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Regenwald. Meldungen

Meldungen

präsentiert von Michael Palomino


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Regenwaldvernichtung

In: Weltspiegel; ARD, 18.12.2005, 19:22-20:00

Pro Minute werden 35 Fussballfelder Regenwald bleibend vernichtet.

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18.12.2005: Waldschützer Douglas Tomkins im Süden von Argentinien und Chile

In: Weltspiegel; ARD, 18.12.2005, 19:22-20:00

Tomkins kauft Farmen auf, die Pleite sind und züchtet dann Bäume und verpflanzt sie auf die Weiden, so dass neuer Wald entsteht. Die Bauern und die angestammte Bevölkerung ist z.T. gegen ihn, weil diese den Wald als wertlos erachten...

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17.6.2010: Katastrophale Abholzung der Regenwälder schreitet fort

aus: n-tv online: Bilderserie: Die absehbare Katastrophe: Das rapide Schwinden der Urwälder; 17.6.2010;
http://www.n-tv.de/mediathek/bilderserien/wissen/Das-rapide-Schwinden-der-Urwaelder-article12372.html

[Pro Jahr verschwindet eine Urwaldfläche 3 mal so gross wie die Schweiz]
<Die letzten Urwälder der Erde verschwinden in einem rasanten Tempo. Weltweit zerstört der Mensch Tag für Tag umgerechnet 40.000 Fussballfelder Urwald, jedes Jahr die dreifache Fläche der Schweiz. Gerade mal ein Fünftel der Urwälder von vor 8000 Jahren existieren noch, und auch dieser Rest ist von der Vernichtung bedroht. Mit verheerenden Folgen für das Klima und die Artenvielfalt. Gelten die Urwälder doch als die "grüne Lunge des Planeten". Allein die tropischen Regenwälder produzieren 40 Prozent des weltweiten Sauerstoffs. Mehr als zwei Drittel der Tier- und Pflanzenarten leben in ihnen, schätzungsweise 30 Millionen. Viele Arten sind noch nicht einmal entdeckt. Die Vernichtung ihrer Heimat ist die Ursache für das Sterben von rund 30.000 Arten pro Jahr.

[Über den Regenwald im Amazonasbecken]

[Dramatische Urwaldvernichtung in Brasilien]
Das grösste, zusammenhängende Urwaldgebiet ist das Amazonasbecken in Südamerika. Das Amazonasbecken reicht von Venezuela über Kolumbien, Ecuador, Peru, Bolivien bis nach Brasilien. Mehr als die Hälfte aller Tier- und Pflanzenarten weltweit ist hier zu finden. Viele von ihnen, wie z.B. der Jaguar, sind jedoch inzwischen akut vom Aussterben bedroht. Noch existieren zwei Drittel der ursprünglichen Fläche des Regenwalds, doch die Vernichtung schreitet rasant voran. Erst im Januar 2008 musste Brasiliens Regierung eingestehen, dass die zerstörte Fläche in einem Monat auf 1000 Quadratkilometer angewachsen ist - eine Fläche grösser als Hamburg.

["Legaler" Holzeinschlag: 20% - illegaler Holzeinschlag: 80%]
Ein besonderes Problem ist der illegale Holzeinschlag. 80 Prozent der Abholzungen werden ohne Genehmigung durchgeführt, so die brasilianische Umweltbehörde IBAMA. Die treibende Kraft hinter der Abholzung ist laut Greenpeace die Mahagoni-Mafia. Für sie lohnt sich das Geschäft. Bis zu 1600 Dollar werden für einen Kubikmeter Mahagoni auf dem Weltmarkt gezahlt. Aus dem begehrten Holz lässt sich so manches Luxusgut herstellen: Vom glänzenden Kajak bis hin zum modischen Sarg für die Ewigkeit.

[Regenwald muss für Papiertaschentücher, WC-Papier oder Windeln herhalten]
Auch Zellstoff-Produzenten roden den Tropenwald in Brasilien und ersetzen ihn durch Eukalyptus-Monokulturen - für Taschentücher, Toilettenpapier oder Windeln. Für den Abtransport der Baumstämme werden eigens tausende Kilometer Strassen im Urwald angelegt. In deren Gefolge kommen weitere Nutzniesser und Abenteurer: Wilderer, Siedler, Goldsucher. Auf der Jagd nach Gold vergiften die Goldsucher oft noch die Gewässer mit Quecksilber.

[Ölindustrie in Ecuador verseucht inzwischen flächendeckend Regenwaldgebiete]
Auch die Ölindustrie trägt zur Zerstörung des einmaligen Amazonas-Gebiets bei. Regelmässig kommt es in den Regenwäldern im Osten Ecuadors zu einer Ölpest, wenn wieder mal eine Pipeline platzt. Die Regionen der Erdölförderung sind mittlerweile flächendeckend verseucht.

[Soja-Anbau vernichtet Dschungel-Regenwald]
Eine zunehmende Gefahr sind besonders in Brasilien und Argentinien auch Brandrodungen für Soja-Plantagen. Das Soja wird als Futter für die Massentierhaltung vor allem nach Europa und in die USA verschifft. Seit es infolge der BSE-Krise in Europa verboten ist, tierisches Eiweiss zu füttern, ist Soja zu begehrtem Tierfutter geworden.

[Die Mafia in Brasilien erschiesst Regenwald-Umweltschützer: 772 Ermordete in 33 Jahren]
Wer sich den Brandrodern oder Holzfällern im Amazonasgebiet in den Weg stellt, lebt gefährlich. Anfang 2005 wird die "Urwald-Nonne" Dorothy Stang erschossen. Sie hatte sich immer wieder für den Erhalt des Regenwalds eingesetzt. Besonders im brasilianischen Bundesstaat Pará scheint noch ungebrochen das Recht des Stärkeren zu gelten. Nach Angaben von Greenpeace sind Polizei und Justiz vielfach nicht präsent oder selbst Teil der Mafia. Allein in den vergangenen 33 Jahren wurden den Umweltschützern zufolge 772 Menschen ermordet, weil sie sich der Zerstörung des Regenwaldes widersetzten. Nur in zwei Fällen kam es zu einer Gerichtsverhandlung.

[Die Regenwaldvernichtung in Brasilien heizt das Klima mit auf]
Dabei warnen Wissenschaftler und Umweltschützer immer wieder vor den Folgen der Umweltzerstörung im Amazonasbecken. "Die Wichtigkeit des Amazonaswaldes darf nicht heruntergespielt werden", meint Dan Nepstad vom Woods Hole Research Center in Massachusetts. Seinen Berechnungen zufolge können 55 Prozent des Amazonas-Regenwaldes bis zum Jahr 2030 zerstört werden, wenn es so weitergeht wie bisher. In diesem Falle könnten bis zu 96 Milliarden Tonnen Kohlendioxid zusätzlich freigesetzt werden. Schon jetzt trägt die Vernichtung der Regenwälder 20 Prozent zur weltweiten Kohlendioxid-Emission bei.

[Über den Regenwald in Afrika]

[Der Regenwald im Kongo-Becken wird von der Industrie vernichtet]
Noch schlechter als in Südamerika steht es in Afrika um die tropischen Wälder. Gerade mal acht Prozent unberührten Urwald gibt es hier noch. Nach dem Amazonasgebiet ist das Kongo-Becken in Zentral-Afrika der zweitgrösste, zusammenhängende Regenwald. Zwei Drittel der Pflanzen und ein Drittel der Tiere sind hier einzigartig. Doch der Wald und seine Bewohner sind ebenfalls bedroht - durch Holzeinschlag, Brandrodung, Landwirtschaft, Bürgerkriege und Minenbau.

[Der afrikanische Regenwald muss für Fenster, Türen und Toilettensitze herhalten]
Viele Holzfirmen beuten schon seit Kolonialzeiten die afrikanischen Wälder aus, vor allem für Europa. Laut Greenpeace besitzen deutsche Firmen im Kongo Konzessionen für Einschlagsflächen von mehr als vier Millionen Hektar. Das Holz findet sich dann in Deutschland wieder - in Fenstern, Türen, Toilettensitzen.

[Abbau von Coltan-Erzen zerstört Kongo-Regenwald]
Der Abbau von Coltan ist ein weiterer Grund für die Urwaldzerstörung im Kongo. Das Erz wird vor allem von Handy- und Computerherstellern benötigt.

[Strassenbau für Holzfirmen und Minen - und die Wilderer morden Gorillas und Schimpansen]
Hier gilt das gleiche wie in anderen Urwäldern: Für die Minen und die Holzindustrie werden immer mehr Strassen in die Urwaldgebiete gehauen. Ist erstmal eine Strasse da, sind auch schnell die Wilderer angelockt, die die Waldarbeiter und Städter mit Frischfleisch versorgen wollen. Gorillas, Schimpansen und zahlreiche andere Arten stehen inzwischen kurz vor der Ausrottung.

[Über den Regenwald in Asien]

[Bald kein Regenwald mehr auf Sumatra und Borneo, wenn es so weitergeht]
Vom Aussterben bedroht ist auch der Orang-Utan, der "rote Waldmensch" in Asien. Dort wird seine Heimat, der Regenwald, in rasantem Tempo vernichtet. In Indonesien, dem Land mit der grössten Regenwaldfläche nach Brasilien, gab es 2005 noch rund 80 Millionen Hektar Regenwald. Jedes Jahr verschwinden hier mindestens 2 Millionen Hektar - mehr als die Hälfte durch Waldbrände und illegale Abholzung. In Sumatra könnte der Regenwald Umweltschützern zufolge in fünf, auf Borneo in zehn Jahren nur noch eine Erinnerung sein.

[Der Wiederaufbau nach dem Tsunami von 2005 vernichtet Regenwald]
Laut Greenpeace wird vor allem seit der Tsunami-Katastrophe von 2005 in Indonesien wieder mehr Holz illegal geschlagen. Um die zerstörten Häuser wieder aufzubauen, wird das Holz oft an Hilfsorganisationen verkauft. "Auch deutsche Spendengelder werden direkt an die Holzmafia gezahlt", warnt Greenpeace. Für die zunehmende Bevölkerung werden zudem tausende Quadratkilometer Urwald brandgerodet und in Ackerland umgewandelt.

[Palmöl für Biodiesel, für Stromproduktion und Supermarktprodukte]
Ein weiterer Grund für die Zerstörung ist meist sogar legal: Der Anbau von Palmöl. Dank der Biodiesel-Nachfrage in den USA und der EU wächst weltweit die Nachfrage nach dem Rohstoff.

Hinzu kommt: Allein 2007 erzeugt Deutschland 1,3 Milliarden Kilowattstunden Strom aus Palmöl.

Und: Zehn Prozent aller deutschen Supermarktprodukte enthalten inzwischen das Fett.

Für Devisen verwandelt Indonesien daher grosse Gebiete in Palmöl-Plantagen. 5,4 Millionen Hektar sind es bereits, 3,6 Millionen sollen hinzukommen.

[Die Brandrodungen der Wälder und der Torfschichten heizen das Klima auf]
Um die gerodeten Flächen anbaufähig zu machen, lassen die Konzerne die meterhohen Torfschichten oft von Brandstiftern anstecken. In Indonesien verursachen die Torfbrände inzwischen Emissionen von 600 Millionen Tonnen Kohlendioxid. Das Entwicklungsland ist heute der drittgrösste CO2-Produzent weltweit.

[Über den Urwald in Australien]

[Abschlachten der über 400 Jahre alten Hartholzbäume]
Auch in Australien sind die Urwälder bedroht. Im tasmanischen Styr Valley wachsen die weltweit grössten Hartholzbäume. Sie sind bis zu 95 Meter hoch und haben einen Durchmesser von bis zu 5 Metern, viele von ihnen sind mehr als 400 Jahre alt. Umweltschützer beklagen, dass die alten Bäume völlig kahlgeschlagen und mit Napalm-Brandsätzen aus der Luft bombardiert werden. Was von ihnen übrigbleibt, landet schliesslich in japanischen Papierfabriken.

[Über die nordischen Urwälder in Russland, Skandinavien, "USA" und Kanada]

Auch die nordischen Urwälder in Finnland, Schweden, Russland, Kanada und Alaska schrumpfen rapide. Dabei bilden sie mit mehr als zwölf Millionen Quadratkilometern Fläche das grösste Waldökosystem der Erde. Bären, Wölfe, Adler, Falken und Elche sind hier beheimatet. Allein im kanadischen Quebec gibt es noch mehr als 660.000 Quadratkilometer unberührten Urwald - eine Fläche fast doppelt so gross wie Deutschland. Seit 1975 haben allerdings Holzunternehmer in Kanada rund 150.000 Quadratkilometer Wald gefällt.

[Öl und Gas fördern die Urwaldvernichtung in den nordischen Urwäldern]
Weitere Urwälder fallen der Öl- und Gasförderung, dem Bergbau und dem Bau von Wasserkraftanlagen zum Opfer.

[Für den "Papierhunger" in Japan, "USA" und Europa müssen 800 Jahre alte Bäume herhalten]
Um den weltweit wachsenden Papierhunger zu stillen, verarbeiten Konzerne das Holz zu Zellstoff für die Papierproduktion. Laut Greenpeace produzieren allein Finnland und Schweden jährlich über 20 Millionen Tonnen Papier - für Bücher, Windeln, Zeitschriften. Die Käufer sitzen vor allem in Japan, den USA und Europa. Sie verbrauchen zwei Drittel des weltweit produzierten Papiers - Papier, das zum Teil aus 800 Jahre alten Bäumen hergestellt worden ist.

In Schweden und Finnland gibt es inzwischen weniger als fünf Prozent des ursprünglichen Urwaldes. Russland verkauft grosse Teile seines Waldes vor allem an Finnland, laut Greenpeace acht Millionen Kubikmeter jährlich.

[Ölförderung in Russland vernichtet Schnee-Urwälder in Sibirien]
Die sibirischen Schneewälder werden zudem durch die zunehmende Ölförderung bedroht - und mit ihnen unter anderem der vom Aussterben bedrohte Sibirische Tiger. Gerade mal 4000 Grosskatzen leben hier noch in freier Wildbahn. Für sie und unzählige andere Arten gilt das Gleiche wie für ihre Heimat, die Urwälder. Einmal verschwunden, gibt es keine Wiederkehr.

(Text: Gudula Hörr)>


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17.6.2010: Abholzung von tropischem Regenwald bewirkt rasanten Anstieg von Malaria in den tropischen Feld-Tümpel-Landschaften

Der arrogante brasilianische Präsident Silva lässt immer noch Regenwald abholzen. Dies bewirkt nicht nur die Vernichtung des lebensreichsten Lebensraums der Welt, sondern die Menschen, die dort dann Landwirtschaft betreiben, werden von Malaria heimgesucht. Aber lesen sie selbst:

aus: n-tv online: Gesundheit: Rasanter Anstieg von Infektionen: Abholzung erhöht Malaria-Zahlen; 17.6.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/gesundheit/Abholzung-erhoeht-Malaria-Zahlen-article926898.html

<Durch die Abholzung der Regenwälder erhöht sich einer Studie zufolge das Malaria-Risiko in den betroffenen Gebieten deutlich. Die veröffentlichte Studie von US-Wissenschaftlern der Universität von Wisconsin zeigt für die brasilianische Amazonas-Region einen Anstieg der Malaria-Erkrankungen um bis zu 50 Prozent. Das Ausmass der Rodungen wurde dabei mit Satellitenfotos festgestellt und in Zusammenhang mit Malaria-Infektionen in 54 brasilianischen Gesundheitsbezirken gebracht. "Es scheint, dass Entwaldung einer der auslösenden ökologischen Faktoren für eine Malaria-Epidemie ist", sagte Sarah Olson, Ko-Autorin der Studie.

Der in der Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "CDC Journal" veröffentlichten Untersuchung zufolge schafft die Urwald-Rodung gute Bedingungen für eine Verbreitung der Anopheles-Mücke, die Malaria-Erreger auf Menschen überträgt. "Die entwaldete Landschaft mit offenen Flächen und teils sonnenbeschienenen Tümpeln scheint der ideale Lebensraum für die Mücke zu sein", sagte Olson. Ein Rückgang des Regenwaldes um vier Prozent hatte den Angaben zufolge einen Anstieg des Malaria-Infektionen um 48 Prozent zur Folge.

Die Wissenschaftler untersuchten einen Streifen des Amazonas-Gebiets in der Nähe von Peru. Die Ergebnisse der Studie legen aber nahe, dass auch in anderen Regionen abgeholzte Regenwälder zu einem Malaria-Anstieg führen könnten. Zwischen 1997 und 2006 erkrankten schätzungsweise 500.000 Brasilianer jährlich an der gefährlichen Infektionskrankheit.

AFP>

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15.7.2010: Regenwald-Schutz meint: <Weniger illegales Holz - Rettung des Regenwalds zeigt Erfolge [mit der Rettung von Regenwald so gross wie England]

aus: n-tv online; 15.7.2010; http://www.n-tv.de/wissen/weltall/Rettung-des-Regenwalds-zeigt-Erfolge-article1063106.html

Das illegale Abholzen der tropischen Regenwälder ist deutlich zurückgegangen. Das ergab eine Studie des politischen Forschungsinstituts Chatham House in London. Nach Angaben des Instituts ist es die größte Untersuchung, die bisher zu dem Thema gemacht wurde.

Die weltweite Produktion von illegalem Holz hat demnach seit 2002 um 22 Prozent abgenommen. In dem afrikanischen Land Kamerun betrug der Rückgang sogar 50 Prozent, im brasilianischen Amazonasgebiet zwischen 50 und 75 Prozent und in Indonesien 75 Prozent. Insgesamt seien dadurch 17 Millionen Hektar Regenwald gerettet worden. Das ist eine Fläche von der Größe Englands.

Die Regenwälder gelten als Lunge der Erde, weil sie das klimaschädliche CO2 aufnehmen und neutralisieren. Die Bewahrung des Regenwalds ist deshalb gleichbedeutend mit Klimaschutz.

Illegale Möbel aus China

Trotz der positiven Entwicklung der vergangenen Jahre bleibt illegales Abholzen ein großes Problem, betont der Bericht von Chatham House. So kauften im Jahr 2008 Unternehmen aus den USA, Japan, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden 17 Millionen Kubikmeter illegales Holz und Holzprodukte - oft hat es sich nach Angaben der Autoren dabei um Möbel aus China gehandelt.

In den untersuchten Ländern wurden 2009 insgesamt 100 Millionen Kubikmeter Holz illegal geschlagen. "Würde man die Stämme aneinanderreihen, würden sie mehr als zehn Mal den Erdball umkreisen", erläutert einer der Autoren, Larry MacFaul.

Für die Studie wurden als Holzlieferanten neben Brasilien, Kamerun und Brasilien auch Malaysia und Ghana untersucht. Als Importländer analysierten die Experten Daten aus den USA, Japan, Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden. Vietnam und China standen vor allem als Verarbeiter von illegalem Holz im Fokus der Wissenschaftler.

dpa>

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30.7.2010: <Rodung: Regenwälder von Madagaskar auf Roter Liste

Wenn man die Armut einfach Armut sein lässt und den Menschen keine Stipendien gibt, damit sie sich weiterbilden können und ein Mittelstand entsteht, der den Armen immer Arbeit gibt, dann weichen die Menschen zur Naturzerstörung aus, in diesem Fall wieder einmal die Abholzung von Regenwald für den Holzhandel, bzw. die arme Bevölkerung betreibt mit dem Holz ihre Kochherde - bis es keinen Wald mehr gibt. Es ist eine Schande. Aber lesen Sie selbst:

aus: 20 minuten online; 30.7.2010; http://www.20min.ch/news/kreuz_und_quer/story/17038024

Die UNESCO hat die Atsinanana-Regenwälder Madagaskars auf die Rote Liste des bedrohten Welterbes gesetzt.

Rodungen sind in Madagaskar ein grosses Problem. (Bild: Keystone)

Der Welterbe-Ausschuss der UN-Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur erklärte in Brasilia, illegales Abholzen und die Jagd auf vom Aussterben bedrohte Lemure gefährdeten die Regenwälder, wie die UNESCO am Freitag mitteilte.

Der Ausschuss beklagte, dass trotz eines Verbots von Rodung und Export von Palisander und Ebenholz Madagaskar die Ausfuhr der Tropenhölzer genehmige. Er kritisierte auch, dass Länder unter den Abnehmern seien, die die Konvention für das Welterbe ratifiziert hätten. Er forderte die Regierung des ostafrikanischen Inselstaats auf, die notwendigen Massnahmen zur Durchsetzung des Verbots zu ergreifen.

(ddp)>

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Ecuador 4.8.2010: Die Regierung will keine Ölförderung im Yasuni-Nationalpark - und die deutsche Regierung half dabei

Die Regierung in Ecuador hat einen Teil des Lebens begriffen: Im Yasuni-Nationalpark soll kein Öl gefördert werden. Leider gilt das nur für diesen Nationalpark und nicht für das gesamte Urwaldgebiet. Aber lesen Sie selbst:

aus: Spiegel online: Verzicht auf Ölförderung: Uno belohnt Ecuador mit Milliardenzahlungen; 4.8.2010;
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,710215,00.html

<Er gilt als eine der artenreichsten Regionen weltweit - und wird es wohl auch bleiben: der Yasuní-Nationalpark in Ecuador. Die Regierung in Quito verzichtet jetzt auf die Ölförderung in dem sensiblen Gebiet und erhält im Gegenzug Geld von der Uno.

Quito - Ecuador will auf die umstrittene Ölförderung in dem als besonders schützenswert geltenden Yasuní-Nationalpark im Amazonasgebiet verzichten. Im Gegenzug will die Uno dem südamerikanischen Land einen Teil der entgangenen Einnahmen aus der Ölförderung ersetzen. Dies soll durch spezielle Fördermittel für Umwelt- und Regenwaldprojekte geschehen. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichneten die ecuadorianische Regierung und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) am Dienstag. In dem Nationalpark lagern rund 20 Prozent oder 846 Millionen Barrel der Ölreserven Ecuadors.

Die Regierung erwarte, dass mindestens die Hälfte der entgangenen Einnahmen in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar kompensiert werde, sagte die für das Staatsvermögen zuständige Ministerin María Fernández Espinosa. Die Gelder sollen von der internationalen Staatengemeinschaft in einen Treuhandfonds eingezahlt werden. Daraus sollen dann Umweltprojekte und Projekte finanziert werden, die das Leben und Arbeiten im Regenwald ermöglichen, ohne ihn zu zerstören.

Grüne verlangen Vorreiterrolle Deutschlands

Der Yasuní-Nationalpark wurde von der Unesco zum besonders schützenswerten Biosphärenreservat erklärt. Das noch weitgehend unberührte Gebiet gilt als eines der Regionen mit der größten Artenvielfalt weltweit. In den Tiefen des Regenwaldes existieren noch zwei Stämme von Ureinwohnern, die Tagaeri und die Taroemananen.

In Berlin bezeichnete die entwicklungspolitische Sprecherin der Grünen, Ute Koczy, die Vereinbarung als einen Durchbruch auf dem Weg zur Rettung eines wichtigen Teils des Nationalparks. Jetzt sei die internationale Gemeinschaft gefordert. Die Grünen-Politikerin verlangte von der Bundesregierung, dabei eine Vorreiterrolle einzunehmen. Deutschland hat sich gemeinsam mit anderen europäischen Staaten in Verhandlungen mit der ecuadorianischen Regierung für das Projekt engagiert.

fdi/dpa>

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Afrika 16.8.2010: Abholzung von Regenwald geht mit Schimpansenvernichtung einher

aus: n-tv online: Wissen: Lebensraum wird vernichtet - Schimpansen-Zahl sinkt drastisch; 16.8.2010;
http://www.n-tv.de/wissen/Schimpansen-Zahl-sinkt-drastisch-article1283276.html

<Es werden immer weniger: Die Zahl der Schimpansen in Afrika ist offenbar deutlich gesunken. Vor 50 Jahren lebten dort rund 1,5 Millionen Menschenaffen, heute wird deren Zahl nur noch auf rund 300.000 geschätzt. Grund dafür ist vor allem die Abholzung der Waldflächen.

Durch die industrielle Nutzung von Großflächen können die Schimpansen nicht abwandern, wenn ihr bisheriger Lebensraum zerstört wird.

Die Zahl der Schimpansen in Uganda und anderen afrikanischen Staaten ist nach Angaben der Affenforscherin Jane Goodall in den vergangenen Jahren dramatisch gesunken. Als sie ihre Forschungen zu Schimpansen vor 50 Jahren im ugandischen Urwaldgebiet Gombe begann, lebten mindestens 1,5 Millionen der Menschenaffen in Uganda, Kongo, Kongo-Brazzaville und 18 anderen Staaten, sagte Goodall der ugandischen Zeitung "Daily Monitor." Inzwischen werde die Zahl der Schimpansen auf nur noch etwa 300.000 geschätzt.

Goodall forderte die Konzerne und die Regierung auf, angesichts der Zerstörung der Lebensräume der Tiere, bei der Erschließung von Ölquellen in Uganda mit Umweltexperten zusammen zu arbeiten. Andernfalls drohe eine Zerstörung der Wälder, in denen die Schimpansen heimisch sind, warnte sie.

Uganda vermutet reiche Ölvorkommen im Bereich des Albertgrabens in den westlichen Ausläufern des Rift Valley. Nach den Plänen der ugandischen Regierung soll bereits im kommenden Jahr Öl aus den Quellen sprudeln. Schätzungen zufolge können in den kommenden Jahrzehnten in dem ostafrikanischen Land 700 Millionen Barrel Öl gefördert werden.

Wilderer jagen die Menschenaffen

Das Jane Goodall-Institut in Uganda schätzt, dass Uganda jedes Jahr etwa zwei Prozent seiner Waldflächen verliert, meist durch Abholzung. Landwirtschaftliche Großflächen, etwa der industrielle Anbau von Zuckerrohr, treiben breite Schneisen durch die Wälder, in denen Schimpansen leben. Die Tiere können dadurch auch nicht in neue Reviere abwandern, wenn eine Affengruppe zu viele Mitglieder hat, warnen die Wissenschaftler.

Einer Untersuchung der nationalen Naturschutzbehörde Ugandas zufolge machen zudem Wilderer in mehr als der Hälfte der großen Waldgebiete Jagd auf Schimpansen und andere Tiere. Die Menschenaffen werden in der Regel für illegale Tierhändler gefangen, aber auch als Tieropfer für Rituale von "Zauberdoktoren" getötet.

AFP>









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