippen auf sie (Ryan, S.215)

-- viele Soldaten sind an nicht vorhergesehenen Punkten gelandet und erreichen ihre speziell ausgesuchten Ziele nicht, für deren Bewältigung sie extra ausgebildet wurden (Ryan, S.216)
-- die Schneisen sind immer noch nicht fertig und Infanteristen behindern sie, andere Soldaten suchen Deckung hinter den Hindernissen
-- Schiffe bedrohen die Sprengkommandos oder laufen auf Minen, so dass alle sterben (Ryan, S.216)

-- Sprengboote mit plastischem Sprengstoff an Bord werden beschossen, so dass der Sprengstoff noch im Schiff explodiert und die Besatzung in den Tod reisst
-- die NS-Scharfschützen schiessen auf die Minen auf den Hindernissen, so dass sie sie selbst zur Explosion bringen und die Splitter die "amerikanischen" Soldaten schwer verletzen

-- oder die Sprengkommandos bereiten eine Sprengung zusammengetragener Hindernisse vor, dann folgt eine NS-Handgranate und sprengt das gesamte Sprengkommando mit in die Luft (Ryan, S.217)

-- der "Omaha"-Strand mit seinen Klippen wird durch die vielen Fehler der Planung und die Fehler der Realisierung mit fast 50 % Toten- und Verletztenrate gemäss Ryan zur "Schlachtbank" (Ryan, S.217).

Der flache Strand "Utah"
Der flache Strand "Utah" mit seinen 16 km Länge bietet keine Probleme bei der Landung (Ryan, S.219): Der Strandabschnitt ist noch total flach (Ryan, S.209), wird dann planmässig bombardiert, so dass der Strand Trichter bekommt. Auch die Landung mit Schwimmpanzern klappt, die Pioniere sprengen eine ca. 50 m breite Bresche durch die Hindernisse und durchbrechen die Deichmauer (Ryan, S.220). Es gibt keine Probleme. Die erste und zweite Landungswelle können rasch vordringen (Ryan, S.219), praktisch ohne Widerstand (Ryan, S.220).

6.6.1944 Der flache Strand "Utah",
                      Luftbild
vergrössern6.6.1944 Der flache Strand "Utah", Luftbild

6 Uhr GB-Zeit ca.
  
Jodl blockiert die
                            NS-Panzer aus Paris
Jodl blockiert die NS-Panzer aus Paris

Hitlers HQ: Jodl blockiert die Panzer aus Paris und hat v.a. Italien-Sorgen

Jodl steht auf und sieht sich die Berichte an. Seine Hauptsorge sind die Berichte aus Italien. Die Truppen von Kesselring sind im Rückzug, und die Alliierten könnten die Front durchbrechen, wenn die NS-Truppen nicht schnell neue Stellungen aufbauen. Jodl will seinen Stellvertreter Warlimont zu Kesselring entsenden (Ryan, S.248).

An der Ostfront wird die russische Sommeroffensive erwartet, wo über 200 NS-Divisionen mit über 1,5 Mio. Mann dagegenhalten (Ryan, S.248).

In der Normandie hält Jodl die Lage nicht für ernst. Italien ist seine Hauptsorge. Jodl meint, Rundstedt habe an der Westfront "ausreichende Reserve" und es sei noch nicht klar, ob dies die Landung oder ein Ablenkungsmanöver sei. Jodl will abwarten, und die Reserve des OKW an Panzern will er nicht freigeben (Ryan, S.249). Jodl entscheidet im Sinn Hitlers, wie Hitler entschieden haben würde (Ryan, S.250).

Jodls Stellvertreter Warlimont muss den Jodl-Befehl der Blockade der OKW-Panzer an Stabschef Blumentritt vom HQ Stülpnagel so weitergeben. Die NS-Panzer dürfen nicht fahren... (Ryan, S.249-250)

Jodl hält am Blockier-Befehl fest - der Rundstedt-Stab stürmt vergeblich - Rundstedt ruft Hitler nicht an

  Rundstedt, Portrait
Rundstedt darf NS-Panzer nicht befehligen...


   
Niemand versucht, Jodl umzustimmen. Rommel in Ulm wird gar nicht erst informiert, obwohl er nur 2 Stunden von Berchtesgaden entfernt schläft (Ryan, S.250). Rundstedt reagiert mit Protest und Wut auf Jodls Blockade der OKW-Panzer bei Paris (Ryan, S.250-251), denn Rundstedt war immer davon ausgegangen, dass die Panzer bei einer alliierten Landung immer zur Verfügung stehen werden, auch wenn es sich nur um ein Täuschungsmanöver handeln sollte (Ryan, S.251).

  

Rundstedts Generalleutnant Bodo
                            Zimmermann
Rundstedts Generalleutnant Bodo Zimmermann

Buttlar-Brandenfels, Portrait
Buttlar-Brandenfels, Portrait
Rundstedts Generalleutnant Bodo Zimmermann glaubt, der Entscheid sei ein Irrtum und telefoniert Jodl erneut. Dieser besteht aber auf seinem Blockade-Beschluss, solange Hitler nichts entschieden hat, ausgerichtet vom Chef des Heeresführungsstabes, Generalmajor von Buttlar-Brandenfels (Ryan, S.251).

Rundstedt könnte Hitler anrufen, tut es aber nicht, den ganzen Tag nicht, weil Rundstedt als "alter Hase" Hitler verachtet. Von diesem "böhmischen Gefreiten", wie er immer wieder sagt, will er keine Almosen. Hitler weiss gleichzeitig von Rundstedts Verachtung. Insgesamt bestürmt der Rundstedt-Stab das Jodl-OKW vergeblich (Ryan, S.251), bei Warlimont, Buttlar-Brandenfels und beim Hitler-Adjutanten Schmundt (Ryan, S.252).

Schmundt,
                  Portrait
Schmundt, Portrait

Die Warnungen vor unabsehbaren Folgen werden abgeschmettert. Dem Rundstedt-Stab wird vorgeworfen, er könne die Lage nicht richtig beurteilen. Das OKW erwartet den Hauptstoss der Invasion "an völlig anderer Stelle" (Ryan, S.252).

Das OKW lässt Hitler weiter schlafen (Ryan, S.252).

Rommels HQ wird von Jodls Blockade-Beschluss nicht informiert

Rommels Stabschef, Hans Speidel in La Roche Guyon, wird von Jodls Blockadeentscheid gar nicht erst informiert. Er nimmt an, die OKW-Panzer seien unterwegs, denn die Kämpfe vor Caën sind Speidel bekannt. Rommels HQ meint, die 21. Panzerdivision ziehe südlich von Caën vor mit Aussicht, die Alliierten bis zum Abend ins Meer zurückwerfen zu können. Rommels Marinesachverständiger, Vizeadmiral Friedrich Ruge, bemerkt, dass die Hausangestellten des Herzogs von Larochefoucauld die Gobelins von den Wänden nehmen. Sie erwarten eine Invasion mit Folgen (Ryan, S.252).

Speidel Portrait
Speidel Portrait
Vizeadmiral Friedrich Ruge, Portrait
Vizeadmiral Friedrich Ruge, Portrait

7 Uhr GB-Zeit / 6 Uhr deutsche Zeit
Radio Berlin meldet die alliierte Landung in der Normandie, 3 Stunden vor Eisenhower
"Amerikanische" Kriegsgefangene im Lager "Stalag 17B" bei Krems in Österreich [in den Voralpen hinter Linz] erhalten durch selbstgebaute Mini-Empfänger die Nachricht von der Landung von Radio Berlin drei Stunden früher als die Meldungen von Eisenhower (Ryan, S.279).

ab 8 Uhr GB-Zeit
Truppenlandungen am GB-CA-Strand
Die britischen Soldaten wollen die Rache für Dünkirchen, die Kanadier die Rache für Dieppe, und die Franzosen wollen die Befreiung ihres Landes (Ryan, S.230). Sie kommen an mit Saufliedern aus dem Lautsprecher und mit Gesang, aber die Rommel-Hindernisse mit Minen drauf sind z.T. immer noch da (Ryan, S.231) [und bei steigender Flut immer weniger sichtbar].

Hinter dem Strand beginnt aber ein zäher Kampf durch mehrere Bunkerreihen und Gräben, auch Konfrontation mit befestigten Häusern und Strassenkämpfen, z.B. in Courseulles (Ryan, S.238). Zwei Stunden Strassenkämpfe (Ryan, S.242), dann Vormarsch landeinwärts (Ryan, S.239). Kanadische Soldaten schneiden deutschen Gefangenen die Kehle durch, die Rache für die vielen Toten bei der Landung von Dieppe. Zeuge: der Obermatrose Edward Ashworth. Er wollte sich einen deutschen Helm von den Gefangenen mitnehmen, nahm im Anblick der durchgeschnittenen Kehlen aber keinen mehr mit (Ryan, S.239).

-- in ihren Abschnitten stossen die GB-CA-Truppen aber ohne Hindernisse ins Hinterland (Ryan, S.240)

-- zwischen "Juno" und "Sword" soll eine Lücke mit Gewaltmärschen der Landungstruppen geschlossen werden, aber die Vormärsche werden von beiden Seiten her blockiert

-- der kanadische Marsch in Richtung "Sword" hat in Langrune an einem befestigten Stadtteil ein Ende, wo ohne Panzer und Artillerie kein Durchkommen ist, und der englische Marsch in Richtung "Juno" ist nach Lion-sur-Mer zu Ende, wo NS-Artillerie aus befestigten Villen schiesst, die zu Bunkern ausgebaut sind

-- es kommt vorerst keine Truppenvereinigung zwischen "Juno" und Sword" zustande (Ryan, S.242), die Lücke bleibt, und das alliierte Oberkommando weiss nichts davon (Ryan, S.243).

Truppenlandung am Strand "Utah"

-- Landung von 30.000 Mann und 3500 Fahrzeugen (Ryan, S.222) mit Überraschungseffekt, denn das Hitler-HQ erwartet die Hauptlandung immer noch am Kanal (Ryan, S.223)
-- Vernebelungsflugzeuge der Alliierten von Zerstörern werden vom NS-Beschuss sofort abgeschossen, z.B. das Flugzeug des Schiffes Corry (Ryan, S.223-224)
-- Gefecht von Zerstörern gegen NS-Geschützstände

-- schliesslich entscheidet der Kommandant der Corry, sich aus der Bucht zurückzuziehen, nach dem Manöver aus der Bucht wendet die Corry und will volle Fahrt voraus flüchten, läuft aber auf eine Mine auf (Ryan, 224) mit Totalschaden, woraufhin Totalbeschuss erfolgt. Ryan:

"Der Zerstörer [Corry] war der einzige grössere Verlust der amerikanischen Kriegsmarine am Tage der Landung." (Ryan, 225) [Menschenleben werden als Verluste vergessen...]

-- dann kommen die Menschenverluste von Corry: von 294 werden 13 getötet oder vermisst, und 33 werden verwundet (Ryan, S.226)
-- Brigadegeneral Theodore Roosevelt auf dem Strand von "Utah" treibt die überlebenden Soldaten an, nur er und seine Offiziere wissen von den falschen, versetzten Landungen auf dem Strand (Ryan, S.222)

gleichzeitig 8 Uhr GB-Zeit ca.
Le Mans: Das HQ der 7.Armee erhält jubelnde Kampfberichte vom Strand "Omaha"
mit Schilderung des Friedhofs am Strand. Es herrscht Siegesstimmung und Selbstüberschätzung (Ryan, S.253).

Der einzige Lufteinsatz der NS-Luftflotte am 6.6.1944: 2 Flugzeuge
  
Flugzeug Focke-Wulf
Flugzeug Focke-Wulf

Das Jagdkommando II gibt Priller bei Lille den Auftrag, mit den restlichen zwei Flugzeugen die Lage um Caën zu erkunden. Priller bekommt das Versprechen, dass die gestern abgezogenen Flugzeuge wieder an die Westfront versetzt würden (Ryan, S.266).

Priller und sein Feldwebel Wodarczyk greifen mit ihren beiden "Focke-Wulf" die Landung am britischen Abschnitt an (Ryan, S.267, 268) und fliegen zwischen den Fesselballons hindurch (Ryan, S.268).

6.6.1944, 9 Uhr GB-Zeit / 8 Uhr deutsche Zeit

"Gold", "Juno" und "Sword": Massive Vormärsche ins Hinterland
z.B. hinter "Sword". Die deutschen Splittergruppen "halten" Stellungen, so lange es geht. GB-Vormarsch mit Panzern (Ryan, S.255).

Strand "Gold": Heftigste Artilleriebeschüsse haben den NS-Rückzug zur Folge (Ryan, S.260).

Bunkerspiele bis zum Exzess: Ein Nazi-Hauptmann will sich nicht ergeben - Zeuge Häger

Die NS-Gruppen ziehen sich in Bunker zurück, die voller Leichen und sterbender Soldaten sind. Die Leute sind so dicht gedrängt, dass man nur noch stehen kann, darunter viele Polen und Russen. Der Gefreite Josef Häger wird Zeuge, wie ein Hauptmann aus einem überfüllten Bunker weiter schiesst und sich nicht ergeben will, trotz allen möglichen Zurufen (Ryan, S.255).

Die Briten, die den Bunker bombardieren, rufen pauschal: "Nun mal los, Hermanns, nun kommt mal besser raus!" (Ryan, S.255), oder: "You better give up, Fritz!" ("Gib lieber auf, du Fritze!"). Jedes Mal, wenn der Hauptmann an der Schiessscharte einen Patronengurt wechselt, kommen die Aufrufe, sich zu ergeben (Ryan, S.257).

Im Bunker bleibt kaum noch Luft zum Atmen. Die Briten kämpfen mit Flammenwerfern gegen den Bunker. Rund um den Bunker brennt es, so dass die Temperatur im Bunker steigt, aber der Hauptmann schiesst weiter. Die Leute im Bunker atmen inzwischen auf Kommando (Ryan, S.257). Die Stahlverkleidung färbt sich von Rosa zu Rot, dann in ein glühendes Weiss (Ryan, S.257-258).

Der Hauptmann befiehlt dann den Ausbruch mit den Verwundeten trotz aller Proteste. Da demolieren die Leute ihre Gewehre. Die Hitze wird unerträglich. Der Hauptmann blockiert aber die Tür, weil sie gleich neben der Schiessscharte liegt (Ryan, S.258). Dann erst gibt der Hauptmann auf. Mit einem weissen Tuchfetzen auf einem Gewehr ergeben sich alle (Ryan, S.258-259).

"Omaha" und "Utah" 2.Welle von Landungstruppen
(Ryan, S.217)

Strand "Omaha" an den Klippen
-- ständig wachsender Menschen- und Bootsfriedhof mit Gepäck und Rüstung
-- die Flut steigt, so dass die Hindernisse nicht mehr sichtbar sind und immer mehr Sturmboote auf Minen der Rommel-Hindernisse auffahren (Ryan, S.218)
-- grosse Wunden der Soldaten werden mit Sicherheitsnadeln zusammengehalten (Ryan, S.219).

6.6.1944, Strand Omaha, zweite
                              Landungswelle, Soldatenschlange
vergrössern6.6.1944, Strand Omaha, zweite Landungswelle, Soldatenschlange
6.6.1944 Strand Omaha, zweite
                              Landungswelle, Panzerentladung unter
                              Fesselballons
vergrössern6.6.1944 Strand Omaha, zweite Landungswelle, Panzerentladung unter Fesselballons
6.6.1944 Strand Omaha, Panzerfrachter
                              mit Panzer, ein Cromwell
vergrössern6.6.1944 Strand Omaha, Panzerfrachter mit Panzer, ein Cromwell
6.6.1944 Strand Omaha, zweite
                              Landungswelle, ein
                              "US"-Küstenwachboot ist
                              getroffen und schief
vergrössern6.6.1944 Strand Omaha, zweite Landungswelle, ein "US"-Küstenlandungsschiff sinkt

Das Landing Craft Infantry Large (LCIL) ist vom deutschen Küstenfeuer getroffen und schief, es wird bald sinken. Die Crew wartet auf die Evakuierung. Die Zensoren haben die Schiffsnummer weggemalt. Möglicherweise ist es LCI(L)-85.
(aus: http://www.6juin1944.com/album/omaha/index.php?id=25)

6.6.1944, 9:33 GB-Zeit / 8:33 deutsche Zeit
Eisenhowers Presseoffizier Oberst Ernest Dupuy gibt offiziell den Beginn der Landung bekannt
(Ryan, S.275). Reaktionen:
-- in England wird in Rüstungsbetrieben die Nationalhymne gesungen (Ryan, S.276)
-- in den "USA" ist es in New York 3:33, an der Westküste 0:33. Diejenigen, die es hören stossen Gebete "Vater unser" zum Himmel, z.B. in Rüstungsfabriken, das "amerikanischen" Telefonsystem bricht fast zusammen (Ryan, S.277)
-- spontane Gottesdienste in "amerikanischen" Zügen, Kirchenglocken läuten in der Nacht
-- "amerikanische" Eltern beten Rosenkränze für ihre Söhne (Ryan, S.278).

10 Uhr GB-Zeit
Strand "Utah": Landung der 4. Division mit Lastwagen, Panzern, Halbkettenfahrzeugen, Jeeps, rasches Vorrücken landeinwärts
Es erfolgt noch sporadisches Gegenfeuer mit 8,8-cm-Geschützen. Die Alliierten können rasch landeinwärts über den einzigen Damm vorstossen (Ryan, S.282).

6.6.1944 Strand Utah,
                              "US"-Soldaten waten,
                              Schwimmpanzer im Hintergrund vergrössern6.6.1944 Strand Utah, "US"-Soldaten waten, Schwimmpanzer im Hintergrund
6.6.1944 Strand Utah, Vorpreschen
                              über den Damm vergrössern6.6.1944 Strand Utah, Vorpreschen über den Damm

"US"-Soldaten des 8. Infanterieregiments, 4. Infanteriedivision, bewegen sich nach der Landung über den Seedamm am Strand "Utah". Andere Truppen bleiben zurück hinter der Betonmauer.
(aus: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday37.htm)
6.6.1944 Strand Utah, Deutsche
                              ergeben sich vergrössern6.6.1944 Strand Utah, Deutsche ergeben sich
6.6.1944 Strand Utah, Brigadegeneral
                              Theodore Roosevelt vergrössern6.6.1944 Strand Utah, Brigadegeneral Theodore Roosevelt

Der Poker von Brigadegeneral Theodore Roosevelt ist aufgegangen: Der eine Damm ist genug, und die andere Landungsstelle mit zwei Dämmen ist [vorerst] nicht nötig (Ryan, S.283).


6.6.1944 Strand Utah, deutsche
                    Gefangene in Stacheldrahtbereich
6.6.1944 Strand Utah, deutsche Gefangene in Stacheldrahtbereich

Es muss nun so schnell wie möglich gehen, denn alle fürchten einen deutschen Gegenschlag. Die NS-Granaten stecken immer noch "amerikanische" Fahrzeuge in Brand, die dann den Damm blockieren (Ryan, S.283).

10 Uhr GB-Zeit
Hitlers HQ: Erst jetzt wird Hitler die Nachricht von der Landung unterbreitet
weil sie von Eisenhower bestätigt ist. Ryan: Jodl gibt ein "Anzeichen für eine bedeutende Landung" zu (Ryan, S.280). Hitler meint, es sei nicht die Hauptinvasion. Die NS-Panzer, die in der Normandie bereitstehen, kommen bei der Lagebesprechung nicht einmal zur Sprache (Ryan, S.281).

Information der Landung an Rommel in Ulm
Erst jetzt wird Rommel in Herrlingen bei Ulm von seinem Stabschef Speidel angerufen und über die Normandie-Landung unterrichtet. Rommel plant die sofortige Rückkehr, denn es scheint ihm die Hauptlandung zu sein, nicht so wie in Dieppe (Ryan, S.281). Aber Rommel will zuerst noch mit Hitler sprechen. Dabei weiss ausser Hitlers Adjutant Schmundt in Berchtesgaden niemand, dass Rommel in Deutschland ist (Ryan, S.282).

6.6.1944 11 Uhr ca. GB-Zeit / 10 Uhr deutsche Zeit
Strände "Omaha" und "Utah": 3. und 4. Welle von Landungstruppen
(Ryan, S.219). Die Strömung treibt weitere Truppenteile an falsche Strände, ganze Operationen gegen die NS-Truppen funktionieren nicht, was viele Tote zur Folge hat (Ryan, S.227).

Strand "Omaha"
-- die neu gelandeten Soldaten können die Gepäckstücke, die Rüstungsgüter und die Leichen auf dem Strand als Deckung benutzen
-- der Strand hat immer noch keine Trichter
-- manche Soldaten halten den Kampf für verloren, aber dann wird weiter vorgekämpft (Ryan, S.219)

-- heftigster alliierter Artilleriebeschuss führt zum NS-Rückzug in Gräben hinter den Dünen, wo alle auf einmal niedergemäht werden (Ryan, S.261)

-- die blutigen Kämpfe an den Klippen gehen weiter. General Omar Bradleyer wägt vom Schiff Augusta aus sogar die Verlegung der Landung in den Abschnitt "Utah" und an die britischen Abschnitte

-- die Soldaten kämpfen sich dann unter Anschreien von General Norman Cota "vorwärts" (Ryan, S.285) ab in die Steilhänge (Ryan, S.286), wo Verminungen auf die Soldaten warten (Ryan, S.287)

-- Motto von Oberst George Taylor von der 1. Division:

"Nur zweierlei Leute bleiben hier auf dem Strand: Die Toten und die, die es noch erwischt. Also nichts wie weg hier!"

-- die Soldaten müssen über Dutzende von Leichen steigen (Ryan, S.287)
-- die Soldaten werden so in einem einzigen Moment vom Rekruten zum "alten Soldat" (Ryan, S.287-288)

-- alliierte Zerstörer laufen in die Buchten ein und nehmen zusätzlich Befestigungen in den Steilhängen unter direkten Beschuss
-- die Pioniere können mit diesem Feuerschutz die restlichen Hindernisse wegräumen
-- allgemein entwickelt sich bei den Soldaten von "Omaha" gemäss Ryan ein "übermächtiger Zorn" (Ryan, S.288)

-- Major Pluskat, der Späher, robbt durch das Leichenfeld (Ryan, S.261) in Richtung Etreham (Ryan, S.262)

Karte mit
                  den Positionen Cotentin und Etréham
Karte mit den Positionen Cotentin und Etréham

-- bei Carentan ist es noch ruhig, das deutsche 6. Fallschirmjägerregiment isst sich an einem "amerikanischen" Verpflegungsfallschirm satt, der an einem Baum hängt, Leckereien, die man seit Monaten nicht mehr genossen hat (Ryan, S.262-263)

Karte mit
                  den Positionen Cotentin und Carentan
Karte mit den Positionen Cotentin und Carentan

-- Scharfschützen beider Seiten haben sich in Bäumen versteckt und führen den Krieg hinter den Linien weiter (Ryan, S.264)

-- Grandcamp ist noch nicht unter Feuer (Ryan, S.269)
Karte mit
                  den Positionen Cotentin und Grandcamp
Karte mit den Positionen Cotentin und Grandcamp

-- einzelne Geschütze, die z.B. die Résistance gemeldet hat, werden von Zerstörern weggefeuert, so dass deren Munition gleich mitexplodiert (Ryan, S.269-270)

-- Bayeux erwartet die "amerikanische" Besetzung (Ryan, S.270), der Priester in Bayeux wird von seinem Glockenstuhl im Dom aus zum Kriegsberichterstatter, weil er von dort den ganzen Strand überblicken kann, und ruft jeweils in den Innenhof zur wartenden Menge (Ryan, S.271).

zwischen "Utah" und "Omaha":
Alliierter Angriff auf die "Pointe du Hoc" - die NS-Geschütze im Bunker sind noch gar nicht eingebaut

Karte mit
                  den Positionen Cotentin und Pointe du Hoc
Karte mit den Positionen Cotentin und Pointe du Hoc

Mit Harken versehene Seile werden mit kleinen Raketen die 9 Stockwerke hohe Klippe hinaufgeschossen, gegen starkes NS-Feuer (Ryan, S.226). Die "Amerikaner" sollen die Klippenwand an Seilen mit Gepäck erklimmen, bei Deckung von den Schiffen aus. [Das absolut überflüssige Unternehmen wird hart bestraft]: Die Deutschen kappen einfach die Seile, wenn viele "Amerikaner" dranhängen und beschiessen die "Amerikaner" in der Felswand. Der Beschuss von der See her ist den NS-Soldaten egal. Die Seile werden so nass und schmierig, dass man daran nicht mehr hochkommt (Ryan, S.228).

Dann kommen die "Amerikaner" mit Leitern (Ryan, S.229) und besetzen den Felsen. Erst da entdecken sie, dass gar keine Geschütze im Felsen sind. Die geplanten Geschütze lagern 1 km hinten dran und warten noch auf den Einbau. Der ganze Sturm auf die "Pointe du Hoc" war umsonst, und die Landung wäre nicht gefährdet gewesen. Die Résistance hatte dem "amerikanischen" Kommando die Information gegeben, dass die Geschütze dort nicht eingebaut sind, aber die "Amerikaner" in den Kommandos hatten der Résistance nicht geglaubt (Ryan, S.230).

"Amerikaner" machen eine Klettertour auf die Pointe du Hoc
6.6.1944 Strand Omaha, Pointe du Hoc,
                              Leiterklettern
vergrössern6.6.1944 Strand Omaha, Pointe du Hoc, Leiterklettern

6.6.1944 Strand Omaha, Pointe du
                              Hoc, Klippenlager mit Fahne

vergrössern6.6.1944 Strand Omaha, Pointe du Hoc, Klippenlager mit Fahne

Strand "Utah"
-- NS-Beschuss erfolgt ab er dritten Landungswelle, mit Verlusten, Torsos sind ohne Köpfe etc. (Ryan, S.221)
-- auch im Abschnitt "Utah" landen die Einheiten durch die Strömung und in Rauch eingehüllte Zielpunkte an den falschen Stellen
-- es landen neue Fallschirmjäger und besetzen weitere Dämme, damit der Marsch ins Hinterland abgesichert ist (Ryan, S.222)
-- der dritte Damm ist besetzt und schafft Entlastung für den ersten, schnellerer Vormarsch ins Landesinnere 283)
-- Ste-Mère-Église steht unter schwerem Artilleriefeuer (Ryan, S.268).

Bevölkerung: Allgemein breitet sich die Stimmung aus: "Heute ist ein grosser Tag für Frankreich!" (Ryan, S.272)

Résistance:
-- der Untergrundführer Léonard Gilles erfährt von einem Gepäckträger im Zug nach Paris von der Landung. Er fragt sich, warum man ihn nach Paris befiehlt (Ryan, S.272)
-- die beiden RAF-Piloten, die beim Résistance-Mitglied Janine Boitard Unterschlupf gefunden haben, werden mittels gefälschter Ausweise 12 km ins Landesinnere nach Gavrus gebracht. Die Ausweise werden mehrmals von Deutschen kontrolliert und für gültig befunden (Ryan, S.273).

11 Uhr GB-Zeit
Le Mans: Trügerische Ruhe führt zu NS-Überheblichkeit im Hauptquartier der 7. Armee

Karte mit
                  Normandie, Paris und Le-Mans
Karte mit Normandie, Paris und Le-Mans

-- der Kommandant der 352.Division der 7. Armee, General Krais, meint, die Landung sei vorbei und lässt Reserven des rechten Flügels der Division abziehen, die vor den britischen Stränden stehen

-- ein Angebot der 15. Armee zur Unterstützung der 7. Armee wird u.a. von Pemsel abgelehnt (Ryan, S.253), obwohl noch kein Gesamtbild vorhanden ist (Ryan, S.253-254), denn alle Telefonleitungen sind zerstört

-- Pemsel weiss nichts von den Landungen an anderen Strandabschnitten, z.B. vom Strand "Utah"

-- Pemsel beharrt aber darauf, dies sei die Hauptinvasion, kann aber nicht überzeugen (Ryan, S.254).

Falley wird auf der Rückfahrt von Rennes erschossen

Wilhelm
                  Falley, Profil
Wilhelm Falley, Profil

Wilhelm Falley, Generalleutnant der 9. NS-Luftlandedivision, kehrt auf der Fahrt nach Rennes durch das andauernde Dröhnen und die Bombeneinschläge in der Ferne von selbst in Richtung seines Divisionsgefechtsstandes nördlich von Picauville zurück und wird auf der Rückfahrt von "amerikanischen" Scharfschützen angegriffen. Das Auto prallt in eine Mauer, die Türen springen auf und er wird auf die Strasse hinausgeschleudert. Er wird auf dem Pflaster liegend erschossen, weil er der Pistole auf der Strasse nachrobbt (Ryan, S.265).

Tragischer Schütze ist Lieutnant Malcolm Brannen. Falley wird am deutschen Friedhof in Orglandes begraben.
(aus: http://debarquement.com/articles/article.php?dmxident=123)

NS-Massaker im Gefängnis Caën
Karte mit
                  Cotentin, Caën, Le Havre etc.
Karte mit Cotentin, Caën, Le Havre etc.

Die Gestapo-Wärter drehen wegen der Meldungen am Strand völlig durch, holen alle männlichen Insassen aus den Zellen und erschiessen die 92 Männer an der Hofwand. 40 waren von der Résistance. Die Erschiessungen erfolgen ohne Verhör, ohne Verhandlungen, ohne Urteil (Ryan, S.274) [mit der stillen Pauschalbeschuldigung, die Gefangenen hätten die Invasion begünstigt. Da sie aber gefangen waren, kann dies wohl nicht stimmen...]

ab 12 Uhr GB-Zeit / 11 Uhr deutsche Zeit
Gesamte Normandie: Zusammentreffen der Landetruppen mit den Fallschirmjägern im Innern
(Ryan, S.283)

-- das Zusammentreffen erfolgt z.T. unter merkwürdigen Umständen, in psychotischen Zuständen, mit Fragen, wo denn der Krieg sei, oder man erkennt sich nicht sofort, oder man beneidet sich vordergründig etc. (Ryan, S.284)

-- im Abschnitt "Utah" in Ste-Marie-du-Mont ziehen Truppen der 4. Division durch, ein Soldat ruft der Bevölkerung zu "Vive la France" (Ryan, S.284-285).

Karte mit
                  Positionen Cotentin und Sainte-Marie-du-Mont
Karte mit Positionen Cotentin und Sainte-Marie-du-Mont

6.6.1944, ab 12 Uhr
Aussicht auf schnellen Sieg - Minenräumung und Kriegsgefangenschaft für NS-Soldaten
-- die britischen Soldaten meinen, in 2 Wochen sei man in Berlin
-- die noch unverletzten NS-Soldaten dürfen am Strand die Minen räumen, die sie selbst angebracht haben
-- nach der Minenräumung kommen die noch unverletzten NS-Soldaten zuerst in GB, dann in den "USA" in Kriegsgefangenschaft (Ryan, S.259).

ab 12:30 Uhr GB-Zeit
"Ohama": Pluskat erreicht seinen Gefechtsstand Etreham
(Ryan, S.289)

Karte mit
                  den Positionen Cotentin und Etréham
Karte mit den Positionen Cotentin und Etréham

Munitionsmangel der NS-Stellungen - Nachschub kommt nicht durch - Vorbereitung zum Nahkampf

Den deutschen Batterien, die noch stehen, droht die Munition auszugehen. Nachschub ist organisiert, kommt aber nicht mehr durch, denn die Lastwagen werden von den Alliierten im Hinterland zusammengeschossen. Vor dem Einbrechen der Nacht wird kein Nachschub durchkommen, bekommt z.B. Pluskat zu hören (Ryan, S.289).

Für Pluskat und andere, die noch NS-Stellungen halten, bleibt nur die Frage, wer zuerst ankommt: der Nachschub, oder die Alliierten. Pluskat befiehlt die Vorbereitung zum Nahkampf (Ryan, S.290).

6.6.1944 13 Uhr GB-Zeit ca.
Strand "Sword": Caën wird bombardiert und völlig zerstört
Alle Strassen sind voll mit Trümmern, alle Menschen sind auf den Strassen (Ryan, S.292).

6.6.1944 Caën
                            vor dem Bombardement
6.6.1944 Caën vor dem Bombardement
6.6.1944 Bomben
                            auf Caën
6.6.1944 Bomben auf Caën
Und das Resultat:
Caën in Ruinen 01 Strasse mit
                            Schuttbergen mit kanadischen Truppen
                            9.6.1944
Caën in Ruinen 01 Strasse mit Schuttbergen mit kanadischen Truppen 9.6.1944

Caën in Ruinen 02, Kathedrale in
                              Mondlandschaft 1944
Caën in Ruinen 02, Kathedrale in Mondlandschaft 1944

[Die Durchfahrt durch Caën ist nun durch Trümmer gesperrt und für Panzer einige Wochen unpassierbar].

6.6.1944 Nachmittag
Cotentin: Ste-Mère-Église: Verwundete und Sterbende im Ort
Die Verwundeten und Sterbenden sind dort z.T. noch vom Feuer von der Nacht (Ryan, S.155).

Operationen am Nachmittag

6.6.1944 Alliierte Fallschirmspringer
                              im Hinterland am Nachmittag
vergrössern6.6.1944 Alliierte Fallschirmspringer im Hinterland am Nachmittag
"US"-Lastschiff mit
                              Lastwagen mit "US"-Stern, Juni
                              1944ca.
vergrössern6.6.1944: "US"-Lastschiff mit Lastwagen mit "US"-Stern, Juni 1944 ca.
6.6.1944, weitere
                            Schiffe warten auf See
6.6.1944, weitere Schiffe warten auf See

6.6.1944 Strand Omaha am Nachmittag,
                            Wracks und Leichen

6.6.1944 Strand Omaha am Nachmittag, Wracks und Leichen
6.6.1944 Strand Omaha Nachmittag, tote
                            "US"-Soldaten


6.6.1944 Strand Omaha Nachmittag, tote "US"-Soldaten

Die toten Soldaten sind Mitglieder des 3. Bataillons, 16. Infanterieregiment, 1. Infanteriedivision. Foto von Taylor. Die Leichen im Vordergrund werden mit aufblasbaren Rettungsringen bedeckt, eine andere Leiche im Hintergrund notdürftig mit einer Schachtel.
(aus: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday33.htm)
6.6.1944 Strand Omaha
                            Nachmittag, toter "US"-Soldat an
                            Strandhindernis
6.6.1944 Strand Omaha Nachmittag, toter "US"-Soldat an Strandhindernis

6.6.1944 Strand Omaha
                            Nachmittag, verwundete
                            "US"-Soldaten
6.6.1944 Strand Omaha Nachmittag, verwundete "US"-Soldaten

Die Gewehre scheinen nachträglich hingelegt.
Verwundete des 3. Battalions, 16. Infanterieregiment, 1. Infanteriedivision. Nach der Erstürmung des Strands "Omaha" bekommen sie Zigaretten und Lebensmittel.
(aus: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday35.htm)
6.6.1944
                            "US"-Sanitäter 6.6.1944 "US"-Sanitäter

6.6.1944 Nachmittag, Verwundete
                              werden aus der Schlachtzone gefahren
vergrössern6.6.1944 Nachmittag, Verwundete werden aus der Schlachtzone gefahren
6.6.1944 Nachmittag, Rettung von 2
                              schwimmenden Soldaten, deren Schiff
                              getroffen wurde
vergrössern6.6.1944 Nachmittag, Rettung von 2 schwimmenden Soldaten, deren Schiff getroffen wurde
6.6.1944 Nachmittag, Rettung am
                            Lebensseil
vergrössern6.6.1944 Nachmittag, Rettung am Lebensseil

6.6.1944 15 Uhr GB-Zeit ca.
Strand "Sword": Versuch des NS-Gegenangriffs der 21. Panzerdivision bleibt in Caën wegen Trümmern stecken
(Ryan, S.292). Kommandeur Bronikowski muss die Stadt umfahren (Ryan, S.292-293). Das Infanterie-Regiment, das den Panzerzug unterstützen sollte, fehlt (Ryan, S.293). Die "Vorausabteilung" des fehlenden Regiments 192 ist auf Motorfahrrädern ("Krad") unterwegs und merkt nicht, dass die Panzer in Caën steckenbleiben. Sie fahren bis an den Strand in die 12 km weite Lücke zwischen "Juno" und "Gold". Gleichzeitig weiss der Panzerbefehlshaber Oberst von Oppeln-Bronikowski nichts von der Lücke am Strand (Ryan, S.292).

GB-CA: Ausbau von Stellungen gegen Panzerangriffe
In der Zeit, wo die 21. Panzerdivision Caën umfahren muss, bauen die Briten [und Kanadier] ihre Stellungen gegen einen drohenden Panzer-Gegenschlag aus (Ryan, S.296).

6.6.1944 15:40 GB-Zeit / 14:40 deutsche Zeit
Das OKW gibt die SS-Panzerdivisionen bei Paris frei

Es sind die 12.SS-Panzerdivision und die Panzer-Lehrdivision (Ryan, S.292). Beide Generale an der Westfront, Blumentritt und Rundstedt, wissen, dass die Freigabe viel zu spät kommt (Ryan, S.293), denn an diesem Tag werden die Panzer den Strand nicht mehr erreichen können (Ryan, S.294).

6.6.1944 17 Uhr GB-Zeit / 16 Uhr deutsche Zeit
Strand "Sword": Immer noch Kampf um die Brücken über die Orne und den Caën-Kanal
-- heftiges NS-Feuer mit Granatwerfern und Infanteriefeuer und Scharfschützen
-- die 6. Luftlandedivision beklagt inzwischen viele Tote, und die britischen Landungstruppen vom Meer her sind seit 1 1/2 Stunden überfällig (Ryan, S.290)
-- Anmarsch des britischen Kommandos unter Lord Lovats mit Dudelsack
-- NS-Feuer und Abwarten auf grosse GB-Verstärkung (Ryan, S.291).

gleichzeitig:
Rommel und Ordonnanzoffizier Lang rasen von Deutschland nach Frankreich in Richtung Rommels HQ
[Ob ein Gespräch mit Hitler stattgefunden hat, bleibt offen] (Ryan, S.292).


6.6.1944, 18 Uhr GB-Zeit
Strand "Utah": Die 4. Division hat 22.000 Mann und 1800 Fahrzeuge gelandet
Dies ist der erste grosse "amerikanische" Landekopf in Frankreich (Ryan, S.285).

6.6.1944 Karte derLandung am Strand Utah bis
                    Seinte-Mère-Église
vergrössern6.6.1944 Karte der Landung am Strand Utah bis Seinte-Mère-Église

6.6.1944,18 Uhr GB-Zeit
OKW: Warlimont fährt auf Befehl Jodls ab in Richtung Italien mit Ziel HQ Kesselring
obwohl in der Normandie auch die Landung läuft (Ryan, S.248).

Geschehnisse in den "USA" an der "Heimatfront"
6.6.1944 Heimatfront "USA",
                              Blutspenden in New York
vergrössern6.6.1944 Heimatfront "USA", Blutspenden in New York
6.6.1941 Heimatfront "USA"
                              Schlangen vor Zeitungsaushang in N.Y.
vergrössern6.6.1941 Heimatfront "USA" Schlangen vor Zeitungsaushang in N.Y.
6.6.1944 Heimatfront "USA",
                              Versammlung am Madison Square in N.Y.
vergrössern6.6.1944 Heimatfront "USA", Versammlung am Madison Square in N.Y.

6.6.1944, 19 Uhr GB-Zeit
Rommel hofft noch auf die 21. Panzerdivision
-- Rommel ist immer noch in seinem Horch auf der Strasse unterwegs zu seinem HQ in La-Roche-Guyon im Schloss (Ryan, S.295).

Caën: Die NS-Panzer werden von den neuesten GB-Geschützen besiegt - Rückzug und Eingraben

  
Karte Caen - Biéville -
                            Périers-sur-le-Dan
Karte Caen - Biéville - Périers-sur-le-Dan

-- nördlich von Caën zwischen der Stadt und der Küste befiehlt Bronikowski den Panzersturm auf die Höhen von Périers-sur-le-Dan mit 35 Panzern, und den Panzersturm auf die Hügelketten bei Biéville 5 km entfernt mit 25 Panzern (Ryan, S.294)

-- gleichzeitig meldet Generalleutnant Richter an Bronikowski, seine 716. Division sei "verloren"

-- es kommt zum Kampf um die Anhöhe von Biéville (Ryan, S.295): Die britischen Geschütze haben sehr weite Reichweite, ein NS-Panzer nach dem anderen wird abgeschossen, in 15 Minuten sind 6 Panzer weg, Bronikowski ordnet den Rückzug an

-- die Vorausabteilung der dazugehörigen Regiments wartet immer noch in der Lücke am Strand, die Leute rauchen Zigaretten und beobachten die vielen Schiffe

-- Kampf um die Höhen von Périers: In wenigen Minuten verliert die NS-Truppe 10 Panzer (Ryan, S.296), Befehlshaber Hauptmann Wilhelm von Gottberg zieht sich an einen Waldrand bei Lebissey zurück (Ryan, S.296-297) und gibt an die Panzerbesatzungen Befehl, sich bis zum Turm einzugraben, denn seiner Meinung nach steht die Invasion von Caën bevor

-- auch Bronikowski lässt seine Panzer eingraben, bei Biéville (Ryan, S.297)

6.6.1944, 21 Uhr GB-Zeit / 20 Uhr deutsche Zeit
Strand "Sword": Verstärkung - vorerst kein Angriff auf Caën
-- Landung neuer Lastensegler zwischen Caën und Strand
-- Caën fällt nicht, kein GB-Angriff
-- ruhiger deutscher Rückzug der Infanterie nach Caën, z.T. in betrunkenem Zustand mit dem Lallen von "Deutschland, Deutschland über alles", Zeuge: Bronikowski (Ryan, S.297).

Strand "Omaha": Einige Landungsboote brennen noch
(Ryan, S.297)

Ankunft von Rommel in seinem HQ in La-Roche-Guyon
-- Speidel hat in sarkastischer Manier Wagner-Musik laufen, Rommel ist gar nicht entzückt (Ryan, S.297)
-- Rommels HQ erfährt vom missglückten Gegenangriff der 21. Panzerdivision bei Caën (Ryan, S.297).

Ende 6.6.1944
Totenbilanz des Landungstags
-- alliierte Verluste ca. 10.000, manche Historiker behaupten auch 12.000
-- "amerikanische" Verluste sind auf 6603 geschätzt: 1465 Tote, 1928 Vermisste, 3184 Verwundete, 26 Gefangene
-- kanadische Verluste 335 Tote, mit Verletzten und Vermissten 946 Verluste
-- englische Verluste: geschätzt 2500-3000 Verluste, keine offiziellen Angaben erhältlich
-- NS-Verluste: zwischen 4000-9000 geschätzt (Ryan, S.301).

[Über die Wertverluste werden keine Angaben gemacht].


ab 6.6.1944
Die Verwandten und Auswärtigen der Erstkommunion haben 4 Monate Zwangsaufenthalt
(Ryan, S.80)

Die ganze Küstenbevölkerung der Normandie wird zu Verhören nach GB gebracht
(Ryan, S.82)

[Caën wird eingekesselt und in den nächsten 10 Tagen in Grund und Boden bombardiert].

6./7.6.1944
Bombardement von Saint-Lõ - zu 95 % zerstört
Die Stadt wird zerstört, weil sie strategisch an einem wichtigen Punkt steht...
(aus: http://fr.wikipedia.org/wiki/Saint-L%C3%B4)

Saint-Lô,
                  Ruinen mit Kathedrale Notre Dame
Saint-Lô, Ruinen mit Kathedrale Notre Dame

7.6.1944 ca.
Hitler argwöhnt den britischen Geheimdienst in den eigenen Reihen
Das Planspiel in Rennes und die dadurch erfolgte Abwesenheit aller Truppenführer in der Normandie ist für Hitler so auffällig, dass er argwöhnt, der britische Geheimdienst würde dahinterstehen (Ryan, S.89).

ab 7.6.1944

Hitler glaubt weiter, die Hauptlandung würde am Kanal erfolgen
und belässt die 15. Armee bis 15. Juli am Kanal (Ryan, S.84) bzw. belässt dort die 15. Armee bis 25.7.1944 in den Stellungen (Ryan, S.252). Auch Rommels Stabschef, Generalmajor Hans Speidel, glaubt, dass der Hauptschlag noch am Kanal erfolgen wird (Ryan, S.85).

[nicht erwähnt:
Alliierte: Warten auf das Attentat des deutschen Widerstands gegen Hitler - Hoffnung auf einen kampflosen Marsch nach Berlin
Die Alliierten führen besetzen die Normandie, führen dann aber die Invasion bis Juli 1944 nicht weiter, sondern warten auf ein erfolgreiches Attentat des deutschen Widerstands gegen Hitler, das den Alliierten hochtrabend angekündigt wurde. Bei einer Ermordung Hitlers könnte für die Alliierten der kampflose Marsch auf Berlin möglich werden, so dass man den russischen Vormarsch in Polen noch stoppen könnte. Deswegen erfolgen weitere Invasionen erst ab August 1944.
in: Valentin Falin: 2.Front 1995].


Die nächsten Tage

Strand Omaha, Versorgungsschiff
                              wartet auf Ebbe zum Ausladen, Juni 1944 vergrössernStrand Omaha, Versorgungsschiff wartet auf Ebbe zum Ausladen, Juni 1944
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Strand Omaha, Versorgungsschiffe auf
                              Sand bei Ebbe 12.6.1944 vergrössernStrand Omaha, Versorgungsschiffe auf Sand bei Ebbe 12.6.1944

Die nächsten Tage

Über diese "nächsten Tage" in der Normandie nach dem D-Day kam im Jahre 2010 ein neues Buch  von Antony Beevor heraus. Es schildert 3 Monate Grabenkämpfe, die sich die deutsche Besatzungsmacht nun mit den Alliierten liefert. Die These, wonach die Alliierten 3 Monate lang auf das Hitler-Attentat des Deutschen Widerstands "gewartet" hätten, scheint somit nicht ganz richtig. Aber lesen Sie selbst:


Tagesanzeiger online, Logo

3.8.2010: 3 Monate Grabenkämpfe in der Normandie gegen hohe Hecken

aus: Tagesanzeiger online: Das Martyrium der Normandie; 3.8.2010;
http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Das-Martyrium-der-Normandie/story/22913122

<Von Christof Münger.

Der britische Historiker Antony Beevor erzählt die dramatische Geschichte der alliierten Landung des 6. Juni 1944 neu. Drei Monate später war Paris befreit. Den Preis dafür bezahlten die Menschen in der Normandie.

[...]

Führt die Männer von diesem verdammten Strand runter!

Antony Beevor hat für seine Geschichte der Invasion in über 30 Archiven in den USA, Grossbritannien, Frankreich und Deutschland recherchiert. Er sichtete neues Quellenmaterial, darunter auch Briefe und Tagebücher von Soldaten. Es sind unmittelbare Zeugnisse vom Schrecken des Kriegs, sie enthalten aber auch Beispiele von Mut, etwa jenes von Charles Canham, jenem US-Oberst, der seinen Männern prophezeit hatte, zwei Drittel von ihnen würden fallen. Bereits angeschossen, erhob er sich am Omaha Beach und brüllte die Offiziere an: «Zum Teufel noch mal, führen Sie die Männer von diesem verdammten Strand runter!»

Nirgends war der deutsche Widerstand grösser als hier. 1500 Amerikaner kamen am Omaha Beach ums Leben. Trotzdem gelang es den Invasionstruppen, am Ende des «längsten Tages» den Strand hinter sich zu lassen und in die Normandie vorzustossen. Anders als der berühmte Film von 1962 und das Buch von Cornelius Ryan vermuten lassen, war der Krieg aber noch lange nicht gewonnen. Im Gegenteil: Die folgenden Kämpfe sollten die Verluste der Alliierten am D-Day rückblickend als gering erscheinen lassen.

Der D-Day war nur der Auftakt

Richtig ist daher, dass Beevor den D-Day nicht isoliert darstellt, sondern als Auftaktschlacht in einem Feldzug, der den Alliierten den strategischen Sieg erst mit der Befreiung von Paris am 26. August 1944 einbrachte. Viel Mühe und Einfallsreichtum habe man in die Pläne zur Eroberung der Küste investiert, schreibt er. «Über die unmittelbare Nachfolgephase war dagegen erheblich weniger nachgedacht worden», kritisiert der ehemalige britische Offizier.

Was nun folgte, war ein zermürbender Stellungskrieg. Dabei kam es immer wieder zu Pattsituationen, die an den Ersten Weltkrieg erinnerten. Das Problem waren die hohen Hecken und tiefen Hohlwege der «Bocage», welche den deutschen Verteidigern Deckung boten. Diese Hecken umgaben jedes kleine Feld, wucherten über Wällen, standen an jeder Strasse und konnten nicht einmal von Panzern durchbrochen werden. General Omar Bradley, der Befehlshaber der US-Truppen in Frankreich, bezeichnete die normannische Bocage als «das verdammteste Land, das ich je gesehen habe». Die Alliierten erlitten im Grabenkrieg der Normandie herbe Verluste. Sie verloren 225'000 Mann, die deutschen Streitkräfte 440'000 (davon 200'000 Gefangene).

[...]

Die Ratten frassen an den unbestatteten Leichen

Besonders verdienstvoll ist, dass Beevor in seinem lesenswerten Buch auch das Leiden der Franzosen zeigt, deren Heimat nun von Freunden angegriffen wurde. Für viele bedeutete die «Libération», die Befreiung, alles zu verlieren. Vor allem für die Einwohner von Caen: Britische Bomber verwandelten die Stadt in ein Ruinenfeld – und schufen für die deutschen Verteidiger ein ideales Umfeld. Die Zahl der Einwohner schrumpfte von 60'000 auf 17'000, Caen wurde zum «düsteren Totenhaus», wie Beevor schreibt: «Die Ratten frassen sich fett an den unbestatteten Leichen, und streunende Hunde suchten nach menschlichen Gliedmassen, die aus den Trümmern ragten.»

Die Truppen von Feldmarschall Bernhard Montgomery brachten die Stadt erst am 19. Juli unter Kontrolle. Für Bee-vor war die «unsägliche Arroganz» des höchsten britischen Generals verantwortlich dafür, dass Caen dieses «grausame Martyrium» durchmachen musste: «Die Normandie sollte zum Opferlamm für die Befreiung Frankreichs werden.» In Zahlen ausgedrückt: 35'000 französische Zivilisten starben unmittelbar vor und nach der Invasion, alleine am D-Day waren es 3000.

Skeptischer Empfang

Die Bevölkerung in der Normandie empfing die Alliierten denn auch skeptisch. Die bekannten Bilder mit jubelnden Franzosen stammen nicht von dort, sondern aus der Bretagne oder Paris. Auch liefen die Franzosen zunächst nicht in Scharen zu den Befreiern über. Denn damit hatten sie keine gute Erfahrung gemacht: Nach der fehlgeschlagenen Landung in Dieppe 1942 hatte die SS die Bewohner der Normandie brutal bestraft, weil sie versucht hatten, den Alliierten zu helfen.

Im Landesinnern hingegen sprengte die Résistance Brücken und Schienen. Die Widerstandsbewegung diente nicht nur der französischen Polithygiene, sondern war strategisch wichtig: Im Burgund und in ganz Ostfrankreich bis zur deutschen Grenze standen die Eisenbahnzüge mit dem deutschen Nachschub still. Und jene, die noch weiterfuhren, leiteten die französischen Eisenbahner um. Die Normandie war vom übrigen Frankreich abgeschnitten.

Die Amerikaner liessen den Franzosen den Vortritt

So verzögerte sich zum Beispiel der Vormarsch der SS-Panzerdivision «Das Reich» in die Normandie um mehr als zwei Wochen. Den Preis dafür zahlten die Bewohner von Oradour-sur-Glane. Die SS brannte das Dorf nieder und massakrierte 642 Menschen. Keiner von ihnen hatte etwas mit der Résistance zu tun. Bis die von Hitler vergötterten Panzerdivisionen jedoch im Kampfgebiet eintrafen, hatten sich die Alliierten festgesetzt. Der Ausbruch aus der Normandie gelang am 17. August. Nun lieferten sich General George S. Pattons 3. US-Armee und die 2. französische Panzerdivision von General Philippe Leclerc ein Wettrennen nach Paris, wobei die Franzosen nicht davor zurückschreckten, Treibstoff aus US-Depots zu stehlen. Die Amerikaner liessen jedoch – wenn auch widerwillig – den Franzosen den Vortritt. Der alliierte Oberbefehlshaber Dwight D. Eisenhower hatte General de Gaulle versprochen, dass französische Truppen als Erste in Paris einziehen sollten.

Leclercs Panzersoldaten machten noch einmal halt in Rambouillet. Sie reinigten ihre Waffen und rasierten sich für den Empfang, der ihnen bevorstand. Einzelne deutsche Widerstandsnester leisteten noch Gegenwehr. Doch die Befreiung von Paris wurde zum französischen Triumph, das normannische Martyrium belohnt. Wie Beevor zu Recht anmerkt, hatten die Franzosen allerdings gar schnell vergessen, dass Leclercs 2. Panzerdivision ohne amerikanische Hilfe nie in Paris eingetroffen wäre.

«Sank you, sank you!»

Für die US-Soldaten, welche den D-Day und die Schlacht um die Normandie überstanden hatten, «ging der Spass ebenfalls los», als sie mit ihren Panzern vor Notre Dame anhielten. Die Menge habe immer wieder gerufen: «Sank you, sank you! Vive l’Amérique!», schrieb ein amerikanischer Panzersoldat nach Hause. Und beseelt vom Glück, noch am Leben zu sein, fuhr er begeistert fort: «Dann krabbelten französische Mädchen, eines hübscher als das andere, auf uns herum und brachten uns Blumen.» (Tages-Anzeiger)>


8.-15.6.1944
Kessel und Zerstörung von Carentan
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Carentan)

20.-27.6.1944
Kessel und Zerstörung von Cherbourg
Cherbourg ist vom NS-Regime mit Bunkern und Festungen so befestigt wie Le Havre und wird von den alliierten Bombern in Schutt und Asche gebombt, bis die NS-Führung schliesslich kapituliert.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_um_Cherbourg)

Cherbourg Haus-zu-Haus-Kampf
vergrössernCherbourg Haus-zu-Haus-Kampf
Cherbourg deutsche Gefangene Marsch
                              Juni 1944
vergrössernCherbourg deutsche Gefangene Marsch Juni 1944

Juli 1944

Bayeux bleibt von Bomardierungen verschont
Bayeux ist die einzige Stadt im Departement Calvados, die intakt bleibt.
(aus: http://fr.wikipedia.org/wiki/Bayeux)

12.7.1944
Beförderung von Brigadegeneral Roosevelt zum Kommandierenden General der 90. Division
Brigadegeneral Roosevelt erleidet aber am selben Tag einen Herzschlag und stirbt. Die Meldung der Beförderung erreicht ihn nicht mehr (Ryan, S.283).

20.7.1944

[Das Hitler-Attentat ist nicht erfolgreich - Hitler überlebt]

Ende Juli 1944
GB-Besetzung von Caën
(Ryan, S.297)

Ende Juli 1944 Caën in Ruinen
                    kaputtgebombt
Ende Juli 1944 Caën in Ruinen kaputtgebombt

ab August 1944

[nicht erwähnt:
Der widerwillige Kampf der Westalliierten in Richtung Berlin - der SU-Kommunismus dringt bis Mitteleuropa vor
Da das Attentat auf Hitler am 20.7.1944 nicht erfolgreich ist und Hitler in seinen Racheaktionen die Angehörigen der Verschwörung alle ermorden lässt und Gegenaktionen gegen die Westalliierten startet, müssen die Westalliierten den Kampf nach Berlin aufnehmen, den sie eigentlich vermeiden wollten.

Hitler lässt nun aber auch Truppen an der Westfront einsetzen und schwächt damit die Ostfront und ermöglicht dem Kommunismus damit den Vormarsch bis Mitteleuropa. Dies scheint Hitlers Rache an der ganzen Welt, dass er den Krieg verliert, und Stalins Rote Armee nimmt den Vormarsch bis Mitteleuropa als Rache, dass die Westalliierten die Sowjetunion 1941-1943 eigentlich haben vernichten lassen wollen.

Ganz Osteuropa muss für die taktischen Fehler der West-Alliierten mit einer 50-jährigen kommunistischen Besetzung bezahlen...

in: Valentin Falin: 2.Front 1995].

Die Normandie wird nun zum totalen Schlachtfeld mit kleinen Kesseln und Festungen um jede Stadt.

3.9.1944

Dieppe: Défilé der kanadischen Truppen
Die Alliierten haben Zeit und Geld genug, in der Normandie "schöne" Défilés durchzuführen, z.B. hier in Dieppe...
(aus: http://www.er.uqam.ca/nobel/m223040/page5du10decet13dec.html)

Dieppe, Défilé der kanadischen Truppen 3.9.1944
vergrössernDieppe, Défilé der kanadischen Truppen 3.9.1944

5./6. 9. 1944
Le Havre: Englische Bombardements
Le Havre wird von britischen Fliegern zerbombt, wird in "Schutt und Asche” gelegt (S.284).


 

Le Havre, Trümmerwüste September
                            1944

vergrössernLe Havre, Trümmerwüste September 1944


Le Havre in Ruinen Küstenlinie
                            September 1944

vergrössernLe Havre in Ruinen Küstenlinie September 1944


Le Havre in Ruinen, September 1944
vergrössernLe Havre in Ruinen, September 1944
    

Es sind die schwersten Bombenangriffe auf Le Havre, die je geflogen werden, mit 5000 Toten und 12.500 zerstörten Gebäuden.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Le_Havre (2007)

5000 Tote in der Zivilbevölkerung (Männer, Frauen, Kinder).
(aus: http://ecoles.ac-rouen.fr/ferry_montivilliers/articles.php?lng=fr&pg=408)

Mai 1945
Bilanz
-- Le Havre: 132 Luftangriffe
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Le_Havre (2007)

ab Mai 1945
Le Havre: Vererbung der Kontakte zwischen deutschen und französischen Familien
(S.285)

Wiederaufbau von Le Havre
Nach dem Krieg wurde Le Havre nach den Plänen des Architektenbüros August Perret in einer modernen Betonarchitektursprache wieder aufgebaut. Das Rathaus und die Kirche St. Josef wurden nach seinen eigenen Plänen gebaut. Der das Stadtbild beherrschende Kirchturm, durchaus in der Tradition der Beinhäuser des 1. Weltkriegs, erinnert an die Zerstörung.
(aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Le_Havre (2007)

Le Havre wird Angelpunkt für alliierte Soldaten für die Heimreise
Alliierte Soldaten auf dem Heimweg zur
                Einschiffung in Le Havre 25.5.1945
"Amerikanische" Soldaten auf dem Heimweg zur Einschiffung in Le Havre 25.5.1945.

Die "amerikanischen" Soldaten sind die ersten, die vom neuen Punktesystem in der "amerikanischen" Armee profitieren und nach Hause dürfen.
(aus: http://www.eyewitnesstohistory.com/warends.htm)

[Das Helfer zur Zerstörung eines ganzen Kontinents brauchen auch einmal eine Pause. Der Kommunismus ist von Banken der "USA" finanziert, und der Nazismus des Dritten Reichs auch. Und die Soldaten wussten nichts davon...]

1960-er Jahre

Le Havre: Der Uhrturm beim Bahnhof wird abgerissen
weil er durch die Bombardements von 1942-1945 zu instabil geworden ist.
(aus: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2005/11/p10-0.html)

1966
Wiedersehen auf dem Bauernhof bei Le Havre und Calvados-Besäufnis
(S.302)


1972 ca.
Normandie: Letzte Wiederaufbauarbeiten werden erst jetzt fertig

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Bilderverzeichnis

-- Karte mit Position Haute- / Basse-Normandie: http://www.cetelem.fr/agence/?/haute-normandie-12/
-- Karte Normandie Departemente und Städte: http://www.vege.nl/dist-fr.php?menuID=237&portalID=15;
http://www.vege.nl/upload/15/19/france_departements.jpg


Alte Bausubstanz
-- Le Havre Place Gambetta / Gambetta-Platz 1907: http://bienvenue.over-blog.net/photo-105845-le-havre-1907_jpg.html
-- Le Havre Passerelle de la Bourse / Börsenbrücke 1904: http://bienvenue.over-blog.net/photo-105845-le-havre---passerelle-de-la-bourse-1904_jpg.html
-- Le Havre Hotel de ville / Rathaus: http://hroderich.free.fr/cartpost/sommaire.htm

-- Le Havre Bahnhof mit Tram und Uhrturm 1935: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2005/11/p10-0.html
-- Le Havre, Norwegische Kirche 1930er Jahre: http://lehavrephoto.canalblog.com/images/Num_riser0075.jpg

-- Saint-Lô vor 1940: http://mynormandy.home.att.net/regards-guerre.html
-- Saint-Lô vor 1940 Hauszeile und Kathedrale: http://mynormandy.home.att.net/regards-guerre.html

-- Karte mit Position von Le Havre und Deauville: http://www.cc-thiberville.fr/Tourisme,15,0,0.html

-- Le Havre Quai Georges V. mit Hakenkreuzfahne 1940: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm

-- Calvados, Erschiessung von  Berrier 2.8.1941: http://histoireenprimaire.free.fr/textes/periodes/XX1.html

-- Le Havre zerstörtes Kaufhaus "Der Frühling" ("Le Printemps") 23.8.1941: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/04/1645976.html
-- Le Havre zerstörte Bijouterie Millaud 23.8.1941: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/04/1645976.html

-- Le Havre total zerstörtes Kaufhaus "Der Frühling" ("Le Printemps") 16.9.1941: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/04/1645976.html
-- Le Havre Haus mit Bijouterie Milliaud ausgebrannt 16.9.1941: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/04/1645976.html
-- Le Havre Südhäuser des Thiers-Platzes in Flammen: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/04/1645976.html


-- Le Havre Rue de la Gaffe "Niemandsland" 1942: http://lehavre.1944.free.fr/2occupation.htm

18./19.8.1942 Landung bei Dieppe
-- Dieppe Landung Karte: http://www.nwha.org/news_3Q2000/news_page4.html; http://www.nwha.org/news_3Q2000/dieppe_map.html
-- Dieppe Tote am Strand: http://www.nwha.org/news_3Q2000/news_page4.html
-- Dieppe Kriegsgefangene: http://www.nwha.org/news_3Q2000/news_page4.html;

-- Karte Insel Sark / Sarq: http://www.quid.fr/2007/Regions_Francaises/_Basse_Normandie/1?refnum=7376500

1943
-- Le Havre Bunker Boulevard Albert I. mit aufgesetzter Hausfassade 01 und 02 1943: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/index.html
-- Le Havre Bunker Boulevard Albert I. in Gartenmauer integriert 1943: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/index.html
-- Le Havre Bunker im Quartier Nice Havrais mit Flak 1943: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/index.html
-- Le Havre Bunker im Quartier Sainte Adresse in Gartenmauer integriert 1943: http://lehavrephoto.canalblog.com/archives/2006/04/index.html

-- Karte mit Position von Fécamp: http://www.france-horizons.com/Normandie/76-Seine-Maritime/Fecamp/fr/venir-fecamp.html
-- Fécamp Riegelhaus: http://www.about-france.de/frankreich/index.php?module=My_eGallery&do=showgall&gid=266&p=

-- Karte Position von La-Haye-du-Puits: http://www.chateau-de-surville.com/

-- Karte Paris - La Roche Guyon - Rouen - Le Havre: http://www.passionsmenu.com/sterne_3_livre_bord_001.html
-- Schloss La Roche Guyon: http://giverny.org/castles/chateaux.htm
-- Schloss La-Roche-Guyon Luftaufnahme mit Garten und Seine: http://www.survoldefrance.fr/affichage2.php?img=6835
-- Rommel mit Papierblock: http://www.overlord44.fr/index.php?idpage=Erwin_Rommel
-- Gerd von Rundstedt, Portrait: http://nacismus.mysteria.cz/angriff/best-velitel.php

-- Strandhindernisse Tschechenigel, Hemmbalken und Stacheldraht: http://www.zeppelin-museum.dk/D/german/verkauf/body_verkauf.html

-- Rommel-Spargel: http://www.answers.com/topic/atlantic-wall

-- Southwick House: http://www.armchairgeneral.com/articles.php?p=2518&page=1


1944
-- Karte mit Position von Le Havre und Lillebonne: http://www.france-horizons.com/Normandie/76-Seine-Maritime/Fecamp/fr/venir-fecamp.html

Mai 1944:
-- wartende Wagenkolonne vor der Einschiffung Mai 1944: http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html; http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/6576b31.jpg
-- künstlicher Maulbeerhafen vor der Küste für die Einschiffung 1944: http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html; http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/657ea91.jpg

Juni 1944
-- Verlaine Portrait: http://de.wikipedia.org/wiki/Paul_Verlaine
-- Churchill in Southhampton kurz vor 6.6.1944: http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html; http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/65x8011.jpg

-- Rom "amerikanisch" besetzt 4.6.1944: http://judicial-inc.biz/Mark_Clark.htm

-- Paramilitärs der Airborne Division (Luftlandetruppen) kurz vor dem D-Day, Newbury, 5.6.1944 (01 und 02): http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html; http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/65x325x3.jpg;
-- Luftlandetruppen, Einstieg in den Segelflieger mit Gepäck: http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html; http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/71x155.jpg

-- betende Soldaten auf der Überfahrt: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday14.htm

6.6.1944
-- Karte Landung der Alliierten, Abfahrtshäfen und Strände: http://worldwar2.free.fr/6juin.html
-- Karte Landung der Alliierten, Strände nach Nationalitäten unterteilt: http://news.bbc.co.uk/cbbcnews/hi/newsid_3770000/newsid_3771200/3771223.stm
-- Karte Landung der Alliierten, Zeiten und Fallschirmspringer: http://jourji.free.fr/mapdday02.jpg
-- Karte Landung Abfahrtshäfen, Strände, Flugzeugrouten, Minenfelder: http://www.militaryunits.com/29ID_project.htm
-- Karte Landung der Alliierten mit Überschwemmungsgebieten: Michael Palomino 2004
-- Karte NS-Truppen in der Normandie: http://www.normandiememoire.com/2_histo1/histo1_p4_fr.htm

-- Karte Positionen Cotentin bis Dives: http://www.quid.fr/2007/Regions_Francaises/_Basse_Normandie/1?refnum=7376500
-- Karte Positionen Dives mit Landezone und Schwemmgebieten: Michael Palomino
-- Karte Positionen Cotentin und Saint-Lô: http://www.quid.fr/2007/Regions_Francaises/_Basse_Normandie/1?refnum=7376500
-- General Marcks, Portrait: http://www.ibiblio.org/hyperwar/USA/USA-E-XChannel/USA-E-XChannel-8.html
-- Pegasusbrücke: http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Tonga
-- Friedrich Dollmann, Portrait: http://en.wikipedia.org/wiki/Friedrich_Dollmann

-- Segelfliegerabsturz mit Toten: http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html; http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/71x116.jpg
-- Absturz Lastensegler in Überschwemmungsgebiet des Douve: http://www.6juin1944.com/album/h505/index.php?id=9

-- Karte mit Cotentin und Lessay: http://www.quid.fr/2007/Regions_Francaises/_Basse_Normandie/1?refnum=7376500
-- Karte mit Cotentin und Saint Marcouf: http://www.quid.fr/2007/Regions_Francaises/_Basse_Normandie/1?refnum=7376500
-- Hermann von Oppeln-Bronikowski: http://www.aeronautics.ru/archive/wwii/books/panzertruppen/web_gallery/index_2.htm
-- Warlimont, Portrait: http://www.lexikon-der-wehrmacht.de/Personenregister/WarlimontW-R.htm

-- Werner Pluskat, Portrait: http://www.strijdbewijs.nl/omaha/duits.htm
-- Flugzeug Focke-Wulf: http://www.interet-general.info/article.php3?id_article=182

-- Strand Omaha Sturmboote auf dem Weg zum Strand Omaha, USS Augusta: http://www.mrwteaches.net/considerthis/archives/cat_famous_people.php

-- Strand Gold, GB-Soldaten waten: http://www.thedonovan.com/archives/cat_historical_stuff.html

-- Strand Sword, GB-Soldaten waten: http://www.eriksvane.com/dday2.htm
-- Strand Sword, GB-Soldaten am Strand: http://www.worldthroughthelens.com/d-day.php
-- Strand Sword, GB-Panzer räumen Hindernisse: http://www.thedonovan.com/archives/cat_historical_stuff.html

-- Strand Juno, kanadische Truppen auf der Überfahrt: http://www.thedonovan.com/archives/cat_historical_stuff.html
-- Strand Juno, kanadische Truppen mit Panzern gelandet: http://www.thedonovan.com/archives/cat_historical_stuff.html

-- Strand Omaha, Beschiessung von Schiffen aus: http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html; http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/68x197x7.jpg


-- Strand Omaha, Steilküste und Klippen: http://www.ibiblio.org/hyperwar/USA/USA-E-XChannel/USA-E-XChannel-8.html
-- Strand Omaha, erste Landungswelle, Sturmboot getroffen: http://www.history.navy.mil/photos/images/d00001/d02342c.htm; http://www.history.navy.mil/photos/images/d00001/d02342.jpg
-- Strand Omaha, erste Landungswelle, Soldaten in Boot: http://www.openfire.us/blog/archives/2005/06/index.php
-- Strand Omaha, erste Landungswelle, Soldaten waten 01: http://www.openfire.us/blog/archives/2005/06/index.php
-- Strand Omaha, erste Landungswelle, Soldaten waten 02: http://perso.wanadoo.es/pintordebatallas/FOTOS/FOTOS.htm
-- Strand Omaha, erste Landungswelle, Robben am Boden: http://www.pluto.no/kulturspeilet/faste/art/capa_imagesOfWar.html
-- Strand Omaha? erste Landungswelle, Deckung hinter Hindernissen: http://www.daughtersofd-day.com/

-- Strand Utah Luftbild: http://www.army.mil/cmh-pg/books/wwii/7-4/7-4_8.HTM

-- Jodl Portrait: http://www.nndb.com/people/919/000031826/
-- Bodo Zimmermann, Portrait: http://worldatwar.net/biography/z/zimmermann/index.html
-- Buttlar-Brandenfels, Portrait: http://www.zeppelin-museum.dk/D/german/historie/body_historie.html
-- Adjutant Schmundt: http://www.ne.jp/asahi/masa/private/history/ww2/tokubetsu/7_20_plot3.html
-- Speidel Portrait: http://www.dhm.de/lemo/html/biografien/SpeidelHans/index.html
-- Vizeadmiral Ruge Portrait: http://www.deutsche-marinesoldaten.de/lebenslaeufe/ritterkreuz/r-s/ruge.htm

-- Strand Omaha, zweite Landungswelle Soldatenschlange: http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html; http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/70x215.jpg
-- Strand Omaha, zweite Landungswelle, Panzerentladung mit Fesselballons: http://www.skylighters.org/barrageballoons/
-- Strand Omaha?, zweite Landungswelle, Panzerfrachter mit Panzer Cromwell: http://www.annefrankguide.com/en-GB/bronnenbank.asp?oid=4479

-- Strand Omaha, "US"-Küstenlandungsboot LCI(L)-85 getroffen und schief: http://www.6juin1944.com/album/omaha/index.php?id=25


-- Strand Utah, "US"-Soldaten waten, Schwimmpanzer im Hintergrund: http://www.thedonovan.com/archives/cat_historical_stuff.html
-- Strand Utah, Vorpreschen über den Damm: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday37.htm
-- Strand Utah, Deutsche ergeben sich: http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html; http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/71x114.jpg
-- Strand Utah, Brigadegeneral Theodore Roosevelt: http://www.dwightdeisenhower.com/dday_photos_maps.html;
http://www.dwightdeisenhower.com/ddayphotos/65x329.jpg
-- Strand Utah, deutsche Gefangene in Stacheldrahtbereich: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday38.htm

-- Strand Omaha Pointe du Hoc: Leiterklettern: http://www.6juin1944.com/assaut/omaha/hoc.php; http://www.6juin1944.com/assaut/omaha/hoc1.jpg
-- Strand Omaha Pointe du Hoc: Klippenlager mit Fahne: http://www.6juin1944.com/assaut/omaha/hoc.php http://www.6juin1944.com/assaut/omaha/hoc2.jpg

-- Karte Normandie-Paris-Le-Mans: http://maps.google.fr
-- Wilhelm Falley, Profil: http://debarquement.com/articles/article.php?dmxident=123

6.6. 1944
-- Caën vor Bombardement: http://www.jacobins.mairie-toulouse.fr/expos/vivreauMA/textes/panneaux/maison_ville.htm
-- Caën Bombenabwurf von "amerikanischen" Bombern: http://www.memoire-net.org/article.php3?id_article=252
-- Caën in Ruinen mit kanadischen Truppen: http://www.dday-overlord.com/batailles_caen_2.htm http://www.dday-overlord.com/img/bdn/bat_caen/troupes_britanniques_dans_caen.jpg

Nachmittag:
-- 6.6.1944 Fallschirmspringer im Hinterland am Nachmittag: http://www.stern.de/politik/historie/524661.html?backref=%2Fpolitik%2Fhistorie%2F524570.html%3Fnv%3Dct_cb%26eid%3D524867&cp=5
-- 6.6.1944 "US"-Versorgungsschiff mit Lastwagen mit "US"-Stern: http://www.freerepublic.com/focus/f-news/1643920/posts
-- 6.6.1944 wartende Schiffe auf See: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday23.htm
-- 6.6.1944 Strand Omaha, Wracks und Leichen am Nachmittag: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday32.htm
-- 6.6.1944 Strand Omaha, tote "US"-Soldaten: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday33.htm
-- 6.6.1944 Strand Omaha, toter "US"-Soldat an Strandhindernis: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday34.htm
-- 6.6.1944 Strand Omaha, verwundete "US"-Soldaten: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday35.htm
-- 6.6.1944 "US"-Sanitäter: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday3.htm
-- 6.6.1944 Verwundete werden aus der Schlachtzone gefahren: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday24.htm
-- 6.6.1944 Rettung von 2 schwimmenden Soldaten: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday26.htm
-- 6.6.1944 Rettung am Lebensseil: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday27.htm

-- 6.6.1944 Karte der Landung am Strand Utah bis Seinte-Mère-Église: http://www.army.mil/cmh-pg/books/wwii/7-4/7-4_8.HTM

Heimatfront:
-- 6.6.1944 Heimatfront "USA" Blutspenden in N.Y.: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday9.htm
-- 6.6.1944 Heimatfront "USA" Schlangen vor Zeitungsaushang in N.Y.: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday10.htm
-- 6.6.1944 Heimatfront "USA" Versammlung am Madison Square in N.Y.: http://history1900s.about.com/library/photos/blydday11.htm

-- Saint-Lô in Ruinen: http://normandie.canalblog.com/archives/2006/03/12/1511839.html

Die nächsten Tage

12.6.1944
-- Strand Omaha, Versorgungsschiffe auf Sand bei Ebbe 12.6.1944: http://www.skylighters.org/barrageballoons/
-- Strand Omaha, Versorgungsschiff wartet auf Ebbe zum Ausladen: http://www.skylighters.org/barrageballoons/

-- Cherbourg Haus-zu-Haus-Kampf: http://www.ibiblio.org/hyperwar/USA/USA-E-XChannel/USA-E-XChannel-10.html; http://www.ibiblio.org/hyperwar/USA/USA-E-XChannel/img/USA-E-XChannel-84.jpg
-- Cherbourg deutsche Gefangene Marsch: http://www.ibiblio.org/hyperwar/USA/USA-E-XChannel/USA-E-XChannel-10.html;
http://www.ibiblio.org/hyperwar/USA/USA-E-XChannel/img/USA-E-XChannel-85.jpg

Ende Juli 1944
-- Caën in Ruinen 01 Strasse mit Schuttbergen: http://www.panzer.punkt.pl/artykuly/wittman/wittman_ver2.htm; http://www.panzer.punkt.pl/artykuly/wittman/wit2_pict/Caen.jpg
-- Caën in Ruinen 02 Kathedrale in Mondlandschaft: http://www.er.uqam.ca/nobel/m223040/page5du10decet13dec.html

-- Dieppe Défilé der kanadischen Truppen 3.9.1944: http://www.er.uqam.ca/nobel/m223040/page5du10decet13dec.html

-- Le Havre Trümmerwüste September 1944: http://ecoles.ac-rouen.fr/ferry_montivilliers/articles.php?lng=fr&pg=408
-- Le Havre in Ruinen Küstenlinie September 1944: http://ecoles.ac-rouen.fr/ferry_montivilliers/articles.php?lng=fr&pg=408
-- Le Havre in Ruinen September 1944: http://ecoles.ac-rouen.fr/ferry_montivilliers/articles.php?lng=fr&pg=408


1945
-- alliierte Soldaten auf dem Heimweg nach Le Havre 25.5.1945: http://www.eyewitnesstohistory.com/warends.htm


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